Band 
Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
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459-460
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3) Herakles iptagiürv aneiner Quelle sitzend,etr. Scarabaeus im Brit.Mus. (nach Zeichnung;s. Bd. I Sp. 2160).

459 Nosoi (myth. Krankheiten)

ληψία gedeutet ( Ps.-Hippocr . 2 p. 623 K.; Bicae-arch b. Zenob. prov. 4, 26 s. v. Ηράκλειος νό-σος; [Aristot.] probl. 30,1; Galen. 17 B p. 341 K;Ps.-Plut. prov. 36; Biogenian 5, 8). Aretaeusp. 178 K. versteht dagegen unter 'Ηράκλειοςνόσος die Elephantiasis, Erotianus expos. voc.Hipp. s. v. Ήρ. νόσ. die μανία. Als Urheberinder Krankheit gilt ebenfalls die argivischeHera (Eur. Here. für. 840; Hyg. f. 32; Apollod.2, 4, 12, 1; Biod, 4, 11; Tzetz. z. Byk. 38).Der Volksaberglaube dachte sich bekanntlichdie Epilepsie und den epileptischen Wahnsinnin der Regel als eineWirkung des Mondes undder Mondgöttinnen (Se-lene, Hekate, Hera, Arte-mis ; s. Roscher, Selene u.Vene. S. 68 ff., Nachtr.S. 27 ff. u. ob. Bd. 2 Sp.3155f.); nach Hippocr. π.Ιερής νουσον 1 p. 593K.galten freilich auch andereGottheiten (Kybele, Posei-don, Enodios (ia?), Apol-lon Nomios (Loimios?vgl. Thuc. 2, 49, 4 undden Art. Nomioi theoi),Ares , die Heroen =Totengeister) je nach denverschiedenen Symptomen als Urheber derKrankheit.

3) Unter Ηράκλειος ψώρα hat man nachden Paroimiographen ( Biogen . 5, 7; Macar.4, 67; Apost. 8, 68; Plut. prov. 21; Suid. s. v.)eine Hautkrankheit zu verstehen, zu deren

Heilung warmeSchwefelquellen(' Ηράκλεια λου-τρά), z. B. die vonThermopylai, ge-braucht wurden(vgl. Peisandrosb. Zenob. 6, 49;Timaios (?) beiBiod. 4,23; mehrb. Roscher i. Rh.Mus. 1898 S. 178Anm. 2 u. ff.).Mehrere Bild-werkedes 5. Jahr-hunderts stellen2) Herakles schlafend, hinter ihm Herakles ψωριώνEphialtes (?). Gemme des schönen trübsinnig an ei-strengen Stils (nach King. Antique ner Quelle sitzendGerne and ringe II pl. XXXVI, 5). dar (s Furtwäng-

ler ob. Bd. 1 Sp.2160 und Peter ebenda Sp. 2956). Wahrschein-lich haben wir auch in diesem Falle Hera , diegöttliche Feindin des Herakles, als Urheberinder ψώρα anzusehen.

4) Nach einem Fragmente des Sophron(nr. 99*> Ahrens), welches lautet Ηρακλής Ήπιά-λητα πνιγών, wurde Herakles auch von demim Altertum allgemein als Krankheit aufge-fafsten Dämon des Alpdrucks ( Εφιάλτης ,Έπιάλης,Ηπιάλης,Ηπίαλος etc.; s. die Belegeb. Roscher a. a. 0. S. 178 f. Anm. 6 u. 179, 1)heimgesucht, vergalt aber Gleiches mit Glei-

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ehern und würgte jenen Krankheitsdämonebenso, wie dieser ihn zu würgen versuchthatte. Wahrscheinlich stellt die von Furt-wängler (Bd. 1 Sp. 2241 f.) besprochene bisherunerklärte Gemme schönen strengen Stils beiKing, Ant. gems and rings 2 pl. 36, 5 und imRhein . Mus. 1898 S. 179 den Ephialtes alsbärtigen geflügelten Mann mit einem Mohn-stengel in der L. (vgl. Hypnos ) in dem Momenteio dar, wo er sich an den schlafenden Herakles heimlich heranschleicht (vgl.Ήπιάλrις δαίμων

