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Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
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609-610
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609 Odysseus (bei Homer )

ihn mit den ihm gebliebenen Ehrengeschenkenallein zurück (v 1125). Nach zwanzig-jähriger Abwesenheit (ß 175; q 327; t 222,484; tp 208; i j> 102, 170; co 322; nur Si 765dauert allein der Krieg zwanzig Jahre wegeneines in Stasinos Kyprien beschriebenen Feld-zuges gegen Mysien , vgl. u.) erkennt er beimErwachen das Vaterland nicht, glaubt sich be-trogen und jammert laut ( v 187 f.), bis sichAthene , die er zuerst über seine Herkunft zutäuschen sucht (256f.), seiner annimmt, ihnüber das Treiben der Freier in seinem Hauseaufklärt und als greisen Bettler zu Eumaiosweist (402 f.). Unerkannt findet er hier dieliebevollste Aufnahme (§ 33 f., 72 f., 413 f.;o 300 f.), bemüht sich aber vergebens durcherdichtete Erzählungen von sich (£ 191 f., 462 f.)die Hoffnung des trauernden Alten auf dieRückkehr des Herrn zu beleben. Denn dafsOd. tot sei, glauben Telemach (a 161 f., 241 f.,354, 396, 413; o 268), Penelope (ß 96; ä 724,814; r 313; r/;67f.), Eumaios (£ 167, 371; p312),Eurykleia (ß 365f.), die Freier (182f., 238, 333;v 333) und Laertes ( ä 111; l 195f., a> 289f.)mit gleicher Bestimmtheit. Als Telemach vonseiner durch einen Anschlag der Freier be-drohten Rückfahrt aus Pylos und Sparta heim-lich bei Eumaios einkehrt, trifft er hier Od.(n 1 f.), der sich ihm, während jener in dieStadt geht, in seiner ihm von Athene zurück-gegebenen wahren Gestalt (über die Haarfarbevgl. u.) zu erkennen giebt (186 f.) und mit ihmdie Rache an den Freiern verabredet (245f.).Am nächsten Morgen geht Od , zurückver-wandelt und wieder in Bettlertracht, mitEumaios nach der Stadt (q 182f.), wird unter-wegs von dem Ziegenhirten Melantheus ge-mifshandelt (212 f.) und beim Eintritt in seinHaus nur von dem alsbald verendenden HundeArgos wiedererkannt (291 f.). Die Freier, dieer bettelnd oder mit erdichteter Erzählung(409 f.) auf die Probe stellt, haben ihn zumbesten, beschenken ihn aber; doch wird er vonAntinoos mit einem Schemel geworfen(409 fi, 462 f.). Zu Penelope entboten, ver-spricht er Abends zu kommen (544f.). Vorerstbesiegt er den Bettler Iros im Faustkampf(c 1106), warnt umsonst den edelmütigstender Freier, Amphinomos, (124f., vgl. 411f.),erfährt vielmehr von der Magd Melanthoneue Schmach (321f., vgl. r 65±.); ebenso höhntihn deren Buhle Eurymacho.s und schleuderteine Fufsbank nach ihm (a 348 f., 393 f.). MitTelemach trägt er bei Anbruch der Nacht alleim Hause vorhandenen Waffen in die obereKammer (r 4f.), sucht dann, immer noch un-erkannt bei Penelope im Saale sitzend (100f.),die trauernde Gattin auch hier wieder alsKreter (172f.; vgl. v 256f.; £ 199f.) unterdem Namen Aithon (t 183), mit einer er-dichteten Geschichte (185 f.) sowie durch herz-lichen Zuspruch (220 f.) und die Deutung ihrerTräume (546f.) zu trösten und verhütet, dafsihn Eurykleia , von der er beim Fufsbad ander Narbe erkannt wird, voreilig aus Freudeverrät (390 f., 467 f.). Auch während der Nacht,wo er im Vorsaal ruht (v lf.), wie am folgen-den Tage hält er, als ihn Mägde, Diener undKoscher, Lexikon der gr. u. röm. Mytliol. XII.

