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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
Seite
2991-2992
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2991 Hercules (Commodus )

Hercules (Albin., Sept. Sever.) 2992

S. 122 f. Cohen 469 f.) und wie ihn jedenfallsauch eine goldene Statue darstellte ( Cass. Dio15, 3 καί άνδριάς τε αΰτφ χρνοοϋζ χιλίων λί-τρων μετά τε ταύρου και ßobg ϋηλείας εγέ-νετο). Auf die erwähnte afrikanische Flottebezieht Eclchel (S. 128) zweifellos richtig dasBild einer Münze mit der Legende ProvidentiaeAug .: Hercules, der den rechten Fufs auf einSchiffsvorderteil setzt und die Keule auf einenFelsen aufstützt, reicht seine Rechte einer ihm iogegenüberstehenden, von Eclchel als Frau be-zeichnten, bei Cohen aber als bärtiger Mannabgebildeten Figur, deren Haupt von demElefantenkopf bedeckt wird, während sie inder linken Hand ein sistrum hält und dieRechte Hercules darreicht, ihr zur Seite einLöwe; beide halten in den verbundenen Händenzwei Ähren (Cohen 212 f. Taf. .3. 719); dieFigur ist die Personifikation von Ägypten (oderAlexandria) oder der Provinz Afrika , unter 20Hercules ist wieder Commodus selbst, der durchdie Getreidezufuhr für seine Kolonie sorgt(providet) zu verstehen. Auf den Münzen desCommodus erscheint zuerst Hercules Comes{Cohen 534, auch 63 ist HEEC. COM. vielleichtHerculi Comiti aufzulösen, s. vorher), den diespäteren Kaiser, wie schon oben angegeben,wiederholt auf ihren Münzen nennen.

Auf Commodus bezieht Bormann {Bull,d. inst. 1879 S. 43 f. und Archäol. Ztg. 38, so1880 S. 42f.) die Inschrift eines kleinen Altars:Hercules | [IJnvicte San\[c]te Silvani ne\pos,hic ad[v]e\nisti: ne quid [ hic fiat mal[ij. |G(enio) P(opuli) E(omani) fieliciter), deren rich-tige Lesung erst durch die Wiederauffindungder lange verschollenen Inschrift durch Bor-mann ermöglicht wurde (nach der PublikationBormanns im Bull. a. a. 0, wiederholt inEphem. epigr. 4 S. 263 nr. 736; den früherenPublikationen der Inschrift und Herstellungs- 40versuchen bei Orelli 4957. Bitschi, Tit. Mumm.

S. III = Opusc. 4 S. 85. Bücheier, Anthol.epigraph. lat. spec. I [Ind. schol. aest. Gryphisw.1870] S. 6 nr. 9. C. I. L. 6, 329 liegt die fehler-hafte Lesung E. Q. Viscontis, Monumenti Ga-hini S. 151 Anm. 4 [ed. Milano 1835] zu Grunde).

Es ist einleuchtend, dafs die Inschrift eineÜbertragung des griechischen Epigramms oτοΰ Βιος παΐς καλλίνικος 'Ηρακλής 1 εν&άδεκατοικεί' μηδέν είβίτω κακόν (G. I. L. 4, 733 = 50Kaibel, Epigramm ata graeca nr. 1138; mehrsiehe bei Zangemeister z. d. Inscbr.) ist, nurist für 'Sohn des Zeus eingesetzt 'Enkel desSilvanus und der Segenswunsch für den Ge-nius des römischen Volkes hinzugefügt. Diesist nach Bormann durch die Annahme zu er-klären, dafs sich die Inschrift auf Commodus bezieht, der hier ak Hercules Invictus Sanctusauftritt. Das oben erwähnte, auf die Umge-staltung des Kolosses des Nero bezügliche soSpottepigramm ist eine Parodie auf die derInschrift zu Grunde liegenden Verse. Hercules-Commodus ist auf den oben angeführten Mün-zen mit dem Namen des Hercules Commodianuszugleich als Genius, mit Füllhorn und Opfer-schale opfernd, abgebildet. Schwierigkeitenmacht die Erklärung der Bezeichnung desHercules-Commodus als Enkel des Silvanus.

