Band 
Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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2717-2718
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2717 Horai (ihre Naturseite: Wirksamkeit) Horai (ihre Naturseite: Wirksamkeit)

Sterblichen herab. Dieses Bringen ist beip * 1 Λ a. a. 0. durch Körbe symbolisiert, vgl,

&useb. pr. ev. 3, 11, 38 κάλα&ον εχονσι, τοντων άν&έων ανμβολον τοΰ εαρος, τον δεοταχνων τον &ερονς; ebenso auch auf den(tastdenkmälern (s. unten). Oder sie bringen, re Gaben im aufgenommenen GewandschurzCar > z. B. Blumen ( Gerhard, Ant. Bildw , 1 , 13)und.Früchte (ebend. 1 , 87, 5. 6 ). Die natur-Semäfse Teilung ihrer Gaben in Blumen undfruchte drückt sich in den Namen der attischen

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Horen Thallo und Karpo aus, zu welchen(Uxo als allgemeine Wachstumsgöttin hinzu-Karn. Dafs diese drei trotz einiger Verschieden-eit der Angaben zusammengehören, ergiebt®'ch aus Paus. 9, 35, 2 (der Auxo als eine derhariten bezeichnet), Pollux 8 , 106 u. Hygin. 183 (nach Bursians Verbesserung). Ob diese'amen ursprünglich den Chariten und HorenSßmeinsam gewesen oder von den einen auf dieandern übertragen worden seien, will Boberta ·. a. 0. p. 148 dahingestellt sein lassen. AberUr _das bessere Recht der Horen auf dieselbenPncht nicht nur ihre auch später noch deut-°her festgehaltene Naturbedeutung, sondernvT 0 die angeführten Zeugnisse. Gröfserea °ht aber als die fruchtbringende Zeit desa nres übt der holde Frühling mit seiner Blüten-Ppacht auf das Gemüt des Menschen, und so®mrn die Dichter mit Vorliebe die Horen alsp 16 den Frühling mit all seinen herrlichena ben bringenden Göttinnen.Als der Winter 1 ^ s ^ ri §*' Meleagros, Anth. Pal. 9, 363, daohelte die strahlende ( noqtpvqhi ) Höre desUmenbringenden Frühlings, und die Erde be-ra nzte sich mit Grün, die Bäume mit Laubq s -'w. Als rtolvccv^egoi (Find. Ol. 13, 17;p!?, 42, 3) bringen sie die Blumen des

^'uhlings in dem Fragment der Kyprien (Athen .4 P- 682; Callim. hymn. Ap. 81; Anacreont .Bergk 3 4 , 300), worunter besonders die Rosenervorgehoben werden. So werden sie vorzugs-ft- 61 !? a ls Frühlingsgö ttinnen gefafst ( Pind.

aith. 75, BergTc l 4 , 394; Hör. Ars p. 302all·! ie . Ml P on * hora ; Horm. 3, 10 ), weshalb siede'w^.. ^ en Adonis heraufgeleiten, der inlOa * r ®hlingsblumen emporsteigt, Theokr. 15,

· Daher die Beiwörter slaqival, Nicandr.WQ; · 234; Anthol. Pal. 5,70; Orph. hymn. 42,3:_ ust sie auch navt6%QOOi, öcsi&aXhg, rto-

laus

Ser ^ fl ° t § enaim t sind, wie bei Claud.sie ^ y rer >tiis redolentibus. So schmückend 7 fi U °i 1 Frühlingsblumen bei Hes. op. etUnd ° von Hephaistos geschaffene Pandora,Din De ! ,c H Simonides fr. 148 ( Bergk ) bei dendas Haar des Dichters mit RosenPrieandern; in dem schon erwähnten Ky-nd a g men t kleiden sie Aphrodite in Ge-lol er > die mit den Farben der Frühlings-der^n 1 c d Urc lawirkt und mit den Wohlgerüchendie in durc hdrung en sind, und schmückenSc ], im hymn. Horn. 6 mit goldenem Ge-sg^ u^de, das Blumen darstellt. Der Ariadneden l e . n s * e m ü ; Aphrodite zu ihrer HochzeitH v er ühmten goldnen Kranz, Eratosth. Cat. 5;I>mid Hsf)-. 2, 5. Bei der Schmückung dermit u ra uud Aphrodite sind aber auch diemnen eng verwandten Chariten be-

