Nanidos
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Naubolos, Vater des Iphitos, Hippasides (nachanderen war Iphitos der Sohn eines Hippasosaus dem Peloponnes , Hyg. a. a. 0.); er nahmden auf der Reise nach Delphi begriffenenLai'os gastlich auf, begleitete ihn und wurdemit ihm von Oidipus erschlagen, Sclmeidewin,Sage r. Oidipus p. 13. Antiphateia, die Gattindes Krisos und Mutter des Strophios, heifstTochter des Naubolos, Sehol. Eurip. Or. 33.Hesiod nennt den alten Naubolos als Vaterder Antiope ( corld. ’Avziuxp ), welche dem Eury-tos Iole gebar (frg . 135 Rzach b. Schol. Soph.Traeh. 266); doch setzte Bentley TLvlmvog Nav-ßoliSao für Ttalcnov Navßoh'Suo auf Grund vonHyg. fab. 14 p. 45 Schm.: Euryti et Antiopes,Pyionis fdiae. Nauboleis war ein altes Städtchenin Phokis, Paus. 10, 33, 12, wo Schubart (ed.l’aus. vol. 2 praef. p. 26) schreiben möchte:olxiazyv svzav&a ysvse&ca cpaal (NavßoXovy<Pc6x ov (für (frcöxov) naida zov Alaxov. —3) Vater des Phaiaken Euryalos (s. Naubolides).
[Wagner.]
Nanklos s. Naoklos.
Naukrate (Navxgäzrf), eine Sklavin des Mi-nos, von Daidalos Mutter des Ikaros (Apollodor.cpit.. 1, 12. Tzetz. Chiliad. 1, 408). [Steuding.]
Naukratites s. Bd. 2 Sp. 2107.
Naulodios (?), vermeintlicher Heros in demEpigramm aus Priene bei Iiaibel, Epiqr. gr.nr. 774. Wie Meister, Jahrb. f. kl. Phil. 1891•S. 167 f. nachweist, ist a. a. 0. Nauloclion, derHafen von Priene, zu verstehen. [Höfer.]
Naupidame (NavniSdu.rO! Posnher vermutetNavaiSäfir], s. unt. Amphidamas Bd. 1 Sp. 304),Tochter des Amphidamas, von Helios Mutterdes Augeias. Hyg. fab. 14 p. 46, 26 Schmidt;s. Augeias. [Stoib]
iS'au pliades ( Navnluidrig) = Palamedes ,Ov. Met. 13, 39. 310. Ibis 617. [Höfer.]
Nauplios ( NavnXiog , vgl. Suid. vuvnXiog'r] f» ftaXczaar/ rrgooSog).
1) Sohn des Poseidon, der zu Nauplia einenTempel hatte (Paus. 2, 38, 2), und der DanaideAmymone , welcher Poseidon die Quellen indem Nauplia gegenüberliegenden Lerna zeigte(Pherekyd. b. Schol. Apoll. Rhod. 4, 1091 und
1, 134. Apollod. 2, 1, 6. 13, vgl. 2, 1, 4, 8. Paus.
2, 38, 2. Hyg. fab. 169). Er war nach Paus.2, 38, 2 der Gründer des uralten Hafenplatzesvon Tiryns (vgl. Strab. 8, 368 und E. Meyer,Gesch. d. Altert. 2, 183ff.), der einst zum See-bund von Kalauria gehörte (Strab. 8, 374),aber bereits im zweiten messenischen Kriegezerstört wurde (Paus. 4, 24, 4 u. 35, 2). Pau -sanias (8, 48, 7) giebt an, dafs die Bewohnervon Nauplia mit Danaos angekommene Ägyp-ter waren und erst drei Generationen später dortvon Nauplios angesiedelt wurden. E. Curtiuserklärte Nauplios und Palamedes für Reprä-sentanten des phoinikischen Einflusses (Rhein .Mus. 7, 455 fF., Feloponn. 2, 391 f.), Bursian er-blickte in ihm einen Helden der Dryoper(s. nr. 2 a. E.); beide aber heben hervor, dafsLage und Sagen der Stadt auf Gründung vonder See aus und auf ursprünglich feindlicheStellung zum Biunenlande hinweisen. — AlsSohn des Nauplios nennt Pherekydes (Schol.Apoll. Rhod. 4, 1091) Damastor, den Grofsvater
Nauplios
des Diktys und Polydektes, Apollonios Rhodios (1, 1341 aber Proitos, den Ahnherrn von Nau-plios 2. Über seine häufige Verwechselungmit Nauplios 2 s. d.