Odysseus (Charakter bei Homer ) 610

Freier beschimpfen, ja Rtesippos mit einemKuhfufs wirft (177f., 287 f.), standhaft ansich (17f., 183f., 301f.). Erst als sich wäh-rend der von Penelope veranstalteten Bogen-schufsprobe, bei der er sich den HirtenEumaios und Philoitios entdeckt (cp 188 f.), dieFreier mit der Spannung des Bogens vergebensabmühen, läfst er sich diesen reichen (28lf.,378 f.) und schiefst durch die zwölf Beilöhre(404f.; vgl. Buppersberg, Jahrb.f. cl. Phil. 1897S. 225 f.): alsbald wirft er die Bettlerlumpenund damit die Maske der Verstellung ab (% lf.)und beginnt mit Telemach und den wenigenGetreuen, auch von der in Mentors Gestalt er-schienenen Athene ermutigt (205 f.), das blutigeRachewerk, dem die wehrlosen Freier, wiedann auch die ungetreuen Diener zum Opferfallen. Bei aller Härte, namentlich in der Auf-knüpfung der zwölf buhlerischen Mägde (468 f.),verlassen ihn doch nach dem Siege Vorsichtund Mafshaltung nicht: Eurykleia verbietet eres als sündhaft, über Erschlagene zu jauchzen(412); aber in der Befürchtung, die Angehörigender Freier möchten diese rächen, ordnet er,um vorläufig den Schein zu wahren, einlautes Fest im Hause an (t/> 130 f.) Amschwersten fällt es Penelope , in dem Ankömm-ling den Gatten zu erkennen (164f.). NachAblauf der Nacht, die dem wiedervereinigtenPaare von Athene verlängert wird (241 f., 344 f.),eilt Od. zu Laertes auf das Land (359f.;m 205fi). Unter Thränen sieht er, wie dergreise Vater den Garten bestellt (232 f.); nurmit schonender Vorsicht und nach manchererdichteten Erzählung (242 f.) giebt er sich ihmzu erkennen (318 f.); nachher auch den Knech-ten (386 f.). Als racheheischend die Väter undVerwandten der getöteten Freier nahen, rüsteter seine wenigen Mannen (490 f.) und beginntmit ihnen unter den Feinden ein wildes Mor-den, anfangs unterstützt von Athene , die je-doch, wieder in Mentors Gestalt, bald demBlutbad ein Ende macht und zwischen Od.und seinem Volke Frieden stiftet (516f.). EinenAusblick auf Od. weitere Schicksale gewährtuns Teiresias schon erwähntes Orakel, wonachihn unter glücklichen Völkern im hohen Alterein sanfter Tod hinwegnehmen werde (1 134f).

Von einer völligen Einheitlichkeit im Wesendes Od. zu reden, verbietet schon der augen-fällige Widerspruch in der Angabe zweierverschiedener Haarfarben: denn bei seinerersten Verwandlung in einen greisen Bettlertilgt ihm Athene die blonden Haare (v 431,vgl. 399), bei der Rückverwandlung dagegenist das Haar (allerdings seines Bartes) dunkel-farbig, stahlblau (n 176), was sich, trotzkünstlicher Vermittlungsversuche, nicht ver-einigen läfst (vgl. Bonitz, Ursprung d. hom.Gedichte 31 f. 88; Ebeling, Lex. Hom. s.-xvavsog).Man könnte dies zu ziemlich weittragendenFolgerungen ausbeuten, namentlich auch innereWidersprüche im Wesen des Od. vermittelsthöherer Textkritik beseitigen wollen. In derThat stimmen ja zu dem Gesamtbild seinesCharakters gewisse Züge nur wenig. So fälltdie bei Homer nur 0 : 261 f. erwähnte Benutzungvon Pfeilgift, wenn sie auch nur in einem

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