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auch als Heimat der Ky kl open (s. d.), -weshalbhier namentlich Euripides' Satyrdrama spielt:20. 95. 114. 366. 703. Möglich, dafs Homer (fallser überhaupt eine bestimmte Örtlichkeit imSinne hatte) unter dem einäugigen Polyphemmit seinen steinschleudernden Wutausbrüchenden Ätna verstand, der ihm aus den Erzählungender Schiifer bekannt sein konnte. — Sizilienkommt noch mehrmals als Schauplatz derAbenteuer des Od. zur Geltung. Sein süd-liches Vorgebirge war angeblich nach dem Ge-fährten Pachynos benannt, hiefs aber auchgeradezu Odysseuskap: Lyeophr. Al. 1029. 1182.Hier sollte auch der Held zur Versöhnungder von ihm einst gemifshandelten Hekabe einKenotaph mit Totenspenden gestiftet haben:ibid. 1181. Andere Zeugnisse seiner Anwesen-heit wies man in einem Tempel zu Engyionauf Sizilien: Poseidonios bei Plut. Marcell. 20(vgl. o.). Von einem Schiffbruch des Od. beiMylai ( προς Μνλας Lesart Scaligers ) berichtetPtulem. N. H. in Westerm. Mythogr. 192: erhabe dabei Achills im Waffenstreit gewonnenenSchild verloren, der vom Meere weit hinwegzur Sühne an Aiaa’ Grabmal getrieben wordensei (s. o.). Die im Altertum herrschende An-sicht, die Insel Θριναχίη sei Sizilien (vgl.dagegen Volcker, Homer . Geogr. 119 f. Hergt
а. a. 0. 35 f.), spezialisiert Appian (bell. civ. 5,116) dahin, dafs er „die Rinder des Heliosund den Schlaf des Od.“ in dem StädtchenArtemision bei Mylai ansetzt. Endlich wer-den auch die Laistrygonen (s. d.), die man-che wegen der kurzen Nächte im hohen Nor-den suchten (vgl. Krates in Schol. x 86. Eustath.p. 1649, 27. Gemin. eiern, astronom. 5. Müllen-hoff, Deutsche Altertumskunde 1, 5f. H. Martin,les longs jours et les courtes nuits du pays desLaistrygons suivant Homere, Annuaire de l’asso-ciation pour Vencouragement des etudes Grecquesen France, 1878 p. 22 f.; v. Wilamowitz a. a. 0.168), in Leontinoi auf Sizilien angesetzt:Strab. 1,20; Eustath. p. 1649, 15. Doch fandendie römischen Schriftsteller sie lieber beiPormiae in Italien : Cic. ad Att. 2, 13, 2; Ου.Met. 14, 233f. Die Meerenge zwischen derInsel und dem italischen Festland hielt manseit Alters für den Sitz von Skylla undCharybdis; dafs Od. sie passiert, bezeugtThulcydides: 4, 24, 5. Als die Aiolosinselwird bald Strongyle (j. Stromboli, vgl. Strab.
