Band 
Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
Seite
603-604
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603 Odysseus (bei Homer )

mit dem er nachmals die Freier tötet (<p 11 f.).Ferner geht er nach Ephyra (nach Nitzsch zu a 259 dem thesprotischen in Epeiros, nachAmeis Anhang dem in Elis), um sich von IlosPfeilgift gehen zu lassen, das ihm dieser jedochaus Scheu vor den Göttern verweigert (a 259 f.;vgl. auch (3 328); doch erhält er es von Anchialosauf Taphos (a 264, vgl. auch 180 f.). Als erein Mann geworden ist, übernimmt er vonLaertes die Königsherrschaft, die er wieein Vater seines Volkes ausübt (ß 46 f., 234;d 689f.; s 12). Ebenso herzlich ist sein Ver-hältnis zu den Dienern seines Hauses (£ 137f.;z 467f.; ca 397f.). Seine Unterthanen, mit demGesamtnamen KscpadXrjvsg benannt (B 631;A 330; v 210), bewohnen die Inseln Ithaka ,Zakynthos, Same (oder Samos , d. i. Kephallenia),zwar nicht auch, wie es nach a 245 f. und i 24scheinen könnte, Dulichion, dessen HerrscherMeges mehr Schiffe als Od. gegen Troja führt(B 625 f.), wohl aber das benachbarte Festland(B 635; | 97), namentlich von Elis (S 635).Od. baut dann sein Haus neu (ip 189 f.) undheiratet die kluge (nsQi'qiQcov a 329) und reiche(nolvdcDQos a> 294) Penelope , die Tochter desIkarios (ä 840; q 562). Der Reichtum desjungen Königs von Ithaka an Land und Herdenist sehr ansehnlich (£ 96), wie er denn nacheigener Versicherung stets auf Erwerb bedachtist (r283f.). Dennoch wird seine Gastfreiheitgerühmt (cc 176 f.; z 314 f.), besonders aber seineGottesfurcht (a 59f.; d' 763f.; p240f.; T365f.),die auch Zeus anerkennt (a 65 f.) und nament-lich Athene durch ihren dauernden Schutzund Segen reichlich vergilt. Des glücklichenKönigspaares einziger Sohn Telemachos istnoch ein Säugling, als Od., von Agamemnon und Menelaos mit Mühe zur Teilnahme amKriege bewogen, mit gegen Troja· zieht (d 112;X 447; co 116), wobei ihm der Seher Halithersesvoraussagt, er werde erst nach vielen Leidenund dem Verlust sämtlicher Gefährten vonallen unerkannt im zwanzigsten Jahre heim-kehren (ß 172 f.). Der Gattin empfiehlt er diePflege seiner Eltern und, wenn er im Kriegeumkomme, Telemach aber herangewachsen sei,eine neue Vermählung, vor der aber Penelopezurückschaudert (a 258 f.). Schon vor demeigentlichen Ausbruch des Krieges hat er sichmit Menelaos nach Troja begeben, um diegeraubte Helena zurückzufordern (i 1 205f.;A 140), und sodann mit Nestor den Achill inPhthia angeworben (A 767f.), ähnlich wie erspäter dessen Sohn Neoptolemos aus Skyrosabholt (1508f.). Doch veruneinigt er sich, wohlin Lemnos (vgl. ® 230f.; B 722), unter bitternWorten mit Achill (tt 75 f.), überwindet aberKönig Philomeleides auf Lesbos im Ringkampf(d 342f.; q 133f.). Im Schiffslager vor Ilion nehmen seine zwölf Fahrzeuge (B 637; 1 159)gerade die Mitte ein, sodafs sich Ausrufer undRedner der Achäer, um am besten gehört zuwerden, in Od. Schiff stellen (© 222f.; A 5)und sich hier Versammlungsstälte und Richt-platz sowie die Altäre der Götter befinden(A 806f.). Vor Troja fällt ihm nun die Rolledes klugen Beraters, wohlmeinendenVermittlers und beredten Gesandten zu,

