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selbst auf ihrer Wanderung nach Pheneos ge-kommen war, Paus. 8, 15,1 u. 3. Offenbar hattealso liier von alters her der Kultus der De-meter bestanden und war erst später mit denFormen des eleusinischen Gottesdienstes aus-gestattet worden. Vgl. Preller, Demeter u. Pers.168. Gerhard, Oriech. Myth . 1 § 411, 3. Preller-Bobert, Griech. Myth , l 4 , 748 f., und über denarkadischen Kultus der eleusinischen DemeterTop ff er, Att. Geneal. 102 f. Immerwahr, Kulteund Mythen Arkadiens 1, 122 f. Der NameNaos könnte darauf hindeuten, dafs damitdie Erbauung eines neuen Tempels verbundenwar. [Wagner.]
Napaiai (Nunaiai), die Nymphen der Wald-thäler (vaitai), s. Nymphen. [Stoll.]
Napaios (Nanaiog), 1) eiu Satyr, der dem Dio-nysos gegen die Inder folgte, Nonn. Dion. 14,107. — 2) Beiname des Apollon von der StadtNape auf Lesbos , Steph. Byz. Ndnrj. [NachWanoick Wroth Catalogue of the Greek coinsof Troas, Aeolis and Lesbos p. LXX1X u. f.wird das alte Orakel des Apollon Nanaiogauf Lesbos erwähnt vom Scholiasten zu Aristoph.Wolken 144; das Heiligtum des Gottes wirdgefunden in den Ruinen zu Kolumdado süd-östlich von Methvmna ( Koldewey, Lesbos p. 35f.p. 45 f.). Eine Münze von Nape aus dem4. vorclir. Jahrh. zeigt im Obv. das belorbeerteHaupt des Apollon, im Rev. Eule und Astra-galos, Imhoof, Monn. Gr. p. 280 pl. E, 32.Head, II. N. p. 488. Vgl. auch Minervini,Uracolo di Orfeo e delV Apollo Napeo in Lesbo :vaso dipinto di fabbrica nolana, Bull. arch.napdlit. n. s. 6 (1857/58) p. 33 — 39 Tav. 4Fig. l. 2. Drexler.) [Der Beiname bezeichnetden Gott als Gott der Weidetrift = vopiog-,vgl. Macrob. 1, 17, 43. Höfer.] [Stoll.]
Nape (Ndnrj), Hund des Aktaion ( Ov. Met.3, 214. Hyg. f. 181. [Roscher.]
Napes (Nangg), ein Nachkomme des Skythes,ein kriegerischer König der Skythen , von wel-chem die skythischen Ndnai ihren Namenhatten, während nach seinem Bruder Palosdie skythischen Dulot benannt waren. IhreNachkommen dehnten die Herrschaft der Sky-then über den Tanais bis nach Thrakien aus,Diod 2, 43. Die Ndnai waren identisch mitden skythischen Napaei ( Plin. n. h. 6, 19. Amm.Mare. 22. 8, 33); vgl. auch Steph. Byz. s. v.Ndnig. Marquart, Philologus 54 (1895), 520.
[Wagner.]
Narasos, (Nagaoog), Beiname des Zeus aufInschriften aus dem Tempel des Zeus Pana-maros in Panamara (Karien ), Corr. hell. 12(1888), 83, 8 Z. 7. 9 Z. 8. 86 Z. 17. 88 Z. 7.Danach ist auch in der Inschrift aus Strato-nikeii ( C. I. G. 2, 2720, wo Boeckh statt zhogNagcoov lesen wollte JVa [«]pc(aor) in Anlehnungan cie lydische Stadt Nakrasa, die LesartNtxgcßov beizubehalten. [Höfer.]
Naria dea, bekannt durch zwei Inschriftender Schweiz . Die eine steht auf der Basis einerbromenen Statuette, welche eine bekleideteFrau darstellt (gef. in Muri bei Bern ): DeaeNar.ae reg(io) Arure(nsis) cur(ante)Ferot(e) l(iberto) ( Mommsen, Inscr. Helo. 216.Hagm, Prodromus novae inscr. Ilelv. syll. nr.
