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zwar mit Menelaos und Nestor heimwärts auf,kehrt aber infolge eines Streites von Tenedosnach Troja zu Agamemnon zurück. Als diesernunmehr selbst absegelt, begleitet ihn von dengriechischen Fürsten allein noch Od. ( Aeseh.Ag. 814t.), wird aber dann durch Stürme vonihm getrennt. Seine erste Spur finden wirwieder in dem tlirakischen Maroneia, dervon ihm zerstörten Kikonenstadt Ismaros,wo ihm der Apollopriester Maron den köst-lichen Wein schenkt: Eur. Gycl. 141. 412. 616;Propert. 3, 33, 33. Ein Flüfschen bei der Stadtwar nach ihm Όδϋβοειον benannt: Eustath. p,1615, 10 Hier trifft er mit Neoptolemos zu-sammen (Agios nach Proklos ), mit dem er, wieStiehle (Philol. 8, 68f.) annimmt, zunächst dieReise fortsetzt (s. u.).
Viel ausgiebigere Weiterdichtungen als dieIlias hat die Odyssee erfahren. So ist sieQuelle für eine von Od. bei den Phaiakenhandelnde Dichtung des Alkman (Bergk, Lyr.3 4 , 52) sowie für Sophokles ’ Nausikaa =ΠΧυντριαι (einfache Wiedergabe von ξ; vgl.auch Philylliob ’ Komödie mit demselben Doppel-titel sowie Eubulos’ Nausikaa ) nnd Φαίακες,wo Od. wohl seine Irrfahrten erzählte (fr. 777Nck. s ) und sich zu erkennen gab mit fr. inc.880 Nck* (vgl. t 19 und τ 407); ähnlich gewifsPhormis’ Komödie Alkinoos. Eine Phaeacisschrieb Taticanus, der Jugendfreund Ovids(Pont. 4, 12, 27. 16, 27); vgl. auch Priapea 68, 25f. — Besonderer Beliebtheit erfreute sichdie Polyphemsage, dargestellt schon inEpicharms Kvxlanp = Όδ. ναυαγός (vgl. Ulix.Com. 369f.) und Kratinos’ Όδυσαής (ib. 370f.;nach Platonios ein διααυρμός Όδυαοείας) : hierberichtet Ούτις auf Polyphems Frage nach Od.,er habe diesen in Paros bei einem Kaufhandelangetroffen (fr. 136 K.), den man obscön deutenmöchte, wenn Od. nicht auch schon in EpicharmsΌδ. αυτόμολος (s. o.) sowie in Sophokles’ Philoktet und bei Achills Abholung aus Skyros als Kauf-mann erschiene und von Theophrast geradezumit einem phoinikischen έμπορος verglichenwürde (Aelian. V. H. 4, 20). Die Kyklopie istferner persifliert in Ar. Vesp. 180 f., Kallias’Κύκλωπες und Antiphanes’ Κύκλοηρ. Vielleichtgehört einem dieser Stücke das komische Motivan, wonach Od. in die Höhle zurückkehrt, umsich den vergessenen Hut und Gürtel zu holen:Blut. Cot. 9; Ulix. Com. 373. Ferner war derGegenstand behandelt in den SatyrspielenKyklops des Aristias und des Euripides ; bei letz-terem erscheint zwar Od. mutiger als bei Homer (Cycl. 198f. vgl. mit i 236f.), aber auch zweifel-süchtig und von des Gedankens Blässe ange-kränkelt: 354 f. 606 f.; vgl. de Ulix. in fab.satyr. pers in Commentat. Pibbeck. 102f. Timo-theos’ und Philoxenos’ gleichnamige Dithyram-ben sowie der von Hör. Sat. 1, 6 , 63; Ep. 2,2, 125 erwähnte Pantomimus bringen Od. be-reits in Verbindung mit Polyphems GeliebterGalateia, ib. 105f.; Holland, de Polyphemo etGalatea, Leipz. Stud. 7, 139f. Über den Όδ.ναυαγός βολοικίξων des Oinonas (Athen . 1,20a; 14, 638b) vgl. Holland 178f. Od. er-scheint dabei meist als des Kyklopen sieghafterNebenbuhler. Farblos dagegen sind die beiden
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Reden des Od. in der Kyklopenhöhle vonLibanios 4, 1028f. Beislce. — Den von ihm aufder Insel im Stich gelassenen GefährtenAchaemenides führt in die Sage erst Vergilein: Aen. 3, 613f.; vgl. Ov. Met. 11, 161; Pont.2, 2, 25; Ib. 417; als Aineias ’ Begleiter triffter einen andern Gefährten des Od., den Ma-kareus, bei Caieta an: Ov. Met. 14, 159f.Eines seltsamen Liebeshandels mit Polyphemseinziger Tochter, die Od. sogar entführt, ge-denkt loannes Antiochenus (Müller, fr. h. Gr.
