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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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3007 Hercules O 3 · d. ital . Völkern)

erwähnte Basis in Form einer Keule, welcheBrunn (Bull. d. inst. 1858 S. 77 f.) in derKirche S. Restituta in Sora sah. In Casi-num ist die oben in Abschnitt IVc (Herculestunicatus) beschriebene archaische Hercules-statuette gefunden worden; v. Duhn (a. obena. 0. S. 73) erklärt dieselbe mit den zugleichgefundenen Aes-grave-Stücken als einen Teilder stipes sacra eines Herculesheiligtums inCasinum. An der Stelle derselben Stadt isteine späte Widmungsinschrift an HerculesSanctus gefunden worden ( G. I. L. 10, 5160aus d. J. 184 n. Chr.). In einem FragmenteCiceros bei Nonius S. 283 f. s. v. duci (M. Tüll.Cie. ad Caesarem iun. cpist. lib. I. fr. 7 S. 41Bait.-Kays.) wird ein Hercules Antianuserwähnt; das Bild stammte wohl von Antium,Urlichs ( Archäol. Analekten. XVIII. Progr desv. Wagnerschen Kunstinstituts. Würzb. 1885S. 18) vermutet in ihm ein Werk altitalischerKunst.

e) Ein Herculeskult der Aurunker zuFundi würde sich aus Porphyrio zu Hör., epist.1, 1, 4 (v. 4 f.: Veianius armis | Herculis adpostem fixis latet abditus agro) S. 371 H. 268 M.:Veianius nobilis gladiator post multas palmasconsecratis Herculi Fundano armis sicis inagellum se contulit ergeben, wenn diese Angabedurchaus zuverlässig wäre.

f) Im Lande der Marser ist am Fuciner-see eine Anzahl von alten, der italischen Kunst-fertigkeit angehörenden Votivbildern des Her-cules gefunden worden ( Helbig im Bull. d. inst.1866 S. 67). Ungefähr aus derselben Gegend(Trasacco [= Supinum] atn Fucinersee) ist diespäte Inschrift C. I. L. 9, 3857 mit der Er-wähnung von magistri Herculis.

g) Einen Herculeskult der Paeligner lernenwir aus der alten, bei Molina gefundenen In-schrift oben Sp. 2254, 66 ff. kennen.

h) In dem Lande der Vestiner wird Her-culeskultus bezeugt für den Pagus Fificu-lanus durch die alte, bei Darbringung derdecima gesetzte Weihinschrift des Aufidius ausBazzano, C. I. L. 1, 1290 = 9, 3569, s. überdieselbe oben Abschnitt III. Derselben Gegendgehört eine Inschrift an, in welcher sichiuvenes Fificulani Herculis cultores nennen ( C .I. L. 9, 3578); vgl. auch die aus dem benach-barten Aufinum stammende Inschrift C. I. L. 9, 3383 eines collegium Herculis. Wichtigerals diese Inschriften ist die folgende sehr alte,bei Navelli (zwischen Peltuinum und Aufinum)gefundene (s. oben Sp. 2255, 8 ff. und Ab-schnitt Va): T. Vetio duno didet Herclo Ioviobrat data (C. I. L. 9, 3414 mit InterpretationBüchelers, der nicht zu entscheiden wagt, obdie Inschrift in oskischer oder vestinischerSprache abgefafst ist: f Vettius remuneraturHerculem qui lucrum dederat; frühere Litte-ratur: D. Guidobaldi, Intorno una iscrizionearcaica di T. Vezio con ricerche su VErcoleGiovio e sui brato o erba Sabina e sua naturae simbolica. Napoli 1864 [mit Faksimile derInschrift], Uenzen im Bull. d. inst. 1865 S. 36 ff.Corssen, Zum sabellischen Dialekt. Die Inschriftvon Navelli in Ztschr. f. vgl. Spr.-Forsch. 15,1866 S. 241 ff.); denn sie hat noch das An-

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denken an das Verhältnis des Hercules-Geniuszu luppiter bewahrt und ist als ein Zeugnisuralten vestinischen Herculesdienstes zu be-trachten.

i) Aus Picenum, aus der Nähe von Ha-dria, haben wir die Inschrift C. I. L. 9, 6052Q. Ofillius C. f. Buf(us) Sex. Calidenus K. f.Q. η. T. Temonius T. I. Flac(cus) magfistri)aed(em) Her(culis) d(e) v(ici) s(citu) fac(iendam)ping(endam) c(oeraverunt) eisdemqiue) pr(oba-verunt) Gn. Pompeio M. Licinio cos. iter(um),also i. J. 699/55.

k) Bei den Umbrern haben sich bis jetztkeine Spuren von Herculeskultus gefunden.Falls solche für die älteren Zeiten überhauptnicht zu Tage treten sollten, böte sich hierfürvon selbst die Erklärung, dafs in die Abge-schiedenheit des Landes der griechische He-rakles nicht drang und folglich kein einheimi-scher Gott durch ihn verdeckt werden konnte,wie denn in der Haupturkunde der umbrischenReligion, in den iguvinischen Tafeln, nur na-tional - umbrische, keine fremden Gottheitenerscheinen.

l) Bei den Faliskern scheint am LacusCiminius ein alter Herculeskult bestandenzu haben, wie oben Abschnitt VI auseinander-gesetzt ist. In das Gebiet desselben Stammesgehört wohl eine auf dem Monte Mosino beiScrofano gefundene Widmungsinschrift an lup-piter Tonans und Hercules Musinus ( G. I.L.11, 3778; wegen der Namensähnlichkeit willNibby [s. Bormann z. d. Inschr.] an den MonsMusinus die von Plin., n. li. 2, 211 erwähntenarae Muciae versetzen: ad aras Mucias inVeiente et apud Tusculanum et in silva Ciminialoca sunt, in quibus in terram depacta non ex-trahuntur [s. z. d. Stelle oben Abschnitt VI]).

m) Dafs bei den Oskern Hercules seit alterZeit ein viel verehrter Gott war, ergiebt sichzunächst aus derWeihinschrift von Agnone (s. die Angaben oben Sp. 2255, 27 ff), auf wel-cher Hercules mit dem Beinamen kerriiuis =genialis (s. Sp. 2258, 11 ff.) in einem Vereinaltoskischer, ländlicher Gottheiten, die in einemHeiligtume zusammen verehrt werden (s .Momm-sen in Ann. d. inst. 20, 1848 S. 428 f. undUnterital. Dial. S. 138 ff.), erscheint. EinHerculesheiligtum lag auf der Grenzscheidevon Nola und Abella. In dem Bundesver-trage beider Städte, auf dem sog. cippus Abel-lanus (s. die Angaben oben Sp. 2255, 15 ff.),werden an dieses Heiligtum, das beiden Ge-meinden gemeinschaftlich zugehört, die Bestim-mungen des Vertrages angeknüpft (s. besondersMommsen, Unterital. Dial. S. 126 ff. und Ph.Fd. Huschke, Die osk. und sabell. Sprachdenk-mäler. Elberfeld 1856 S. 53 ff.). Andere aufHercules bezügliche Inschriften in oskischerSprache s. oben Sp. 2255, 23 ff. 33 ff. Aufoskischem Gebiete, in Campanien finden sichauch, wie oben Sp. 2275, 52 ff. ausführlich ent-wickelt worden ist, Spuren des italischen Her-cules-Cacus-Mythus .

n) In Campanien wie auch in Unterita-lien und Sicilien sind aber offenbar im Zu-sammenhänge mit der frühen Besiedelung durchGriechen frühzeitig Kulte des griechischen He-

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