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The Papyrus of Ani Plate IG p. 314) zum59. Kapitel des Totenbuclis, dem ,,Kapitel vomatmen (wörtlich schnüffeln) die Luft und vomMacht gewinnen über die Wasser in der Unter-welt“, den Verstorbenen neben einem Wasser-pfuhl, wo eine Sykomore wächst, in welcherNut erscheint, aus einem Gefäfse Wasser indie Hände Anis giefsend. Der Text (p. 315)dazu lautet: „Heil, Sykomorenbaum der Göttin
Nut! Gewähre du mir von dem Wasser und io Gesell. 1, p. 192.
von Ober- und Unterägypten Menka-u-ra,ewig lebender! Gezeugt hat dich der Himmel,empfangen wurdest du von Nut, du bist vomStamme des Seb, über dir breitet sich deineMutter Nut in ihrer Gestalt als himmlischesGeheimnis. Sie verleiht dir, dafs du seiestein Gott; nicht mehr hast du fortan Feinde,du König von Ober- und Unterägypten Men-kaura, ewig lebender“; A. Wiedemann, Ägypt.
der Luft, welche in dir sind. Ich umfassedeinen Thron, welcher in Unnu (flermopolis)ist, und ich bewache und hüte das Ei desgrofsen Gackerers (das ist des Gemahls derNut, des Seb). Es wächst, ich wachse; es lebt,ich lebe; es atmet (schnüffelt) die Luft, ichatme die Luft, ich der Osiris Ani, im Triumph.“Ähnliche Darstellungen der Nut, welche auseinem Baume dem Verstorbenen entweder
In einem Papyrus des Louvre wird derVerstorbene angeredet: „Deine Mutter Nuthat dich empfangen im Frieden. Sie legt ihrebeiden Arme hinter dein Haupt jeden Tag;sie schützt dich in dem Sarge; sie giebtdir sicheres Geleit in dem Gebirge des Todes;sie läfst walten ihren Schutz über deinFleisch in ausgezeichneter Weise; sie schafftdir jeglicben Schutz für das Leben und volle
Wasser allein oder dazu eine Schüssel mit 20 Gesundheit in jeglicher Hinsicht“, Pierret,
Speisen spendet (s. z. B. die Abbildung beiMaspero , Hist. anc. 1 p. 185 nach Rosellini,Monumenti civili Tav. 134, 3), sind auf funeraren Denkmälern sehr häufig, E. deRouge, Notice sommaire des monumentsegyptiens exposes dans les galeries duMusee du Louvre. Nouv. edit. 1876p. 109. 111. 135; vgl. z. B. den Papyrusder Isi-res'au, Th. Deveria , Catal. desmanuscrits egyptiens qui sont conservesan Musee Egyptien du Louvre. Paris 1875 p. 74 f. 3 nr. 31 Col. 10; denPapyrus des Chonsumes, E. Ritter v.Bergmann, Übersicht der ägypt. Alter-tümer des K. K. Münz- und Antilcen-Gabinetes. Wien 1876 p. 18 f. nr. 13;die Grabsteine des Ka-Mose und des X
Cha-hapi in Berlin , Ausführl. Verz. derägypt. Altertümer. Berlin 1894 p. 137 //
n.'7291; p. 272 nr. 2118; Stelen von j(Achmim im Museum von Gizeh , Virey,
Notice desprincipaux monuments exposesau Musee de Gizeh. Le Caire 1893 p. 88nr. 277; die Stele des Neferenp imLouvre ( Revülout), Musee egyptien du Louvre.(Gat. de la sculpture egyptienne) p. 4 nr. 57;die Stele des Schreibers Jut in Turin , Lan-zone, L>iz. di mitol. egizia p. 396, Tav. 151, 2;den Kasten nr. 630 der Totenfiguren der
Etudes egyptologiques 1 p. 71 und JDictionnaired’archeologie egyptienne p. 376.
Auf dem Sarge der Ta-maket in Berlin wird sie angerufen: „Steige herab,meine Mutter Nut, dafs du dich übermich beugest; setze mich unter dieunzerstörbaren Sterne und unter dieruhelosen Sterne“, Ausführliches Ver-
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3) Nut als Himmelskuh
(nach Brugsck, Rel. u. Mtjth. d. alt. Ägypter S. 208).
zeichnis der ägypt. Altertümer p. 144 nr. 10832.Auf dem dritten Sarge des Sutimes im Louvrespricht der Verstorbene zu ihr: „0 meineMutter, der Himmel, welche du dich aus-streckst über mich; mache, dafs ich ähnlich
ägypt. Altertümer p. 1281'.; die Totenbahre fürdie Kinder Apollonius und Zizol ebenda, Aus-führl. Verzeichnis p. 284 nr. 12441; den Basalt-sarkophag des Tisikrates im Louvre, E. deRouge, Notice des monuments exposes dans lagalerie d’antiquites egyptiennes salle du rez-de- Chaussee et polier de Vescalier du Sud-Est au Musee clu Louvre. 7° ed. Paris 1883p. 200 ff. nr. 40; das Sargfragment des Naspa-
seine Arme gegen mich ausstrecken in seinemNamen 'Himmel’; möge sie ausstrecken ihreArme, um zu zerstreuen die Finsternisse undmir das Licht zurückzuführen“, E. de Rouge,Notice sommaire des monuments egyptiens ex-poses dans les galeries du Musee Egyptien duLouvre. Nouv. ed. 1876 p. 108.
Und diese Gebete an Nut erstrecken sich überden ganzen Zeitraum der ägyptischen Geschichte.
p. 29. Stelle XIV. Sargfragment nr. 12. Über-haupt ist sie so recht eine Schutzgöttin derToten, die auf den Särgen und anderen fune-rären Denkmälern unzählige Male (u. a. häufiggeflügelt) dargestellt und angerufen oder demToten zum Trost erwähnt wird. Auf denResten des Holzsargs des Menkaura (Mykerinos)im British Museum heifst es: „Osiris, König
Sprüche v. d. Himmelsgöttin, Aegyptiaca. Fest-schrift f. Georg Ebers z. 1. März 1897 p. 16—24eine Anzahl Anrufungen zusammengestellt, vondenen acht eng zusammengehörige ein uraltesLied an Nut bilden. Sie lauten (die dem Ur-texte bei ihrerfunerärenVer Wendung beigefügtenBitten für den verstorbenen König sind in eckigeKlammern geschlossen) folgendermafsen: