Band 
Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
Seite
361-362
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361 Nikephoros

Ägypten stammenden Inschrift des BritishMuseum , H. R. Hall, Greek inscriptions frornEgypt., Classical Review 12 (1898) p. 274ff.nr. I (1207): 'Τπ'ερ βαβιλέως Πτολεμαίον %alβα\αιλίαβηςΑροινόης καί Πτολεμαίου | τοϋ νίονΘεάν Φιλοπατόρων των | εκ Πτολεμαίον κα'ιΒερενίκης Θε\ών Ευεργετών. "Αρηι ΝικηφόρωνΕνάγρωι | Αλέξανδρος ΣυνδαίονΟροαννευς | οΰυναποαταλεις διάδοχος \ Χαριμόρτωι τώι ατρα-τηγώι επϊ \ την &ήραν των ελεφάντων, καιΆπόαοις Μιορβόλλον Έτεννενς | ηγεμών, καιοι νττ αυτόν τεταϊγμένοι στρατιώται. Drexler.]

' ( [Höfer.]

Nikephoros ( Νικηφόρος) 1) als Götterbeinames. Nikephoroi Tbeoi. 2) s. d. Art. Arantas,Nachträge zu Bd. 1 Sp. 2865 Z. 4 ff. [Höfer.]Nikias (Νικίας): Plin. n. h. 7, 196: Fulloniamartem Nicias Megarensis [invenit]. DieserNikias ist wohl eine mythische Person underscheint bei Plinius als der mythische Ver-treter der uralten und bedeutenden Tuchfabri-kation Megaras. Vgl. Blümner, Technologieetc. 1, 98. [Roscher.]

Nikippe (Νικίππη), 1) Tochter des Pelopsund der Hippodameia, Gemahlin des Sthenelos,dem sie Alkyone, Medusa und Eurystheus ge-bar, Apollod. 2, 4, 5, 5. Schob Eurip. Or. 5.Hesiod . bei Schol. II. 19, 116, frg. 120 Rzach.Andere Namen der Gemahlin des Sthenelos s. u.Eurystheus und Heyne, Obss. ad Apollod. a. a. 0. 2) Tochter des Thespios, mit welcher Heraklesden Antimachos zeugte, Apollod. 2, 7, 8, 6.8) Priesterin der Demeter in Dotion, derenGestalt Demeter annahm, um den ihren heili-gen Hain verwüstenden Erysichthon zu warnen,ehe sie ihm als strafende Göttin erschien,Callim. h. in Cer. 43. [Wagner.]

Nikodamas (Νικοδάμας), ein Pygmaie, Anton.Lib. 16. Das Nähere unter Gerana. [Höfer.]Mkodromos (Νικόδρομος), Sohn des Herakles -und der Thespiade Nike (?), Apollod. 2, 7, 8, 4.

[Stoll.]

Nikokreon (Νικοκρέων), König von Salamisauf Kypern, Vater der Arsinoe, Hermesianaxbei. Anton. Lib. 39. Das Nähere unter Anaxa-rete Bd. 1 Sp. 335, lff. [Höfer.]jSikomacllos (Νικόμαχος), Enkel des Askle-pios, Sohn des Machaon und der Antikleia,einer Tochter des Diokles, in dem messenischenPharai. Er und sein Bruder Gorgasos erhielten inach dem Tode des Diokles in Pharai dieHerrschaft, und Isthmios, der Sohn des Glaukos,errichtete ihnen daselbst ein Heiligtum, wosie als wirksame Heroen der Heilkunde nochzu des Pausanias Zeit Opfer und Weihgeschenkeerhielten. Paus. 4, 3, 10. 4, 30, 3. Gerhard,Gr. Myth. 2 § 839, 3. 841, 2. Curtius, Peloponn.2, 159. Thraemer unt. Asklepios Bd. 1 Sp. 625.Von Nikomachos leitete sich die Familie desPhilosophen Aristoteles her, in welcher der eName Nikomachos öfter vorkommt, Hermippos b. Diog. L. 5, 1 , 1 . Suid. v. Νικόμαχος. C. I.Gr. 8382. [Stoll.]

Nikomedeia. Die Personifikation der StadtNikomedcia erscheint auf Bronzemünzen Ha-drians mit der Reversaufschrift RESTITVTORINICOMEDIAE S · C. Nikomedeia kniet, einSteuerruder haltend, vor dem Kaiser, welcher

Nikostrate 362

sie aufhebt, Cohen, Med. imp. 2 2 , 213, 1283.1284. [Drexler.]

