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Hilfe (2,534 ff.). Als Notos die Fluren des Psyllosausgedörrt hatte, zog dieser mit einem Heereaus, um Notos zu töten, aber der Südsturm be-grub alle im Meer (13, 382ff.). Dionysos rechnetim Seekampf gegen Deriades auf Notos alsMitstreiter (προααπιατίιαα Avai'ov 39, 114); da-gegen ruft Erechtheus den Boreas gegen denAithiopenkönig Korymbasos und seinen Kampf-genossen Νότον Αΐ&ιοπήα zu Hilfe (39, 199).Lukianos giebt Dial. mar. 7 u. 15 Gesprächezwischen Notos und Zephyros. Im erstenhandelt es sich um den Auftrag des Zeus , diedas Meer durchschwimmende Io nicht zu be-unruhigen, im zweiten schildert Zephyros inlebhaften Farben den Raub der Europa, währendNotos sich beklagt, dafs er unterdessen inIndien nur Greife, Elefanten und schwarzeMenschen gesehen.
Dargestellt ist Notos unter den acht Windenam Turm der Winde in Athen in jugendlicherBildung (vgl. dagegen Ovid, Met . 1 , 266 canisfluit unda capillis) mit aufgebauschtem Ge-wand, in den Händen die umgestürzte Urnetragend (abgeb. Millin, Gal. myth. Taf. 76.Baumeister, Denkm. d. klass. Altert. 2116). Inder Wiedergabe des neuerdings viel be-sprochenen Regenwunders auf der Säule desMarcus Aurelius in Rom erscheint der Regen-gott mit langem Bart und ausgebreitetenFlügeln, rings von Regen derart umflossen,dafs die ganze Gestalt sich in Wasser auf-zulösen scheint. Die genaue Übereinstimmungmit der ovidischen Schilderung legt es nahe,in dieser früher Iuppiter Pluvius genanntenFigur ebenfalls Notos zu erkennen (abgeb.Rhein . Mus. 50, 461 und Petersen-Domaszewski,Die Marcussäule auf Piazza Colonna in Rom Taf. 23 A, vgl. Brunn b. Baumeister , Denkm.2117. Petersen, Mitteil. d. arch. Inst. Rom .Abt. 9, 87). [Wagner.]
Nousantia s. Naria (dea).
Novae, Beiname der Nymphae als der Gott-heiten neu aufgefundener Quellen, C. I. L.3, 1129. 10, 4734. (vgl Bonn . Jahrb. 83, 94).
[M. Ihm],
Noveusides. Das Wesen der di noven-sides (so die Inschriften und Varro de l. I.v. 74) oder novensiles (dies die jüngere Form,vgl. Mar. Viet. G. L. 6, 26 K novensiles siveper l sive per d scribendum ; communionem enimhabuit l littera cum d apud antiquos, ut din-guam et linguam et dacrimis et lacrimis etKapitodium et Kapitolium et sella a sede etolere ab odore: est et communio cum Graecis,nos lacrimae, illi άάκρνα, olere oSwSsvai, medi-tari μελετάν, und dazu Jordan, Krit. Beitr. z.Gesch. d. lat. Sprache S. 45. E. Seelmann,Aussprache d. Latein. S. 310) ist sowohl fürdie Grammatiker des Altertums, deren Mei-nungen Arnob. 3, 38f. zusammenstellt, wie fürneuere Gelehrte ein Gegenstand weit ausein-ander gehender Vermutungen gewesen. Daim Namen die Herleitung des zweiten Be-standteiles von sedere aufser Zweifel stand,drehte sich der Streit wesentlich um die Deu-tung des ersten W ortteiles, den die eine Gruppeder Erklärer von dem Zahlworte novem, dieandere von novus herleiteten. Am meisten
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Beifall fand die Ansicht, welche in den dinovensides eine Gruppe von neun zusammen-gehörigen Gottheiten erkannte ( Varro nove-narium numerum tradit, Arnob. 3, 38; noven-siles autem quos Graeci ovvsvvsa, post novendii,a considendo, id est eadem sede praediti, Mar.Viet. a. a. 0.), wobei man zur näheren Be-stimmung dieser Göttergruppe alle Beispielegöttlicher Neunvereine herbeizog, welche sichbei den benachbarten und verwandten Völkernauftreiben liefsen; Calpurnius Piso identifi-zierte sie mit einem Kreise von neun Göttern,der bei Trebula Mutuesca im sabinischen Urgauverehrt wurde ( Piso deos novem in Sabinis apudTrebulam [so Roth, überliefert Trebiam ] con-stitutos, Arnob. a. a. 0., vgl. Nissen, Pompeg.Stud. S. 335), und Varro ist ihm offenbar ge-folgt, wenn er die römischen di novensidesvon den Sabinern herleitete ( Feronia Minervanovensides a Sabinis Varro de 1 . 1 . v. 74); Mani-lius wies auf die neun Götter hin, die nachder disciplina Etrusca von Iuppiter mit derBefugnis des Blitzwerfens ausgerüstet waren( Manilius deos IN, quibus Iuppiter fulminissui iaciendi potestatem dedit, Arnob. a. a. 0.,vgl. Plin. n. h. 2,138), Aelius Stilo und GraniusFlaccus dachten gar an die Musen (Arnob.a. a. 0.). Auch von den Neueren haben sichdie meisten der Ansicht angeschlossen, dafses sich um einen Neunverein von Göttern('Neunsassen’) handele (Mommsen, Unterital.Dial. S. 342. W. Corssen in Kuhns Zeitschr.f. vergl. Sprachf. 9, 160ff. W. Deecke, Etrusk.Forsch. 4 S. 17 Anm. 11. Jordan zu Preller,Rom. Myth . 1 , 102, 2), obwohl man doch keines-falls novem-ses so bilden konnte wie prae-ses, re-ses, de-ses. Von den Gramma-tikern, die die Anfangssilbe des Wortes mitnovus zusammenbrachten, fafsten einige dieNovensides allgemein und wenig verständlichals novitatum praesides ( Cornificius beiArnob. a. a. 0.), andere als von Menschen zuGötterrang erhobene Wesen ( nonnulli ex ho-minibus divos factos, Arnob. 3, 39), der AntiquarL. Cincius endlich sah in ihnen numina pere-grina ex novitate appellata (Arnob. 3, 38), eineMeinung, der von Neueren u. a. Breal (LesTables Eugubines S. 188), Buecheler ( Lexic.Ital. p. XVIII. XXV), Madvig (Verfassung undVerwaltung d. röm. Staats 2, 688 Anm. **) undMarquardt (Staatsverw. 3 2 , 36 f.) gefolgt sind.Den Ausschlag zu Gunsten dieser letzterenAuffassung geben die unmittelbaren Zeugnissedes Kultes der di novensides. Zwar zweiInschriften, eine von Pisaurum (C. I. X. 1 , 178deiu ■ nove · sede, d. h. deiv(is) nove(n)sid(is),nicht nach Jordan, Hermes 15, 11 deiv(ae)nove(n)sidi) und eine aus dem MarserlandeZvetajeff, Inscr. Ital. med. dial. nr. 37 = C. I. L.9 p. 349: esos nove sede pesco pacre) geben dieblofsen Namen und sind, da sie aus weit ent-legenen Gegenden stammen, zu direktenSchlüssen auf den römischen Kult nicht brauch-bar. Aber ausschlaggebend ist es, dafs in demcarmen devotionis bei Liv. 8, 9, 6 nachAnrufung der einzelnen Gottheiten am Beginnder generalis invocatio die divi noven-siles neben den di indigetes stehen und
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