Band 
Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
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Nannakos

Naos

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die ihm einen brauchbaren Mafsstab zur Kritikitalisch-griechischer Sagen an die Hand zugeben schien, zweifelhaft bleiben. Er folgerteaus der Festsetzung des Odysseus in Cortona ,Cortona habe Sagen von einem herumziehen-den Helden Nanos, der sich endlich dort an-siedelte, gehabt, und da diese den griechischenvonOdysseus einigermafsen entsprochen hätten,so seien sie mit ihnen zu einem Ganzen ver-bunden worden. Ebenso sei derselbe Held beiHellanikos zum larisäischen PelasgerfürstenNanasgeworden(J?frws£e)'2,281 fi.; vgl. H.Lewy ,Die semitischen Fremdwörter im Griechischen212). [ 8) Keltischer König, Yater derPetta,in der Gründungslegende von Massalia; s.Aristot. εν ττ] Μασααλ. πολιτεία bei Athen .13 p. 576 A (= frgm. 545 [174. p. 276] Didot):ό Νάνο s επιτελών γάμους τής &υγατρός κατάτύχην παραγενύμενον τον Εϋξενον [τον Φωχαέα ]παραχέχληχεν επι την &οίνην. '0 δε γάμοςέγίγνετο τόνδε τον τρόπον έδει μετά το δεί-πνον είαελ&οΰσαν την παίδα φιάλην χεχερασ-μένην ω βονλοιτο δούναι των παρόντων μνηστή-ρων, ω δε δοίη τούτον είναι ννμφίον. ή δε παϊςείαελ&ουοα δίδωαιν . . . τώ Εΰμένφ. Daraufnimmt die Königstochter, welche ursprünglichPetta hiei's, den Namen 'Αριστομένη an, und ausder Ehe geht Protos(-isi), der Stammvater der'Protiaden und Gründer von Massalia ( Blut.Sol. 2: Πρώτις, οικιστής Μασσαλίας υπό Κελ-τών τών περί τον Ροδανόν άγαπη&είς), hervor.Vgl. Dümmler im Bhilologus N. P. X (.1897)20 f., der wohl mit Recht die ganze Geschichteals Sage auffasst. Roscher.] [Wagner.]Nannakos (Νάνναχος undΑνναχόςΊ) , einalter König von Phrygien vor Deukalion, derdie Deukalionische Plut vorauswufste und des-halb alle ins Heiligtum führte und mit vielenThränen (um Abwendung der Gefahr) flehte.Daraus sei das Sprichwort τά Ναννάχου χλαν-αομαι entstanden ( Hermogenes εν Φρνγίοις beiZenob. 6, 10. Suid. s. v. τά Ναννάχου χλαύ-σομαι und Νάνναχος). Der älteste Zeuge für dasSprichwort ist Herondas 3, 10 τον μια&όν αιτεί,χήν τά Ναννάχου χλανσω (ινα τά Ναννάχουχλαύση bei Zenoh. 6, 10). Nach Steph. Byz.s. v. Ίχόνιον warΑνναχός (von Meineke inΝανναχός verbessert) ein Phryger, der über300 Jahre lebte. Die Umwohnenden hattendurch einen Orakelspruch erfahren, dafs siealle umkommen würden, wenn er stürbe. Des-halb erhoben sie grofse Wehklagen, woherdas Sprichwort kam τά επίΑνναχοϋ χλαΰαειν,επι τών λίαν ο Ιχτιζομένων. Das Orakel gingin Erfüllung, als die Deukalionische Pluthereinbrach. Nachdem sich die Flut verlaufen,bildete Prometheus auf Befehl des Zeus wiederMenschen, und von diesen είχόνες bekamIkonion seinen Namen. Auch für längst ver-gangene Dinge erhielt der Name des Nanna-kos sprichwörtliche Bedeutung {επι τών οφόδραπαλαιών χαϊ αρχαίων): από Ναννάχου ( Macar .2, 23. Suid. s. ν. Νάνναχος), τά έπί Ναννάχου(, Macar . 8, 4), τά άπό Ναννάχου {Τνανναχουταυτα, Apostol. 15, 100), Ναννάχου παλαιότερος(zu Zenob. 6, 10), τά Ναννάχου ( Crusius , Anal ,crit. ad paroem. Graec. 58). Uber den Namenvgl. Buttmann, Mythologus 1, 176. O. Jahn,

Archäol. Beitr. 376. Hoff'mann, Äbh. f. d. Kundedes Morgenlandes 7, 157. [ii. Meister, DieMimiamben des Herondas , Abh. d. Sachs. Ges. d.

