Keleutheiai
Kenchreios
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er der Göttin drei, von einander getrenntstehende Tempel gestiftet, Paus. 3,12,4. [Höfer.]Keleutheiai, vgl. Hesych. KeXsv&slag rasJroifsJi'ons Saigovag. Gemeint scheinen alsoweibliche Dämonen, die svoSioi waren, wiez. B. Hekate, und ihr aus den Seelen der Ver-storbenen bestehendes Gefolge. Vgl. auch die„dii penates et viales (— animales) bei Serv.z. Verg. A. 3, 168 und Labeo daselbst, sowiedie di Bivii, Trivii u. Quadrivii der römischenInschriften. [Roscher.]
Keleutor (KsXsvtioq), Sohn des Agrios inKalydon, der mit seinen Brüdern ihrem OheimOineus die Herrschaft nahm und dem Agriosgab. Dafür wurden sie von dem aus Argos kommenden Diomedes, dem Enkel des Oineus,getötet, mit Ausnahme von Onchestos undThersites, Apollod. 1, 8, 6. Paus. 2, 25, 2.Hyg. f. 175, s. Agrios nr. 6. [Stoll.]
Kelkaia (KslzaCa), Beiname der Artemis inAttica, Arrian. 7, 19, 2. G. I. G. 1947. \Anecd.var. Gr. et Lat. edd. Schoell et Studemund 1p. 270. Correspondance inedite du comte deCaylus avec le P. Paciaudi 1 p. LXVIf. Drexler.]Petersen, Die drcigestaltige Hekate, arch. epigr.Mitt. aus Österr. 5 (1880), 21ff. handelt aus-führlich über dieses Epitheton der Artemis und vermutet, dafs das von Arrian. a. a. 0.erwähnte rrjg Agziu/dog zd sSog, das vonXerxes nach Susa entführt und von Alexanderdem Grofsen wieder nach Athen zurück-geschickt worden war, das älteste athenischeBild der Artemis Brauronia und dafs diesemit der Artemis Kelkaia identisch sei. EinIlekataion der Sammlung Modena in Wien (abgebildet arch. epigr. Mitt. aus Österr. 4Tat'. 5, 1), nach Mommsen (C. I. L. 3, 3156a)dalmatinischer Herkunft, trägt die WidmungDeanae Celceitidi Flavius Silvanus pos. —Petersen a. a. 0., vgl. 9, 63, erklärt diese alsHekate gebildete Diana Celceitis für dieselbeGöttin wie die Kelkaia. Ein Tempel derArtemis Kelkaia (Kshuxiov) findet sich aufeiner Inschrift aus Nikopolis (Epeiros) isga-oaysvrjv xij iv KsX%aim, Arch. epigr. Mitt.aus Österr. 14' (1890), 113 nr. 1. [Eine Dar-stellung der Artemis Kelkaia haben wir viel-leicht auf einer im Mus. Sanclement. Num.Sei. 2 p. 183 Tab. 19, 118 mitgeteiltenMünze des Trajan zu sehen: ATTOK TPAIA-NOC, Caput Traiani cum chlamyde ad pectus,lis. TT6AK6A Diana venatricis habitu, d. telume pharetra depromens, laeva extenta arcumgestans, ad pectus canis venaticus. AE. min.Es liegt die Vermutung nahe, dafs San de-mente falsch TT6AK6A statt KOAKGA gelesenhat. Drexler.] [Höfer.]
Kelmis (KiXgig, der Heizer, der Schmelzer?),einer der idäisehen Daktylen, Phoronis b. Schol.AP- Bh. 1, 1129 . Sophokles (fr. 336 Nauck)b. Zenob. 4, 80. C. I. Gr. 2374. Strab. 10, 473.Giern. Al. Strom. 1, 75. Hesych. s. v. — Plut-arch. Prov. Alex, sagt, dafs Kelmis im Ida dassprödeste Eisen bearbeitete. In der korruptenStelle des Zenob. scheint gesagt zu sein, dafsKelmis im troischen Ida in hartes Eisen ver-wandelt worden sei, weil er die Mutter Rheaübermütig behandelt hatte. Hach Ov. Met.