schäftigt, die ihnen so nahe standen, dafs schonim Altertum ihre Namen und ihr Wesen in-einanderzufliefsen schien, vgl. Paus. 9, 35, 1und Bobert, de Gratiis Atticis p. 148. Sie habenso viele Züge namentlich auf dem Natui-gebietmit den Horen gemein (vgl. Gcidechens Art.'Grazien in Ersch u. Grubers Encykl. S. 425),dafs sie von derselben Naturbasis aus sich nurin ethischer Beziehung anders entwickelt zuio haben scheinen. Auf den Denkmälern er-scheinen sie sehr häufig zusammen, sichernicht ohne -innere Beziehung unter eich undzur Hauptdarstellung, so am amykläischenThron, Paus. 3, 18, 10; am Zeusbild desPheidias zu Olympia, Paus. 5, 11, 7; amargivischen Herabild des Polykleitos 2, 17, 4;auf der Borghesischen Ara, Clarac pl. 173.174. Ähnlicher Art ist ihre Zusammenstellungbei den Schriftstellern: bei Panyasis Athen . 220 p. 36d; Aristoph. Pac. 456; Orph. hymn. 1, 18.42, 7; Apulej . Met. 10, 32. Die Neueren suchtenihr Verhältnis auf verschiedene Weise zu be-stimmen, vgl. K. 0. Müller, Orchomenos 181(s. o. Sp. 876); Braun, Annal. d. Inst. 9, 180;Gädechens, Philolog.-Vers. 1869 p. 139 und a.a. 0.; Conze, Heroen- u. Göttergest. p. 42. Mitder Frühlingsblüte war aber die Thätigkeitder Horen noch nicht erschöpft; es galt nun,durch angemessenen Wechsel von Regen und30 Wärme das Wachstum zu fördern und dieFrüchte zur Reife zu bringen, um was mannach Philochoros bei Athen. 14 p. 656a in Athen zu ihnen betete; ähnlich Orph. hymn. 42, 11 'diefruchtbringenden Zeiten herbeizulühren. Daherdie Beinamen άγΧαόκαρποι Pind. fr. hymn. 30Bergk und ποΧυαΧδείς, die vielernährenden,Quint. Sm. 2, 658. Wie sich die segensreicheWirksamkeit der Horen auf den ganzen Ernte-segen und alle Feldfriichte erstreckte,40 zeigen die Eiresioneumzüge an den Thargelienund Pyanepsien (Mai und Oktober) zu Ehren desHelios und der Horen (neben Helios das feuchteElement), an welchen Zweige mit allen Feld-und Gartengewächsen (πάντα ωραία) geschmücktumgetragen und vor den Häusern aufgestelltwurden (Schol. Aristoph. Equ. 729. Blut. 1054;Porphyr, abst. 2, 7), welche Nachrichten nachMannhardt, Ant. Feld- u. W. K. 217 auf Theo-phrastos zurückgehen. Die Horen lassen das50 Getreidefeld zur bestimmten Zeit reifen,,. Od.i 136. Deshalb wurde ihnen von den Ährenund Hülsenfrüchten mit Demeter zusammenein Opfer dargebracht als den ενανΧακοψοί-τιβιν "ίΐραις, die wie die deutschen Korndämonendurch die Furchen der Saatfelder wandeln(Zonas, Anth. Pal. 6, 98), und so waren sie auchPhilostr. 1c. 2, 34 gemalt, wie sie leicht überdie Spitzen der Ähren dahinwandeln, ohne siezu biegen, wodurch die Felder fruchtbar wer-60 den. Wenn der Athener die reife Feige brach,sang er ein Liedchen auf die 7 Slqa t φίλαι( Aristoph. Pac. 1168), und besonders schönesObst nannte man eine Gabe der Horen, Long.Erot. 3, 34. Ihr edelstes Geschenk aber istdie Frucht des Weinstocks, die unter ihrermächtigen Einwirkung von oben (νπερ&εν)reift, Od, ω 343; εκτρέφοναι τον της άμπελονκαρπόν Philochoros bei Athen . 2 ρ. 38c, so