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indem er auf Agamemnons Wunsch (A 145) dieChryseis zu ihrem Vater zurückbringt (A 310 f.;439f.), thatkräftig den übereilten Aufbruch derdurch Agamemnon auf die Probe gestelltenund damit irregeleiteten Griechen verhindert(B 169f.; 278f.), den Thersites unter allge-meinem Beifall zum Schweigen bringt (B 244 f.),im Verein mit Agamemnon den Waffen-stillstand mit den Troern schliefst (P 268),für den Zweikampf zwischen Menelaos undParis mit Hektor den Kampfplatz ausmifst unddie Kampfordnung bestimmt (F 314 f.), aufNestors Vorschlag (I 168f. 180) mit Phoinixund dem grofsen Aias eine Gesandtschaft zurVersöhnung Achills übernimmt, als derenFührer dem Peliden zuerst (I 225 f.), freilicherfolglos (308f., 678f.) zuredet, auch verwundetzur Volksversammlung hinkt (T 48), dem end-lich versöhnten Helden vor der Wiedereröffnungdes Kampfes, im Bewufstsein seiner reicherenLebenserfahrung (218), weisen Rat erteilt (154f.215 f.) und ihm sehliefslick Agamemnons Sühn-gaben feierlich übergiebt (247 f.). Wie alsMann des Wortes und des Rates, so erscheinter aber auch als Held der That und desKampfes, wenn er sich auf Hektors Heraus-forderung neben acht andern Fürsten zumZweikampf erbietet (ff 168), bei dem Wieder-beginn der Feindseligkeiten sich in das Kriegs-getümmel mischt (A 329), wozu es der be-leidigenden Vorwürfe des übellaunigen Aga-memnon (339 f.) wahrlich nicht bedarf, undnach zorniger Gegenrede (349 f.), die Agamem-non zu einer begütigenden Antwort nötigt(356 f.), die Tötung seines Genossen Leukosdurch die Erlegung von Priamos Sohn Demo-koon blutig rächt, sodafs die Troer und sogarHektor zurückweichen (505); wenn er ferner,nach der Anfeuerung seiner Mannen (E 519 f.),mit eigener Hand sieben Lykier tötet, bis dies-mal umgekehrt Hektor ihm Einhalt gebietet(E 677f.), sowie dann wieder den Pidvtes mitder Lanze durchbohrt (Z 30). Als später beider allgemeinen Flucht der Achäer auch derenbeste Helden das Weite suchen (0 78f.), magOd., zumal Zeus mit Blitz und Donner für dieTroer Partei nimmt (75 f.), nicht länger stand-halten und überläfst die Rettung des schwer-gefährdeten Nestor (80 f.) dem ihn deshalbheftig scheltenden Diomedes (92 f.). SeinenKampfesmut bewährt indes Od. bald von neuem:Agamemnons uqiozslcc ( A ) gestaltet sich zu-gleich zu einer solchen des Od., indem dieser,nach dem Rückzug des verwundeten Atriden(A 272f. 284), erst Diomedes durch ermutigen-den Zuruf (312 f. 345 f.) zur Aufrechterhaltungder Schlacht und zu tapferer Gegenwehr be-stimmt, der von Od. Hand mehrere Troer zumOpfer fallen (321 f. 335), dann den schwerver-letzten Freund deckt (396f.) und, nunmehrallein (40lf. 470), bald wie ein Eber unterHunden und Jägern (414f.), in den Reihen derTroer wütet und aufser andern namentlich denSokos erlegt (420f., 447f.), bald, von diesemvorher in die Seite getroffen und durch Athene kaum vor dem Tode bewahrt (437 f. 661), vonden Feinden wie ein Hirsch von Schakalensich umdrängt sieht (474 f.) und nun erst von