113. C. I. L. XIII, 5161. Abbildung bei Studcr,Verzeichn, d. auf d. Museum z. Bern auf bewahrtenAltertümer Taf. 3 nr. 6, vgl. p. 53). Die zweitestammt aus Cressier bei Avenclies und ist ge-widmet Nariae Nousantiae von einemT. Frontin. Hibernus (Mommsen nr. 163 =Hagen nr. 107); auf der Rückseite desselbenAltars steht eine Widmung an Mars, Mommsennr. 162. Der Beiname Nousantia scheintein topischer zu sein. Aus Muri stammtauch die Bronzestatuette der deaArtio (s. o.Bd. I Sp. 608). [M. Ihm ]
Narkaia (Ναρκαία), elischer Beiname derAthene, deren Heiligtum Narkaios (s. d.) grün-dete (Paus. 5, 16, 7). Da unmittelbar vorhersiegreiche Kämpfe des Narkaios erwähnt werden,so wird man an die kriegerische Athene zudenken haben, welche die Feinde erstarrenmacht. [Wagner.]
Narkaios (Ναρκαίος), Sohn des Dionysos und der Heroine Physkoa ans dem DemosOrthia in Koile Elis. Als er herangewachsenwar, bekriegte er die Nachbarn und erwarbgrofse Macht. Er soll das Heiligtum derAthena Narkaia in Elis errichtet und mitPhyskoa zusammen den Dienst des Dionysos in Elis eingeführt haben, Paus. 5, 16, 7. SeinName (Benseler, Eigennamen s. v. übersetzt„Leidenfrost“), von ναρκάν erstarren ( Anthol.9, 617 heifst es von einem kalten Bade Φρίξουκαι Νάρκης οντος τόπος, d. i. Schauer undStarre), deutet vermutlich auf die Sage vomLeiden und Sterben des Dionysos im Winterund erinnert an den ähnlichen des Narkissos(vgl. Preller-Bobert S. 760, 2 und unten Sp. 15);seine Mutter war eine Thyiade. S. unter Phys-koa und Weniger, Das Kollegium der 16 Frauen.Weimar 1883 S. 2. 14 ff. [Weniger.]
Narhe (Νάρκη), das personifizierte Erstarren,zusammen mit Φρίξος, dem personifiziertenSchauer, Anth. Pal. 9, 617, vgl. Horror, Pallor,Pavor. [Höfer.]
Narkissos (Νάρχιοαος). — Litteratur: Fr.Wieseler, Narkissos, Göttingen 1856, wo diegesamte frühere Litter. zusammengetragen ist;seitdem ist nichts Nennenswertes erschienen.
Die Hauptzüge der Sage sind: Narkissos ,ein schöner Jüngling, erblickt im Wasser seinBild, verliebt sich in dasselbe und schwindetm unbefriedigter Sehnsucht dahin; an seinerStelle läfst die Erde eine nach ihm benannteBlume aufspriefsen. So Pausan. 9, 31, 6.Severus narr. 3 (Walz, rhet. gr. 1, 538 oderWestermann , Mythogr. gr. append. p. 378) und,mit ihm meist wörtlich übereinstimmend,Geopon. 9, 24 ed. Niel. Anonym. Vatican. π.άπΐατ. 9; etwas ausführlicher durch Hinzufiigungder Eltern (Kephissos u. Leirioessal und desOrtes (Thespiai ) Eustath. ad II. p. 266, 7 ff. ed.Iiom. (= p. 215 ed. Lips.) u. Eudoc. violar.p. 304 (= p. 502 fab. 697 ed. Flach). Keinewesentlich neuen Züge fügen hinzu Choric.oratt. p. 176 ed. Boiss. Nicephor. progymn. 14bei Walz 1, 440 f. Glaudian, de raptu Proserp.2, 131 ff. Pentadius bei Mtiir, Anth. vet. Lat.epigr. 1 nr. 242 (= Biese,'inth. lat. 1 p. 214