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läfst, entscheidet sie sich durch schamhafteVerhüllung des Gesichts für den jungen Gatten;Ikarios weiht deshalb an Ort und Stelle derSchamhaftigkeit ein Denkmal: Paus. 3, 20, 10f.— Wohl schon vor seinem Aufbruch gegenTroja wird Od., wie andre berühmte Heldender Sage, in die Mysterien zu Samothrake eingeweiht, was ihn nachmals aus allen Ge-fahren errettet: Schal. Apoll. Rhod. 1, 917. BeiHomer von Agamemnon und Menelaos in denKrieg abgeholt, womit Schul, co 119 und Quint.Smyrn. 5, 194 übereinstimmen, nur mit demZusatz, Od. habe sich vor den Werbern ver-steckt, sucht er sich zuerst in Stasinos’Kyprien (nach Proklos) durch verstelltenWahnsinn der Teilnahme zu entziehen (gegenWelcher, Kyhl. 2 2 ,121, der Od.’ Wahnsinn schonbei Homer annimmt, aber auch gegen Cic. Off.3, 26, 97, der ihn erst für eine Erfindung derTragiker hält). Dieser Wahnsinn, einst Haupt-gegenstand von Sophokles ’ ’OS. μαινόμενος, wirdbeschrieben Hygin. f. 95; Ov. Met. 13, 36 f.;iMCtant. ad Stat. Achill . 1, 94; Schot. Soph.Phil. 1025; Append. Narrat. in Westerm. Mythogr.378; Tzetz. Lyc. 818; Liban εγχ. Αιομ. 4, 937;εγχ. θερβ. 944 Reiske; Nikephoros und Georgioshei Walz, lihet. Gr. 1 , 429. 433. 552; bildlicheDarstellungen werden erwähnt: Plin. N. H.35, 129; Flut. d. aud. poet. 3; Lucian. dom.30; als Lüge wird die Erzählung bezeichnet:Philostr. Heroic. 10, 2; Tzetz. Anteil. 307 f.;eine apologetische Tendenz ist auch enthaltenin Schol. ω 119; Ου. Met. 13, 301. Nach die-sen Berichten pflügt Od. mit Zugtieren ver-schiedener Gattung, nach Serv. Aen. 2, 81 säeter Salz. Er wird aber entlarvt von Palame-des, der nach Stasinos (wie bei Proklos ausdem Zusammenhang zu schliefsen ist, vgl.Welcher, Kykl. 2 2 , 99 f.) von Menelaos undNestor, nach Hygin. a. a. 0. von den beidenAtriden begleitet wird. Um Od. auf die Probezu stellen, versetzt nämlich Palamedes denkleinen Telemaeh in Todesgefahr, indem erihn entweder dem Vater vor den Pflug legt(so schon Stasinos nach Proklos: Παλαμήδονςνπο&εμένον τον υιόν Τηλέμ. επ'ι χόλουοιν,dann Hygin. , Serv., Nikeph. und Georg, a. a. 0.,vgl. auch Welcher 2 2 , 100 und Ulix. Posth. 1, 7),oder mit gezücktem Schwerte bedroht ( Lucian.dom. 30). — Zum Ratgeber giebt Laertes sei-nem Sohne den Myiskos mit in den Krieg:Ptolem. N. H. in Westerm. Mythogr. 184. —Als Begleiter des Menelaos geht er nachDelphi und befragt den Gott über den bevor-stehenden Zug gegen Ilion : Schol. y 267;Eustath. p. 1466, 56. Einmal für die gemeinsameSache gewonnen, betreibt Od. nun selbst dieWerbungen und entlarvt den unter den Töch-tern des Königs Lykomedes auf Skyros ver-borgenen Achilleus . Nach einem irrigenZusatz von späterer Hand (D) zu Schol. Ven.T 326 war diese Sage schon erzählt παρά τοΐςχνχλιχοΐς (widerlegt von G. Hinrichs, vgl. auchUlix. Posth. 1 , 11 f.); vielmehr ist sie erst einMotiv der Tragödie, wohl zuerst in Sophokles ’Skyriai (vgl. ebenda 1, 56, not.) und Euripides ’Skyrioi, bildlich dargestellt schon von Polygnot(Paus. 1, 22, 6) sowie von Athenion (Plin.