Bormann hebt hervor, dafs nach dem Zeug-nisse der Inschriften Silvanus der Patron derGladiatoren, wenigstens zu Commodus Zeit undin Rom bei seinen Banden gewesen sei (s. G.I. L. 6, 631. 632, in letzterer Inschrift helfetes Silvanum Augustum familia restituit; vgl·Uenzen zu 632); nun war Commodus stolz amseine Tüchtigkeit als Gladiator (vgl. Schiller,Gesch. d. röm. Kaiserzeit 1 S. 661 f.), und aufdiese geht nach dem oben Angeführten auchseine Verehrung als Hercules zurück; so er-scheine die Anknüpfung an Silvanus nicht un-erklärlich. Mommsen {Arch. Ztg. a. a. 0. S. 43)ist mit der Beziehung der Inschrift auf Com-modus einverstanden, erklärt sich aber gegendie Ansicht, dafs die Herkunft des als Her-cules geltenden Kaisers von der des Herculeshätte verschieden gedacht werden können; esmüsse vielmehr eine Sage gegeben haben,nach der die Mutter des Hercules eine Tochterdes Silvanus war. Es wäre aber sehr wohldenkbar, dafs Commodus bei seinen wahn-witzigen Ideen als Hercules sich als Enkel desSchutzpatrons der Gladiatoren betrachtet wissenwollte. Nach Bormann {Bull. a. a. 0. S. 44)könnte man vermuten, dafs der Altar demSilvanusheiligtume jener kaiserlichen Gladia-toren angehört habe.

Albinus macht mit der Münze: F0B1+'TVDO AVG. INVICTA, Bild des Hercules,der eine Kugel hält (Eckhel 7 S. 164. Cohei 1 ,Albin, 15), den Anfang einer Reihe ganz ver-wandter Münzdarstellungen, in denen späterhindie Kaiser ihre in der Legende genannte Virtusdnrch verschiedene Herculesbilder feiern, s ·Gordianus III. Pius, Gallienus, Postumus, Victo-rinus Vater, Aurelianus, Vabalathus, Tacitus ,Probus, Carus, Numerianus, Carinus , Diocletia-nus , Maximianus , Carausius , Constautius LChlorus, Galerius .

Septimius Severus zollte auch nac 1seiner Erhebung auf den Kaiserthron den Haupt-göttern seiner Vaterstadt Leptis Magna , demphönicischen Hercules und BacchusVer-ehrung. Mit den Beischriften HI PAPPI! uQBIS AVSPICIB(VS) sind beide zusammenunter den Bildern des griechischen Herakieund Bacchus auf seinen Münzen abgebild®{Di patrii: Cohen, Septime Severe 500j D lauspicibus: Eclchel 7 S. 171. Cohen 73 75 . 46 ·501503. Erohner S. 155, der aus den Münzevon Leptis , auf denen die beiden Götter dagestellt sind, erweist, dafs Hercules und Bachus die Hauptgottheiten dieser Stadt vvaron,vgl. die Münzen Eckhel a. a. 0. Cohen , 0mit der Legende libero Patri und dem ff 1 '.des Bacchus); beide Götter sind auch mitBeischrift Cos. III. (d. i. im Jahre 204 n. Ohr.;ludos saecul(ares) fec(it) auf den Münzen agebildet (Eckhel S. 185. Cohen 71 f. . 4964J»bund mit derselben Legende findet sich ein vSeverus dem Hercules und Bacchus

brachtes Opfer dargestellt {Eclchel 1

0. Cohef

_ {UZ/UUfl'Cl- iv. kj. - .

495); die Dii patrii und auspices des Septi-mius Severus erscheinen hier als Hauptgott'heiten der ludi saeculares. Eine andere Mün zeohne diesbezügliche Legende zeigt Herculeszwischen zwei Schlangen in einem Tempel mit