Nikon ( NiKiäv ), einer der Teichinen: Tzetz.Chiliad. 7, 125. 12, 837. [Höfer.]

Nikondas ? (NiKcoväag), beigeschriebenerName(?) eines sprengenden Flügelrosses (Pega-sos), vor dem ein Ephebe erschrocken flieht, aufeiner Amphora aus Nola: Fröhner, Die griech.Vasen u. 'l'erracotten d. grofsherzogl. Kunsthalle z.i Karlsruhe nr. 146 p. 48. Gerhard, Arch. Anz.9 (1851), p. 34, nr. 15 (hier ohne Namensbei-scbrift). [Der Name bezieht sich nicht auf dasRofs. Wie das beigefügte Kalos zeigt, gehörtdie Vase zu denen mit Lieblingsinschriften,s. H. Winnefeld , Beschreibung der Vasensamm-lung. Karlsruhe 1887 p. 48 nr. 204 und Willi.Klein, Die griech. Vasen m. Lieblingsinschriften,Denkschr. d. k. k. Ak. d. W. ph.-h. CI. Bd. 39.1891 Abli. 2 p. 82. Drexler.] [Höfer.]i Nikopolis (NikökoIiq) , die Stadtgöttin vonNikopolis in Epirus ist dargestellt gewöhnlichmit Turmkrone und Schulterflügeln auf Münzendieser Stadt, Head, Hist.num.212. Jul.v.Schlos-ser, Beschreib, d. altgriech. Münzen (Kunsthistor.Samml. d. allerh. Kaiserhauses, Wien 1893)p. 80 f. nr. 114, 17. 18. 25; andere Typenebenda nr. 56. 63. 73. [Höfer.]

Nikostrate (NiKooTgätrj), 1) arkadischeNymphe und Seherin, von Hermes Mutter desEuandros , während sie nach andern ( Plut.Romul. 21. Aurel. Vict. orig. 5. Serv. Verg.Aen. 8,181) selbst eine Tochter des Hermes undGattin des Euandros war (vgl. Immerwahr,Kulte u. Mythen Arkad. 1, 226). Mit Euandroswanderte sie 60 Jahre vor dem trojanischenKriege aus dem arkadischen Pallantion nachItalien aus, wo dieser, von Faunus gast-freundlich aufgenommen, auf dem Palatin dieälteste Stadt gründete und Bildung und Ge-sittung unter den Aboriginern verbreitete. DerName der Nymphe (die nach vereinzelten ab-weichenden Angaben Themis oder Tyburshiefs) wurde dort wegen ihrer Weissagungsgabein Carmenta (s. d.) oder Carmentis umgewandelt,und man errichtete ihr am Fufse des Kapitols,wo ihre Wohnung gewesen war, nach ihremTode (nach Serv. Aen. 8, 51 soll sie im Altervon 110 Jahren von ihrem Sohne umgebrachtworden sein) einen Altar. Plut. Romul. 21.Quaest. Rom . 56. Strab. 5, 230. Solin. 1, 10ff.Aurel. Vict. orig. 5f. Serv. Aen. 8, 51. 130. 336.Isid. orig. 1 , 4, 1 . Mythogr. Vat. 1 , 70. Alsbegeisterte Seherin erscheint sie überall alsdas treibende Element in dem Unternehmendes Euander. Sie treibt ihn zur Auswanderungan (Serv. Aen. 8, 51), wählt die geeigneteStelle für die Ansiedelung aus, veranlafstdie Gründung eines Heiligtums des Pan(Lupercal) als des ältesten arkadischen Gottes(Dion. Hai. Ant. Rom . 1, 31), und weissagtdie künftige Gröfse Roms (Verg. Aen. 8, 333ff.Ovid. Fast. 1, 461 ff). Als Herakles zu Euander kam, verkündete sie ihm zuerst, dafs er einstunter die Götter aufgenommen werden würde,und gab so die Veranlassung zur Gründung derara maxima (Strab. 5, 230. Dion. Hai. 1, 40.Solin. 1,10), in deren ätiologischer Kultlegendesie ebenfalls eine Rolle spielt (Plut. Quaest.