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Odakon
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ein Heiligtum oder ein Tempelbezirk jenerMatronen (Bonn . Jahrb. 83 p. 51). Der Bei-name ist wohl keltisch (vgl. den OrtsnamenOctodurum ), Deutung unsicher, aber zu Grundeliegt sicher ein Ortsname (Bonner Jahrb. 83p. 26). Vgl. die Ahveccanae und die MatronaeSeccannehae. Die Schreibung mit doppeltem nist die häufigere. Einige Steine sind mit denBildern der drei Matronen geschmückt.
[M. Ihm.]
Odakon (Ω,δάκων), ein ähnliches Fabelwesenwie Oannes (s. d.), der die Lehre und Schriftendes letzteren auslegte, Apollod. fr gm. 67 inIlistor. Graec. frgm. 1, 439. Berossus frgm. 5ebend. 2, 499; vgl. d. A. Dagon u. Oannes.
[Höfer.]
Odios (Όδίος) — Hodios 1 (s. d.), wo nach -zutragen Apollod. epit. 3, 35, wo er und seinBruder Epistrophos' Söhne des Mekisteusheifsen. Bei üwst. ad Dionys. Per. 767 'JXi-ξώνες, ών ήρχεν 6 Βίος και ’Επίστροφος, istfür b Βίος zu lesen Όδίος. Bei Dictys 2, 35heifst er Sohn des Minuus. Zur Etymologieder Namen s. d. A. Minuus. [Höfer.]
Odoidokos (Όδοιδόκος), Gemahl der Lao-nome, die ihm den Kalliaros, den Gründerder gleichnamigen Stadt in Lokris , gebar(Hellanikos b. Stcph. B. v. ΚαΧΧίαρος), sowieden O'ileus, JSu&tath. 11. 2, 531. Lykophr. 1150
[Stoll.]
Odomas ( Όδόμας ), Bruder des Biston undEdonos. Die Mutter war Kallirrhoe, Tochterdes Nestos, der Vater nach nanchen Paion,der Sohn des Ares. Steph. B. v. Βιοτονία.Meineke vermutet Όδόμαντος. [Stoll.]
Odryses (Οδρναης), 1) König der Skythen , derin der Abwesenheit des Königs Byzas dessenStadt Byzantion belagerte, aber von des ByzasGemahlin Phidaleia durch Bewerfung mitSchlangen zurückgetrieben wurde; Hesych.Miles.fr. 4, 18. 19 (Müller, fr. hist. gr. 4 p. 150). —2) Vater des Thynos und Bithynos, welcheauch für Adoptivsöhne des Phineus ausgegebenwurden, Arrian b. Eustath. ad Dion. Per. 793.Deimling, Leleger p. 50 f. [Stoll.]
Odrysos (Όδρναος). Im Schol. Clem. Alex-p. 780 Migne. Patrol. Ser. Graec. 9 heifst es:Όδρναος βασιλεύς Θρακών, φ ομώνυμον τοΕ&νος. Nach Giern. Alex. Protr. p. 12 Potter= p. 73 Migne hat Midas παρά τον Όδρνσονμα&ών . . . Εντεχνον απάτην (d. h. die Myste-rien) diese bei seinem Volke eingefübrt; vgl.das Schol. a. a. Ο. Μίδας . . μα&ών τά Ρέαςμυστήρια παρά Όδρύβον τον Θρακών βααιΧέως.Die Notiz bei Clem. Alex. a. a. 0. kommt mirverdächtig vor, oder vielmehr die Interpreta-tion des Scholiasten: bei Ovid . Metam. 11, 92heifst es ad regem duxere Midan, cui Thra-cius Orpheus orgiatradiderat; also Orpheus ,nicht ein sonst fast unbekannter Odrysos, ihatte den Midas in die Mysterien eingeweiht.Hält man die Worte des Ovid zusammen mitIheodoret. Graec. affect. cur. bei Migne a. a. 0.83 p. 820 τά οργιά μα&ών b Ό δ ρύσης Όρ-ψενς είς την ΆλΧάδα μετήνεγκε, so ergiebtsich wohl mit Sicherheit, dafs in den Wortenbei Clem. Alex, παρά τον Όδρνσον μα&ών ent-weder zu schreiben ist παρά του Όδρΰσου
<(Ορς ps(os)> μα·β·ών (bei den zwei mit ’O an-lautenden Eigennamen konnte der eine nurallzuleicht weggelassen werden), oder dafsunter παρά τον Όδρνσον Orpheus κατ’ Εξοχήνzu verstehen ist, vgl. die unmittelbar voraus-gehenden Worte bei Clem. Alex. a. a. 0.ό Φρύξ εκείνος b Μίδας b παρά του Ό δρ να ονμα&ών κ. τ. X., und kurz vorher 9ηρενουσι . .οι μν&ον Θρακών τους βαρβαρικω τάτους,
> Φρνγών τους άνοητάτους. Also immer Gegen-überstellung von Φρνξ und Θράξ (= Όδρύαης).
