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Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
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gestiftet haben soll, Lex. Bhetor. bei Bekker,Anecd, 1, 283, 22ff. Der Beiname Naios (vgl.Nu£u, Naig, Naiag, ναρός) bezeichnet den Zeusals Gott der Feuchtigkeit und der aus dieserentspringenden Fruchtbarkeit; vgl. Schol. Hom.11. 16,233 b δε Αωδωναΐος κα'ι NaCog: νδρηΧάγάρ τά εκεί χωρία.. Bei Hesych. ΑωδωνενςZsvg' 6 avrog και δϊος will man für δΐορlesen νάιο s; ähnlich bezeichnet Apollodor beiSteph. Byz. s. v. Αωδώνη p. 249 Zeus Αωδω-vaiog als den Gott, der δίδωσιν ήμΐν ταάγα&ά. Von dem Gebirge Tmaros oder To-maros, an dessen Fufse das Orakel des Zeus lag, sagt Theopompos bei Plin. hist. nat. 4, 2Tomarus mons centum fontibus circa radi-ces celebratus. Den ain Fufse des Berges ge-legenen Zeustempel hat Carapanos (Dodoneet ses ruines) entdeckt; aufser vielen Wid-mungen, die dem Au Ναϊοι oder Ναΐω oderΝά oi oder Νάω (Carapanos a. a. 0. 40, 2. 3.41, 5. 6. 43, 9. 10. 11. 44, 12. 13. 14; vgl. Corr.hell. 1, 253) oder All Νάον (!) ««1 Αιώνα, diemit Zeus in Dodona ovvvaog war ( Strabo 7, 329),oder All Ναΐω Αιώνΐ} (ebenda 45, 16. 47, 18) dar-gebracht sind, haben sich eine grofse AnzahlBleiplättchen gefunden, welche Fragen anΖενς Νάιο g und Αιώνα enthalten; sie findensich bei Carapanos a. a. 0. 6983. 0. Hoffmannbei Collitz, Dialektinschriften 2, 15571597.Bezzenberger, Beiträge 12, 186. 188. 207ff.Pomtow, Fleckeisens Jahrb. 1883, 305360.Ein dodonaiisches Orakel befahl τω All τφ Ναΐω(nach Buttmanns Verbesserung) άπάγειν τρειςßovg καί προς εκάστω δυο olg, Demosth. inMidiam 15 p. 531 e; vgl. Buttmann in derAusgabe der Midiana Fxeurs 3 p. 123 ff.Der Oberpriester des Zeus N. hiefs ναΐαρχος,Carapanos a. a. O. 56, 8. A. Fick, Bezzen-bergers Beiträge 3 (1879), 282 u. 29, 3; die demGotte zu Ehren gefeierten Festspiele Nata( Näa ), C. I. G. 2, 2908, 15 p. 531 e, und inschrift-lich sind άγωνο&έται bezeugt, Carapanos 45,16. 64, 21. Fick a. a. 0. Corr. hell. 1, 294, 89.Auf epeirotischen Münzen ist der eichen-bekränzte Kopf des Zeus allein oder nebendem der Dione dargestellt, Head, Hist. num.274f. v. Schlosser, Beschreib, der altgriech.Münzen der kulturhistor. Sammlung d. allerh.Kaiserhauses 71, 4 ff. Nach dem Lex. Bhetor. beiBekker a. a. 0. 283, 13 gab es auch auf Delos einen Kult des Zeus N. , und auch auf derAkropolis in Athen scheint ein solcherexistiert zu haben, A ελτίον άρχαιολ. 6 (1890),144. Vgl. Gruppe, Griech. Myth. u. Beligions-gescliichte 353 ff. 0. Jahn, Arch. Ztg. 1848, 303.Overbeck, Kunstmythol. Zeus 223 und denArtikel Zeus . [Höfer.]

Kais {Naig), 1) tanzende Bakchantin auf einemschwarzfigurigen Krater, Heydemann, Satyr-und Bakchennamen 28 x. C. I. G. 4, 7460.[Dumont et Chaplain, Les ceramiques de laGrece propre 1 p. 278, Litteratur daselbstAnm. 2. Drexler.] Vgl. Naia. 2) S. Nymphae.

[Höfer.]