4, 551). — Bei der Weiterfahrt hat Od. aufder Insel Meligunis heimlichen Liebesumgangmit Aio 1 os’ Tochter Polymeie: Parthen. Erot. 2.— Gewifs bildete auch in Aischylos’ SatyrapielAt'pxij sowie in den gleichnamigen Komödienvon Ephippos und Anaxilas neben der Ver-wandlung der Gefährten (vgl. auch Ar. Plut.304 f.) und den unvermeidlichen Efs- und Trink-scenen die Liebe ein Hauptmotiv, das auch inder Kig-Kri des Alexander Aetolus (vgl. Ov. Bemed.Am. 263f.) wirksam gewesen sein mag; wegeDihrer Liebe zu Od. weist sie einen andern Be -werber ab und macht ihn wahnsinnig: Parthen.Erot. 12; ein von Kirke gesendeter Fisch giebt,gleichsam als Liebespfand, Od.’ Schiff das Ge-leit, vgl. Meineke, Anal . Alex. 240; E. Bohde,Griech. Boman 104. Hierher gehört auch Laevius 'Sirenoeirca (Lucian Müllers Ausgabe des Caiull
5. 82 f.), sowie Priapea 68, 19 f. — In derUnterwelt erhält Od. von Teiresias die Weis-sagung seines Todes durch einen Rochen-stachel bereits bei Aischylos : T*v%ayayoi fr. 275Weit. 2 ; vgl. Valckenaer, l)iatr. 286; Welcher,Tril. 485 f. Parodiert war die homerische Neuviain Sopatros’ gleichnamiger Hilarotragödie; dieFragmente deuten auf ein Zusammentreffenmit dem Telamonier hin, dem dieses sehr un-willkommen ist ( Ulix. Com. 389). Auch Philetas’Hermes handelte von Od.’ Hadesfahrt (Meinekea. a. O. 350 f.); vgl. auch Platon . Bepubl. 10,620 c; Hör. Sat. 2, 5; Lucian , Totengespräche 29und Salt. 46 sowie Ettig, Acheruntica, Leipz.Stud. 13, 364. — Den Elpenor, den er in derUnterwelt wiederfindet (Gemälde in der delphi-schen Lesche: Paus. 10, 29, 8), hatte er nachServ. Aen. 6, 107 zum Zweck der Nekromantieselbst erst umgebracht. Das Abenteuer mitden Seirenen (vgl. auch Hesiod. fr. 88. 89Kinkel) behandelten im Sinne heitersten Lebens-genusses Komödien von Epicharm, Theopomp und Nikophon (Ulix. Com. 368f.): hierzu stehtim Gegensatz Philostr. Heroic. 11, wonach dieSeirenen an dem stumpfnasigen, alterndenManne keinen Geschmack finden (vgl. jedochOv. A. A. 2, 123f.). — Die Skyllaepisode warschon Gegenstand eines Dithyrambos desStesichoros (aus ihm vielleicht fr. 70 BgkA beiPlut. sollert. anim. 36, 14, wonach Od. auf demSchild als Wappentier einen Delphin trägt,vgl. auch Euphorion bei Meineke a. a. 0. 142;daher wird Od. SeXcpivoeryiog genannt: Lyc.Alex. 658). Aus Euripides’ Skylla zitiert Aristot.Poet. 15 einen &grjvog ’OSvoostog als Beispielübertriebener Schmerzensäufserung; wohl iden-tisch mit dem d-gijvog ’Oövooemg des Dithy-rambendichters Timotheos, vgl. Gomperz, Mit-teilungen aus Papyrus Bainer 1, 84.
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