4, 282 war Kelmis ein treuer Pfleger undFreund dos kleinen Zeus, wurde aber spätervon ihm wegen irgend eines Vergehens ineinen harten Diamant verwandelt. Nonn. Dion.14, 39. 23, 156 nennt ihn einen Teichinen, Lob.,Aglaoph. 2, 1177. 1181. Schivenek, Andeutungen172. Preller, Gr. Myth. 1, 544, 2. [ Kremmer,
De catalogis heurematum. Leipzig 1890. S. 29.31. Roscher.] [Stoll.] Bei Nonn. Dionys. 14,39. 21, 195. 23, 156. 37, 164. 263. 290. 306.334. 346. 452. 471 liest man gewöhnlich ΣκέΧ-gig statt ΚέΧμις. Nach Hesych. bedeutet ΚεΧμίς ·παιςη Χύκι&ον. Von Leuten, die sich und ihrerKraft allzuviel zutrauten, gebrauchte man dasSprichwort KiXgig εν οιό'ήρω Plut. a. a. 0.Zenob. 4, 80. Prellioite, Die Teichinen beiBezzenberger, Beiträge 15, 154 Anm leitetden Namen KiXgig von indogerm. *kelmos(nhd. Helm) = 'Helmschmied’ ab. Vgl. obenKelbidas. [Höfer.]
Keltine ( ΚεΧτίνη ), s. Keltos.
Kelto (ΚεΧτώ), s. Keltos. [Stoll.]
Keltos ( ΚεΧτός ), 1) Sohn des Herakles, dener mit Keltine, der Tochter des Bretannos, imKeltenlande zeugte, als er auf der Rückkehrvon Erytheia begriffen war. Das keltischeLand erhielt seinen Namen von Keltos, Parthen.30. Nach Et. M. s. v. ΚεΧτοί zeugte Herakles den Keltos mit Kelto , der Tochter des Bretan-nos. Bei seinem Abzug hinterliefs er derKelto seinen Bogen, mit dem Befehle, wennihr Kind ein Sohn sein werde, solle er Königwerden, sobald er den Bogen spannen könne...Ebendaselbst heifst Keltos, nach welchem dasKeltenland benannt war, Sohn des Herakles und der Sterope, der Tochter des Atlas. —2) ΚέΧτος, ein Phrygier, Sohn des Meges,Enkel des Dymas, zugleich mit Eubios vonPeriboia an den Ufern des Sangarios (vgl. II.16, 719) geboren, vor Troja mit seinem Zwillings-bruder von Neoptolemos erlegt, Quint. Sm.7, 611. [Stoll.]
Kelusa (ΚήΧονβα), von Poseidon Mutter despeloponnesischen Flufsgottes Asopos, Paus. 2,12, 5. [Stoll.]
Kenaios (Κηνα tos), 1) Sohn des Euphorionoder des Elephoros, nach dem das VorgebirgeKenaion auf Euboia benannt sein soll, schol.Soph. Trach. 237. — 2) Beiname des Zeus von diesem Vorgebirge, wo ihm Herakleseinen Altar (Κηναία κρηπ'ις βωμών, Soph.Trach. 993) errichtet hatte ( Apollod■ 2, 7, 7;vgl. Soph. Trach. 753 f.) Aesch. fr. 29 =Strabo 10, 447. Soph. Trach. 238. Skylaxperipl. p. 51 Gronov. Suhl. s. v. Κηναίος.[Anecdota varia Gr. et Lat. edd. Schoell etStudemund 1 p. 265. 266. 274. Drexler.]Ovid Met. 9, 136. Bei Steph. Byz. s. v. Κάναι(Kavalog Zsvg ον μόνον άπό τον Kavaiov ,άΧΧα και άπό τής Κάνης) scheint Kavalog diedorische Form für Κηναΐος zu sein. Kurzvor seinem Tode opferte Herakles dem Zeus auf dem Kenaion, Soph. Trach. 287. Diod.4, 37. 38; Tzetz. Lyk. 50. 51. p. 348; vgL dievon Stephani, Compte rendu 1869 180 angeführ-ten Stellen und die Darstellung des OpfersBd. 1 Sp. 2235 Z. 55ff. [Höfer.]
Kenchreios (Κέγχρειος), 1) Flui'sgott, er-33*
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