τοϊς κοιμωμένοις . εφέρπων Et. Μ.

p. 434, 5 ff.; Phryn. Reick, p. 42, 1) und mit der

R. nach seiner Kehle greift, um sie zuzuschnüren.Furtwängler dagegen möchte jetzt lieber dasinteressante von ihm im Jahrb. d. arch. Inst.1895. Anz. S. 37 publizierte und daselbst alsHerakles und Ker gedeutete Vasenbild wegendes deutlichen πνίγειν auf Herakles und Epiales

20 bezogen wissen(nachbriefl.Mitteilgv.22/4.1898).

6) Die letzte schreckliche Krankheit desHerakles wurde als ein furchtbar schmerz-haftes, mit Krämpfen ( Soph. Trach. 770. 786.805) verbundenes Hautleiden aufgefafst, ver-ursacht durch das im Blute des Nessos wirk-same von der Hydra ( Apollod. 2, 7, 7, 6; Biod.4, 36) stammende Pfeilgift; vgl. Soph. Trach.714 ff. 769 ff. 834; Apollod. 2, 7, 7, 9: b τήςνδρας ίός τον χρώτα £αηπε. Vgl. auch Ps.-30 Aristot. probl. 30, 1, wonach eine ελκών εκ-φνσις für diese Krankheit charakteristisch war,und Aret. p. 178 K., der wegen der αήψις, dieauch bei der Elephantiasis eintritt (Aret.p. 182 f. Pl.), diese Aussatzkrankheit 'Ηράκλειάνόσος benennt. Dafs Schlangengift σήψις be-wirkt, lehrt Nicand. Ther. 360ff. und der Nameeiner besonders giftigen Schlangenart σήψ(mehr b. Roscher a. a. 0. S. 177).

6) Von Minos berichtet Apolloclor 3, 15,40 1, 4: εί δε συνέλ&οι γυνή Μίνωι, αδύνατον ην

αυτήν σω&ήναι. Πασιφάη γάρ, επειδή πολλαΐςΜίνως σννηννάζετο γνναιξίν, εφαρμάκεναεναυτόν, και οπότε άλλη αυνηννάζετο , είς τάάρ&ρα [vgl. Herod. 3, 87. 4, 2; Alex. Troll.p. 106 Meier] εφίει [rjiptst?] &ηρία, κα'ι όν-τως άπώλλυντο .... Πρόκρις, δονσα την Κιρ-καίαν πιείν ρίζαν προς το μηδέν βλάψαε,σννεννάζεται. Wie im Rhein . Mus. 1898

S. 180 f. nachgewiesen ist, hat man unter50 &ηρία eine bösartige ansteckende mit fressen-den Geschwüren verbundene Geschlechts-krankheit zu verstehen, die man auch als&ηρίωμα und &ηρίον zu bezeichnen pflegte(Poll. on. 4, 206; Hesych. s. v. ίϊηρίον), undan welcher mehrere historische Personen, z. B.Herodes d. Gr. (los. ant. 17, 6, 5; Reil. lud.1, 33,5), der Kaiser Galerius (Lactant. de mort.pers. 33) u. s. w., zu Grunde gegangen seinsollen. Als Urheberin der Krankheit galt nach

go Apollod. u. A. Pasiphae, hinter der sich einealte Mondgöttin verbirgt (s. ob. Bd. 2 Sp. 3196).

7) Nach Plut. Sulla 36 und Helladios b.Phot. bibl. p. 533 A Rekk. soll Akastos, derSohn des Pelias, an der φ&ε ιρ ίασις gestorbensein, einer eigentümlichen Krankheit, derenHauptcharakteristikum läuseartige, aus Haut-geschwüren hervorbrechende Tierchen (φ&εΐρες)bildeten, und die man ebenfalls verschiedenen