[Höfer.]
Odyne (Οδύνη), der personifizierte Schmerz,dargestellt als Frau, die sich das Haar rauft,Kebes, Pinax 9. 18; auch in der MehrzahlΌδνναι auftretend, ebend. 19. K. K. Müller,Arch. Zeit. 42 (1884), 125. [Höfer.]
Odyrmos (Οδνρμός), die personifizierte Weh-klage, dargestellt als mifsgestalteter, magereri nackter Mann, gefolgt von seiner Schwester’Α&νμία, Kebes, Pinax 9. 17. K. K. Müller,Arch. Zeit. 42 (1884), 125. [Höfer.]
Odysseia (Όδύααεια), Personifikation deshomerischen Gedichtes auf dem Relief desArchelaos von Priene, abg. Bd. 2 Sp. 3265f.Vgl. Kaibel, Inscr. Graec. Sicil. 1295, woselbstweitere Litteraturangaben. [Höfer.]
Odysseus (über den Namen s. u.), neben ,Achill , dem er als Titelperson eines besonderen'homerischen Epos noch voransteht, der ge- Kfeiertste Held des griechischen Altertums, „jawohl der populärste von allen“ (Preller).
I. Der homerische Odysseus.
Houben, Quälern Homerus in Odyssea finxeritUlixem, Trier 1856. 1860; Quälern Homerus inlliade finxerit Ulixem, Trier 1869.
Er ist der einzige Sohn des Laertee (π 119),der, gleichfalls als einziger Sohn (120), vonArkeisios abstammt (vgl. auch ω 270. 517), undder Antikleia (185), der Tochter des am Par-nafs wohnenden schlauen Antolykos (r 395)und der Amphithea (416). Von Schwestern desOd. wird nur die jüngste, Ktimene, erwähnt(o 363f.). Sein Vaterland ist Ithaka (i 21).
Bei Eidam und Tochter hier auf Besuch, be-nennt der Grofsvater Autolykos auf Bitten derAmme Eurykleia (τ 482 f.), weil er selbst vielengrollt (t 407; vgl. Ameis’ Anhang zu τ 406), dasneugeborene Knäblein (τ 400) Ody(s)seus, denGroller, und lädt ihn für später, wenn ererwachsen sei, unter reichen Versprechungenzu sich ein. Eine sinnige Scene aus der Kind-heit vergegenwärtigt ω 337f. Zum Jfing- ·ling herangereift, tötet er als Gast der Grofs-eltevn, bei einer Jagd auf dem Parnafsallen voraneilend, einen Eber (t 428 f.), wird abervon dessen Hauer so schwer über dem Knie ver-wundet, dafs ihn an der Narbe noch nach Jahr-zehnten die greise Schaffnerin erkennt (467f.).
In Od.’ Jugend fällt auch seine Reise nachMessene, wohin ihn Laertes sendet, um vonmessenischen Männern, die Schafe aus Ithaka entwendet haben, Vergeltung zu fordern (rp 15 f.).
In Lakedaimon erhält er von seinem Gast-freund Iphitos, den er in Messene getroffenhat, gegen ein Schwert und eine Lanze denberühmten Bogen des Eurytoä zum Geschenk,