W. ph.-h. CI. Bd. 13 nr. 7 p. 690 (80). Kretschmer,Kinl. in die Gesch. d. griech. Sprache p. 356. |Über Zusammenstellung des Annakos mit dem {biblischen Hanokh s. Dillmann, Genesis 6. A.p. 115. Babeion, Melanges numismatiquesl e sdr. 1892 p. 171.] Battmann erkennt inder Sage Reste eines asiatischen Mythusüber die Zeit vor der Sintflut; und in derThat läfst die auffällig häufige Anwendung inSprichwörtern auf eine volkstümliche Sageschliefsen, von der uns nur Bruchstücke er-halten sind. Vgl. Head, H. N. 558. Welcher(Griech. Götterl. 1, 777) zieht eine litthauischeSage zum Vergleich heran. [Wagner.]

Nannar (Nanuaru, Nanniru),der Erleuchter

( Tiele, Hist. comp, des anc. relig. de VKgypteet des peuples semitiques p. 198 f. Babylonisch-assyr. Gesch. 1 p. 523 Anm. 2. Geschichte derIieligion im Altertum 1 p. 166), der Mondgottvon Ur in Südbabylonien, Winckler, GeschichteBabyloniens u. Assyriens p. 25. 27 Anm*. 47.Ziemlich unwahrscheinlich wollen ihn Kr.Lenormant (Kssai de commentaire des fragmcntscosmoyoniques de Berose p. 9697) und Sayce (Lectures on the origin and growth of religionas illustrated by the religion of the ancientBabylonians 2' 1 ed. p. 157 159, vgl. Maspero , ,Hist, anc ._ des peuples de 1Orient classique. Desorigines Kgypte et Chaldee p. 654 Anm. 5) wieder-finden in dem Ndvagos einer von NicolausDamascenus fr. 10 (K. H. Gr. 3 p. 359363 ed.Müller) aus Ktesias (fr. 52 Müller), der ihn"Avvagog nennt, entlehnten persischen Sage.Navagas ist hier ein weichlicher Satrap vonBabylon unter der Botmäfsigkeit eines inedi-schen Königs Artaios. Er bemächtigt sichauf hinterlistige Weise des tapferen PersersParsondas, der nach seiner Satrapie getrachtetund ihn einen weibischen Mann genannt hat,läfst ihn in weiblicher Kleidung unter seineZitherspielerinnen stecken und hält ihn siebenJahre lang in schimpflicher Gefangenschaft, ausder Parsondas erst durch ein Machtwort desKönigs erlöst wird. [Drexler.]

Nanos s. Nanas 2.

Nantosuelta, Beiname des dens Sucellus ineiner Inschrift von Saarburg , Korrespondenzll.d. Wcstd. Z. 1895 p. 229. Bev. celt. 1896 p. 46.Berl.philol. Wochenschr. 1896 Sp. 606 (Nautosv.V).

[Drexler.]

Nao? (Naiö oder Bacol), Name einer Nereideauf einer Vase (C. I. Gr. 8354). Vgl. O. Jahn,Vasensammlung in München p. CXVII, 858.

[Roscher.]

Naoklos (Ndoxlo s), Sohn des Kodros, Oikistvon Teos, Baus. 7, 3, 6; bei Strabon 14, 633heifst er Navxlog und natürlicher Sohn desKodros, vgl. Toepffer, Attische Geneal. 234, 2.

[Höfer.]

Naos (Naos), ein Urenkel des Eumolposvon Eleusis , der auf Geheifs des delphischenOrakels die eleusinischen Weihen der Demeternach Pheneos in Arkadien gebracht habensollte, während nach einer pheneatischen Sagebereits vor der Ankunft des Naos Demeter

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