Naissati (Dativ), topischer Beiname desMercurius auf einer in Zukovac bei Knjazevac(Moesia super.) gefundenen Votivinschrift, C.I. Ij. 3 Suppl. nr. 8260: Mercurio Nais-

sati (überliefert wird NAIISATI) ClaudiaPlotina ex voto . . . pos(uit). Benanntnach der Stadt Naissus (heute Nis). [M. Ihm,]Nakole (Νακόλη), eine Nymphe, nach wel-cher die Stadt Nakoleia oder Nakolaion inPhrygien (am Sangarios ) genannt sein sollte,Steph. Byz. s. v. ΝακόΧεια. Vgl. Nakolos. [Stoll.]Nakolos ( Νάκολος ), Sohn des Daskylos(wahrscheinlich des mit Herakles befreundetenKönigs der Mariandyner, s. Daskylos nr. 1),nach welchem die phrygische Stadt Nakoleiabenannt sein sollte, Steph. Byz. s. v. ΝακόΧεια.Vgl. Nakole. [Wagner.]

Nakrasos s. Narasos.

Kaiiiausicae, Beiname derMatres (s. d.) auf derkeltischen Inschrift von Nemausus C. I. L. 12,p. 383 u. add. p. 833 (= Bonn . Jahrb. 83 p. 122nr. 115, vgl. p. 9f.) Γαρταβος{ί) ΙΧΧανουιακοςδεδε Ματρεβο Ναμαυοικαβο ( dedit MatribusNamausicabus) βρατονδε. Mit unzureichendenGründen erklärt II. dArbois de Jubainvüle(Revue celtique 1890 p. 250ff.) die Sprachedieser Inschrift für Latein; auch Siebourg,Westdeutsche Zeitschr. 1888 p. 115 sieht inδεδε Ματρεβο Ναμαναικαβο lateinische Formenin keltischer Aussprache. Zur Endung -abuss. Bücheier, Lat. Deklination (1866) p. 65 undBonn . Jahrb. 83, 32. [M. Ihm.]

Kana {Νάνα, BedeutungMutter nach Hoff-mann, Abh. f. d. Kunde d. Morgenlandes 7,157 fl.),1) Tochter des phrygischen Flufsgottes Sanga-rios, Mutter des Atys in dem Kybelemythus vonPessinus (Arnob. adv. gent. 5, 6 u. 12 p. 178, 12u. 185,11 Beiff. nach einem Schriftsteller Timo-theos). In der Parallelerzählung bei Pausanias (7, 17,11) wird der Name der Sangariostocliternicht genannt (s. unter Agdistis Bd.l Sp. 100).Wahrscheinlich ist hier die kleinasiatische Natur-göttin Nana (s. unten) als Tochter des Strom-gottes in Pessinus lokalisiert und deshalb mitKybele, die ihren Sohn Atys liebt, ursprünglichidentisch (s. unter Kybele Bd. 2 Sp. 1648).

2) Beiname der Artemis auf einer im Piräus gefundenen Weihinschrift römischer Zeit (C. I.A.3, 131), behandelt von Comparetti {Ann. d.Inst. 34, 38ff.), der sie zu dem Metroon imPiräus in Beziehung setzt. [ Michel Giere,Les meteques atheniens. Paris 1893 p. 142 143.]Die Verbindung von Artemis und Nana kehrtwieder in dem berühmten Heiligtum vonElyma'is in Susiana . Dieses war nach Maccab.2, 1, 13 der Navaia geweiht, für welcheJosephus {Ant. 12, 9, 1) bei Wiedererzählungdesselben Ereignisses Artemis einsetzt ( Com-paretti a. a. 0.), vgl. auch Polyb. 31, 11.Diese Navaia ist jedenfalls keine andereals Nanai, die uralte babylonische Göttindes Naturlebens, der Fruchtbarkeit und Zeu-gung, über welche ausführlich handeln Hoff~mann, Auszüge aus syrischen Akten persischerMärtyrer in den Abhandlgn. f. d. Kunde desMorgenl. 7, 130ff 151ff, der auch auf die Ver-wandtschaft mit der armenischen Göttin Nanehinweist [vgl. Geizer, Z. armen. Götterlehre, Ber.üb. d. Verh. d. Kgl. Sächs. Ges. d. W. Ph.-H.Kl.48 (1896) p. 123 f. 137. 146], und F. Meyer unterAstarte Bd. 1 Sp. 645 f. und Gesch. d. Altert. 1,159,164,176. Fr. Lenormant, Artemis Nanaea,

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