2) Sohn des Iilytoneos, Enkel des Naubolos,stammte im fünften Gliede von Nauplios 1 ab(Apoll. Rhod. 1, 134 ff., daraus Schol. Veron. Verg.Aen. 2, 81. Serv. ed. Lion 2, 312, wo Klytiosfür Iilytoneos steht, ArgonautenverzeichnisSchol. Apoll. Rhod. p. 536 Merkel. NavnXiogKlvzovfjOv t) IIoBsiSmvoQ, ferner Orph. Arg. 202 ff.Hyg. fab. 14 p. 46, 9 Schm.). Er war Argonaut und bewarb sich nach dem Tode des Tipliysmit andern darum, die Argo zu steuern (Apoll.Rliod. 2,896). Nach Tlieon (Schol. Ar.Phaen. 27)entdeckte er als Sternkundiger das eine derBärengestirne. In dem Vergilscholion wirdderselbe Nauplios als Vater des Palamedesbezeichnet, und es liegt in der That nach derChronologie des Epos kein Grund vor, beide,wie bisher geschehen ist, zu trennen, umsomehrals der Vater des Palamedes unzweifelhaft vonNaupliosl abstammte und andre chronologischeAngaben über ihn fehlen. Denn schon vonEuripides (Iph. Aul. 198) und in der gesamtenmythographischen Überlieferung wird derVaterdes Palamedes als Sohn des Poseidon und derAmymone bezeichnet, also mit Nauplios 1identifiziert (Apollod. 2, 1, 5, 13. 2, 7, 4, 3. Hyg.a. a. 0. Schol. Apoll. Rhod. 1. 134. Myth. Vat.
2, 200 f.). Quint. Smyrn. 14, G18). Der chrono-logischen Ünmöglichkeit dieses Ansatzes, aufwelche auch Strabo (8, 368) aufmerksam macht,suchte man dadurch zu entgehen, dafs manihn als «Kxpößiosbezeichnete (Apollod. 2,1,5,13).Seine Gattin war nach den Kosten Philyra,nach Kerkops Hesione (s. u. Hesione 2), nachden Tragikern Klymene, Tochter des Katveus(Apollod. 2, 1, 5, 14); seine Söhne waren Pala-medes, Oiax und Nausimedon (Apollod. 2,1,5,14.
3, 2, 2. 1. ep. 3, 7; vgl. Hyg. fab. 277. Dict. 1, 1.Dar. 18; PalamedesNaupliades genannt Ov.Met.13, 39 u. 310. Ibis 617).
Alle Namen dieser Familie (aufser Palamedes)weisen auf das Meer hin (Lehrs, Arist. 265), undNauplios selbst ist ein Poseidoniscber Heros, indem die unheimlichen Seiten des Schifferlebensverkörpert sind, ein kühner Seefahrer, der seineKunst dazu verwendet, andern Schiffern deni Untergang zu bereiten (nXscov zf\v Q-aXaoaavzotg (fint.nzovüLV ini &avdzcp sn-roGorpoosiApollod. 2, 1, 5, 13), jedenfalls um sie zu be-rauben (vgl. Dio Ghrys. 7 p. 231 R. Steph, Bys.s. v. KayriQsvg). Seine Meerfahrten haben ihnin Verbindung mit verschiedenen Sagen gesetzt,in denen er fast überall eine verhängnisvolleRolle spielt, und mehrfach läfst sich verfolgen,wie er erst nachträglich in die Sagen eingeführtworden ist. Aleos übergab ihm in Tegea seinevon Herakles entehrte Tochter Auge (s. d.), umsie ins Meer zu werfen oder ins Ausland zu ver-kaufen (Apollod. 2, 7, 4, 3). Nauplios bringt siedem Teutbras, mit dem sie sich vermählt(Alcidam. Od. p. 670 Bekleer, jedenfalls nachden Aleadai des Sophokles, s. Welcker, Grie-chische Trag. 1, 406 ff. Apollod. 3, 9, 1, 3.Paus. 8, 48, 7, vgl. Immerwahr, Kulte undMythen Arkadiens 1,63). Nach Diodor (4,33,8 ff.)