Hercules (Albin., Sept. Sever.) 2992
S. 122 f. Cohen 469 f.) und wie ihn jedenfallsauch eine goldene Statue darstellte ( Cass. Dio15, 3 καί άνδριάς τε αΰτφ χρνοοϋζ χιλίων λί-τρων μετά τε ταύρου και ßobg ϋ’ηλείας εγέ-νετο). Auf die erwähnte afrikanische Flottebezieht Eclchel (S. 128) zweifellos richtig dasBild einer Münze mit der Legende ProvidentiaeAug .: Hercules, der den rechten Fufs auf einSchiffsvorderteil setzt und die Keule auf einenFelsen aufstützt, reicht seine Rechte einer ihm iogegenüberstehenden, von Eclchel als Frau be-zeichnten, bei Cohen aber als bärtiger Mannabgebildeten Figur, deren Haupt von demElefantenkopf bedeckt wird, während sie inder linken Hand ein sistrum hält und dieRechte Hercules darreicht, ihr zur Seite einLöwe; beide halten in den verbundenen Händenzwei Ähren (Cohen 212 f. Taf. .3. 719); dieFigur ist die Personifikation von Ägypten (oderAlexandria) oder der Provinz Afrika , unter 20Hercules ist wieder Commodus selbst, der durchdie Getreidezufuhr für seine Kolonie sorgt(providet) zu verstehen. Auf den Münzen desCommodus erscheint zuerst Hercules Comes{Cohen 534, auch 63 ist HEEC. COM. vielleichtHerculi Comiti aufzulösen, s. vorher), den diespäteren Kaiser, wie schon oben angegeben,wiederholt auf ihren Münzen nennen.
Auf Commodus bezieht Bormann {Bull,d. inst. 1879 S. 43 f. und Archäol. Ztg. 38, so1880 S. 42f.) die Inschrift eines kleinen Altars:Hercules | [IJnvicte San\[c]te Silvani ne\pos,hic ad[v]e\nisti: ne quid [ hic fiat mal[ij. |G(enio) P(opuli) E(omani) fieliciter), deren rich-tige Lesung erst durch die Wiederauffindungder lange verschollenen Inschrift durch Bor-mann ermöglicht wurde (nach der PublikationBormanns im Bull. a. a. 0, wiederholt inEphem. epigr. 4 S. 263 nr. 736; den früherenPublikationen der Inschrift und Herstellungs- 40versuchen bei Orelli 4957. Bitschi, Tit. Mumm.
S. III = Opusc. 4 S. 85. Bücheier, Anthol.epigraph. lat. spec. I [Ind. schol. aest. Gryphisw.1870] S. 6 nr. 9. C. I. L. 6, 329 liegt die fehler-hafte Lesung E. Q. Viscontis, Monumenti Ga-hini S. 151 Anm. 4 [ed. Milano 1835] zu Grunde).
Es ist einleuchtend, dafs die Inschrift eineÜbertragung des griechischen Epigramms oτοΰ Βιος παΐς καλλίνικος 'Ηρακλής 1 εν&άδεκατοικεί' μηδέν είβίτω κακόν (G. I. L. 4, 733 = 50Kaibel, Epigramm ata graeca nr. 1138; mehrsiehe bei Zangemeister z. d. Inscbr.) ist, nurist für 'Sohn des Zeus ’ eingesetzt 'Enkel desSilvanus’ und der Segenswunsch für den Ge-nius des römischen Volkes hinzugefügt. Diesist nach Bormann durch die Annahme zu er-klären, dafs sich die Inschrift auf Commodus bezieht, der hier ak Hercules Invictus Sanctusauftritt. Das oben erwähnte, auf die Umge-staltung des Kolosses des Nero bezügliche soSpottepigramm ist eine Parodie auf die derInschrift zu Grunde liegenden Verse. Hercules-Commodus ist auf den oben angeführten Mün-zen mit dem Namen des Hercules Commodianuszugleich als Genius, mit Füllhorn und Opfer-schale opfernd, abgebildet. Schwierigkeitenmacht die Erklärung der Bezeichnung desHercules-Commodus als Enkel des Silvanus.
Bormann hebt hervor, dafs nach dem Zeug-nisse der Inschriften Silvanus der Patron derGladiatoren, wenigstens zu Commodus ’ Zeit undin Rom bei seinen Banden gewesen sei (s. G.I. L. 6, 631. 632, in letzterer Inschrift helfetes Silvanum Augustum familia restituit; vgl·Uenzen zu 632); nun war Commodus stolz amseine Tüchtigkeit als Gladiator (vgl. Schiller,Gesch. d. röm. Kaiserzeit 1 S. 661 f.), und aufdiese geht nach dem oben Angeführten auchseine Verehrung als Hercules zurück; so er-scheine die Anknüpfung an Silvanus nicht un-erklärlich. Mommsen {Arch. Ztg. a. a. 0. S. 43)ist mit der Beziehung der Inschrift auf Com-modus einverstanden, erklärt sich aber gegendie Ansicht, dafs die Herkunft des als Her-cules geltenden Kaisers von der des Herculeshätte verschieden gedacht werden können; esmüsse vielmehr eine Sage gegeben haben,nach der die Mutter des Hercules eine Tochterdes Silvanus war. Es wäre aber sehr wohldenkbar, dafs Commodus bei seinen wahn-witzigen Ideen als Hercules sich als Enkel desSchutzpatrons der Gladiatoren betrachtet wissenwollte. Nach Bormann {Bull. a. a. 0. S. 44)könnte man vermuten, dafs der Altar demSilvanusheiligtume jener kaiserlichen Gladia-toren angehört habe.
Albinus macht mit der Münze: F0B1+'TVDO AVG. INVICTA, Bild des Hercules,der eine Kugel hält (Eckhel 7 S. 164. Cohei 1 ,Albin, 15), den Anfang einer Reihe ganz ver-wandter Münzdarstellungen, in denen späterhindie Kaiser ihre in der Legende genannte Virtusdnrch verschiedene Herculesbilder feiern, s ·Gordianus III. Pius, Gallienus, Postumus, Victo-rinus Vater, Aurelianus, Vabalathus, Tacitus ,Probus, Carus, Numerianus, Carinus , Diocletia-nus , Maximianus , Carausius , Constautius LChlorus, Galerius .
Septimius Severus zollte auch nac 1seiner Erhebung auf den Kaiserthron den Haupt-göttern seiner Vaterstadt Leptis Magna , demphönicischen Hercules und BacchusVer-ehrung. Mit den Beischriften HI PAPPI! uQBIS AVSPICIB(VS) sind beide zusammenunter den Bildern des griechischen Herakieund Bacchus auf seinen Münzen abgebild®{Di patrii: Cohen, Septime Severe 500j D lauspicibus: Eclchel 7 S. 171. Cohen 73— 75 . 46 ·501—503. Erohner S. 155, der aus den Münzevon Leptis , auf denen die beiden Götter dagestellt sind, erweist, dafs Hercules und Bachus die Hauptgottheiten dieser Stadt vvaron,vgl. die Münzen Eckhel a. a. 0. Cohen , 0mit der Legende libero Patri und dem ff 1 '.des Bacchus); beide Götter sind auch mitBeischrift Cos. III. (d. i. im Jahre 204 n. Ohr.;ludos saecul(ares) fec(it) auf den Münzen agebildet (Eckhel S. 185. Cohen 71 f. . 496 —4J»bund mit derselben Legende findet sich ein vSeverus dem Hercules und Bacchus
brachtes Opfer dargestellt {Eclchel 1
0. Cohef