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35, 134). Eine Komödie Exvniai des Anti-phanes nimmt Meineke (hist. crit. 312) an.Nach dem zitierten Homerscholion kommt Od.nach Skyros mit Nestor und Phoinix, nachTzetz. Anteil. 177 mit Nestor und Palame-des, nach Philostr. iun. Imag. 111 und Stat.Achill. 1, 538f. 676f. 700f. mit Diomedes ;ob bei Ov. Met. 13, 164 der Telamonier in Od.’Begleitung zu denken ist, bleibt zweifelhaft;allein erwähnt wird Od. bei Apollodor . 3, 13,8; Nikephoros bei Walz, Rhet. Gr. 1 , 429;Quint. Smyrn. 5, 256f.; Eustath. p. 782, 48;p. 1187, 16; Lycophr. 276 mit Tzetz.; Append.Narrat. in Westerm. Mythogr. 365. Zuerst inPhthia von Peleus abgewiesen, ermitteln die Ge-sandten, bei Hygin. f. 96 nur allgemein orato-res genannt, mit Kalchas’ Hilfe Achills Aufent-haltsort. Den Töchtern des Lykomedes legtOd. Waffen und Wollkörbchen mit Webgerätenvor; die Mädchen greifen nach letzteren, Achillnach den Waffen (so Schol. T 326; Ov. undPhilostr. iun. a. a. 0.); bei Apollodor a. a. 0.stöfst Od. in eine Trompete, bei deren Klangsich Achill verrät; bei Hygin und Statius (Achill. 1, 841 f. 875 f.; vgl. 1, 6) sind beideZüge der Sage vereinigt. — Als Werber kommtOd. mit Talthybios auch nach Cypern undbestimmt den Kinyras wenigstens zu einerBeihilfe für den Feldzug: Apollodor. ep. 3, 9p. 190 Wagner; vgl. A 20 u. Eustath. p. 827, 34.Die bereits von Homer , allerdings nur Sl 765erwähnte, zwanzigjährige Dauer des Trojani-schen Krieges (vgl. Welcher, Kyklos 2 2 , 263f.)deutet hin auf einen zuerst in den Kyprienerzählten ersten Feldzug der Griechen, derin Mysien endigt. Bei deren Einfall wirdTelephos, der König des Landes, von Achill schwer verwundet, die Griechen selbst aberzur Umkehr genötigt und in die Heimat zu-rückverschlagen: dorthin folgt ihnen Telephosauf ein apollinisches Orakel hin, durch dessenDeutung Od. die Heilung und Teilnahme desUnglücklichen am Kriegszug vermittelt (währendnach 1 519f. sein Sohn Eurypylos in den Reihender Troer fällt). Dies schon die Erzählung derKypria (Ulix. Posth. 1 , 8f.), der Aischylos undAccius, Euripides und Ennius , vielleicht auchAgathon, Iophon , Kleophon und Moschion inihren Telephos betitelten Tragödien, sowie fernerseit Heinolochos mehrere Komiker bis auf denPhlyakographen Ehinthon herunter (Ulix. Com.364. 388) gefolgt sind. Od.’ Mitwirkung wirdbestimmt bezeugt von Hygin. f. 101; Ov. Met.13, 171f. (wo sich Od. sogar selbst die Ver-wundung des Telephos zuschreibt); Plin. N. H.35, 71 (Bild des Parrhasios ); Biet. Cret. 2, 6.— Als die griechische Flotte, zum zwei-ten Male in Aulis versammelt, wegen desZorns der Artemis vor Windstille nicht ab-segeln kann, dringt Od. auf die Opferungder Iphigeneia (s. d.). Nur in Eur.’ Iph.Aul. wird die Jungfrau durch ein SchreibenAgamemnons , das ein Sklave überbringt, indas griechische Lager entboten, nach denübrigen Berichten mit oder ohne die MutterKlytaimnestra (s. d.) von Od. (Ov. Met. 13,193f. ; Biet. Cret. 1 , 20; Nonn. Bionys. 13,110;Tzetz. Anteil. 194) oder von ihm und Diomedes
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