б, 276), bald Lipara (ib. 1, 20) genannt. Letz-teres ist identisch mit Meligunis, wo Od.’Liebesabenteuer mit Aiolos’ Tochter Polymeiespielt: Parthen. Erot. 2 (s. o ). Unter den Ortendes Festlandes von Italien ist zunächst dervon Od. in Bruttium errichtete Minervatempelzu nennen: Solin . 2, 8. Bei Temesa (Tempsa),schon a 184 erwähnt, wird Polites, einer dervon Kirke in Schweine verwandelten Ge-fährten des Od. (x 224), von den Bewohnerndes Landes wegen eines Ehebruchs erschlagen:Strab. 6, 255; Paus. 6, 6, 7. Über eine Kult-stätte des Od. und andrer homerischer Heldenin Tarent (Ps.-Arislot. Mirabil. Auscult. 106)vgl. o. Am lacinischen Vorgebirge suchteman auch die Wohnung der Kalypso: Skylax 13, die aber auch in Kampanien am Averner-
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see angesetzt wird: Dio Cass. 48, 50. Ein förm-liches kampanisches Itinerar des Od. giebtLykophron : Al. 688 f. Von den Laistrygonenher gelangt er, auf ein einziges Schiff ange-wiesen (x 132), zur Insel Pithekussa (j. Ischia ):Lyeophr. Al. 691. Nach seinem SteuermannBaios, den er auf dem nahen Festlande be-gräbt, hat Baiae den Namen: ibid. 694; Strab.1, 26; 5, 245; Beloch , Companien 181; ebensowie nach seinem Gefährten Misenos das KapMisenum: Strab. 1,26; 5,245. Hierhin verlegteman aber auch den Eingang in die Unterw eit.Dafs Od. hierher zur Befragung des Toten-orakels gekommen sei, erzählt Strab. 6 , 244.Nach Lyeophr. 698 f. hängt er im Haine derPersephone als Weihgeschenk für sie undihren finstern Gatten seinen Helm auf. Weilman hier den Eingang zum Tartaros sah, wur-den hier auch die Kimmerier (s. d.) lokali-siert (ibid. 695; Strab. a. a. 0.; Plin. N. H.3, 61), die man dagegen l 14f. im äufserstenWesten findet (s. o.). Am südlichen Ende desheutigen Golfs von Neapel bekundete derAthenetempel auf dem Vorgebirge der Seire-nen, ein ί'δρνμα Όδυβαίως, den einstigen Be-such des Helden, der ebendort, bei der Vorüber-fahrt an den Inseln der Jungfrauen, ihrenLockungen glücklich entronnen war: Strab. 5,247. In der Nähe, bei Misenum , hiefsen dreiandre kleine Eilande Κίρκης νηαοι: Ps.rSkymn.225; gewöhnlich aber galt für den Aufenthalts-ort der Zauberin das Vorgebirge Circei,Kujxaiov·, auch hier zeigte man in einemAthenetempel Reliquien des Od.: Strab. 6, 232.
Dem Mythographen lag es nahe, Od. inItalien mit Aineias in Verbindung zu bringen.Hellanikos hat dies wohl noch nicht gethan;denn bei Lion. Hai. 1 , 72 ist mit cod. Urbin.statt per’ Όδνασέως wohl μετ’ Όδνααέα zulesen, wodurch sich eine vermeintliche gemein-same Einwanderung von Aineias und Od. so-wie die Gründung Roms durch beide Heldenerledigt. Eine Begegnung des Aineias mitOd. in Italien , mehr unfreundlicher Art, er-wähnt allerdings Hion. Hai. 12, 16, läfst aberdie Wahl zwischen diesem und Diomedes ; alsAineias einen der beiden alten Gegner beieinem Opfer sich habe nahen sehen, habe erdas Haupt verhüllt, ein sakraler Brauch, dersich forterhielt. Dagegen ist ihr Zusammen-treffen prophezeit: Lyeophr. Al. 1242 f, vgl.Tzetz. zu 1244 (wohl nach Timaios : Schwegler,R. G. 1, 404, 34; Holzinger, Lyk. Al. S. 340).Aineias vereinigt sie darnach inTyrsenien mitOd., der hier Nanos heifst (s. d.) und dem Troerunterwürfig und kniefällig begegnet, sowie mitden mysischen Prinzen Tarchon und Tyrrhenos,Telephos’ Söhnen, und gründet im Lande derAboriginer (Boreigonen) dreifsig Burgen. ÜberOd.’ und Kirkes Söhne Agrios und Latinos, die„gar fern im Winkel der heiligen Inseln (d. h.Siziliens und Italiens ) sämtliche hochberühmteTyrsener beherrschen“ ( Hesiod . Theog. 10l5f.),sowie über Od.’ Auswanderung von Ithaka nachTyrsenien und seinen dortigen gewaltsamenTod (Theopomp bei Müller, fr. h. Gr. 1, 296;Lyeophr. Al. 805 mit Tzetz.) s. o. Die StadtGortynia, in der er erschlagen ward, erkennt
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