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d. Wissensch. 1868 S, 61f., 67f.), mit Rechtanders erklärt werden ( Luckenbach, FleckeisensJalirb. Suppl. Bd. 11, 546f., 554f), vergegen-wärtigt ein anderes Vasengemälde allerdingsdiese Scene ( Luckenbach 5951'.): wie bei Homer erscheint hier auch Od. unter den Gesandten,die den Peliden seiner Mutter Thetis ent-führen. Achills Entdeckung auf Skyroswar bereits Thema von Gemälden des Poly-gnot (Paus. 1, 22, 6) und des Athenion(Plin. 35, 134); auch beschreibt ein Bild mitdieser Scene Philostratos d. J., Imag. 111;erwähnt wird ein solches bei Achill . Tat. 6, 1.Über die noch vorhandenen Darstellungen,namentlich mehrere pompejanische Wand-gemälde, aber auch Mosaiken und Sarkophag-reliefs vgl. die Litteratur unter Achilleus Bd. 1Sp. 28, Diomedes Bd. 1 Sp. 1023 und Lyko-medes Bd.2 Sp.2179f., sowie Pauly,Bealencykl .“1, 242f. — Bei Telephos ’ Heilung war Od.zugegen auf dem Gemälde des Parrhasios(Plin. 35, 71), ebenso wie er auf den erhaltenenBildern erscheint; vgl. unter Achilleus Bd. 1Sp. 30f. und, insoweit sie zur Illustrierung dereinschlägigen Dramen dienen: Bibbeck, B. Tr.112. 348f.
Od.’ teilnehmenden Schmerz bei der Opfe-rung der Iphigeneia (s. d., sowie den Art.Klytaimestra Bd. 2 Sp. 1233f.) hatte auf einemberühmten Bilde Timanthes veranschaulicht(s. o.); dagegen tritt seine aktive Beteiligungbesonders auf einem der bekanntesten pom-pejanischen Wandgemälde vor Augen, wo derältere, bärtige Träger der Jungfrau „lebhaftan den Odysseustypus erinnert“ (Helbig, Camp.Wandgemälde 283); ebenso erscheint er, wäh-rend andere Darstellungen ihn beiseite lassen,regelmäfsig auf den hierher gehörigen Bildernetruskischer Aschenkisten (Brunn,UrneEtrusche1 Taf. 35—47), wo er, am Pilos kenntlich (s. u.),die Jungfrau über den Altar hält; vgl. auchSchlie, Troischer Sagenkreis auf etruskischenAschenkisten 60 f. und Bibbeck a. a. 0. 99 f.Übrigens sehen wir auch schon in einer Be-ratung, die dem ersten Akte vorangeht, Odysseus (Uthste) „in entschlossen kriegerischer Haltung,mit pileus, Wehrgehäng, Doppellanze undStiefeln versehen“ ( Bibbeck 103), als Vertreterdes Heeres das Opfer fordern auf einem etrus-kischen Spiegel (Gerhard 4, 1 S. 34 u. Taf. 385).— Den Streit zwischen Achill und Od.beim Mahle (-9· 75f.) sucht Welcher (A. H.3, 559f.), ohne jedoch völlig zu überzeugen,auf einem Skarabäus nachzuweisen, wo derdurch Beischrift bezeichnete Od. lebhaft redenddem im Weggehen begriffenen Achill gegen-übersitzt. — Auf Bildern mit der VerwundungPhiloktets und der Aussetzung des krankenDulders ist Od. nicht nachweisbar; vgl. übri-gens Michaelis, Ann. d. I. 1857 S. 253 f. —Bedenklich ist es auch, auf zwei Vasengemäldenin dem jugendlichen, bartlosen Helden bei Ge-legenheit der äiccUtriaig’EXsvgg Od. zu erkennen(Overbeck S. 332).— Erst Palamedes’ Tötunghat wieder Timanthes dargestellt ( Tzetz.Ghil. 8, 403; vgl. auch Ptol. N. H. in Westernn.Myfhogr. 182), und zwar als Meuchelmord(IlalagfiSriv öolorpovoiysvov), vermutlich wie
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er in den Kyprien durch Ertränkung sich voll-zieht (s. o.). Ein auf die Steinigung deserfindungsreichen Naupliossohnes bezogenesBild einer in Aulis gefundenen Vase, dessenDeutung überdies unsicher ist ( Welcher, A. H.
з, 435 f.; 5, 179f.), zeigt uns ausscbliefslich denNebenbuhler des Od., nicht auch diesen selbst;jener ist von dem „steinernen Rock“ bereitsteilweise verhüllt und zudem durch allegorischeMerkmale gekennzeichnet.
Im Kreise der Ilias läfst zunächst dieZurückführung der Chrj^seis eine Dar-stellung des Od. erwarten, der auch wirklichin der Schiffermütze auf dem oberen Streifender Tabula Iliaca als Führer der Siihn-hekatombe sichtbar ist (Jahn-Michaelis, Grieeh.Bilderchroniken T. 1), auch auf einem pom-pejanisehen Wandgemälde (Overbeck S. 384 f.
и. Taf. 16, 4) erkannt, jedoch auf der diesenGegenstand behandelnden unteritalischen Vasevermifst wird (Luckenbach 523). — Thersites’Züchtigung durch Od. ist lediglich dar-gestellt auf zwei Reliefs, die nach Ort undBestimmung der ebengenannten TabulaIliaca gleichen (Jahn- Michaelis a. a. O. T. 2B und C S. 13, vgl. die Abbildung unter NestorBd. 3 Sp. 293); hingegen beziehen sich mehrereMarmorwerke, die man auf die homerischeThersitesscene (oder auf die Tötung des Spöttersdurch Achill in der Aithiopis) gedeutet hat(Friederichs, Arch. Ztg. 1855 S. 49 f.), in Wahr-heit auf die Skyllaepisode (Schöne, ebenda1866 S. 153f.; 1870 S. 57 f.; Treu, Mitteilungend. Arch. Inst, in Athen 14, 163). — Die Ver-tragsscene r 245f. sehen wir vorgeführtauf einem Relief (Arch. Ztg. 1869 T. 1): deran der Kopfbedeckung erkennbare Od. (P 268)steht mit einer Schale in der Hand nebenAgamemnon . Nicht verschwiegen werden soll,dafs Hübner (A. Z. 1869 S. 6) das Bild aufden Vertrag vor Polyxenas Vermählung be-zieht. — Den um die Teilnahme am Zwei-kampf mit Hektor losenden Helden (H 175f.)sowie Nestor waren in Olympia neun Statuenvon Onatas errichtet (Paus. 6, 25, 8), derenhalbrunden Unterbau man noch jetzt an Ortund Stelle, in der Nähe der Trümmer desZeustempels, wahrnimmt (Bötticher, Olympia 2252 f.); speziell 0d. s Standbild hatte Nero nachRom geschleppt, sodafs Pausanias nur achtStatuen sah. — Grofser Beliebtheit erfreutesich in der bildenden Kunst das Motiv derGesandtschaft an Achill (I 192f.), dar-gestellt in mehreren z. T. sehr schönen Vasen-bildern (Robert, Arch. Ztg. 1881 S. 137f.;Fröhner, Jahrb. d. Arch. Inst. 7, 26; Baumeister,Henkmäler 726). Schon auf dem einen Ge-mälde des Hieron ist Od.’ Haltung ziemlich ein-drucksvoll (Mon. d. I. 6, 19); hier steht ermit nachlässig gekreuzten Beinen und aufzwei Speere gestützt dem auf einem Klapp-stuhl sitzenden Achill gegenüber, wobei ihmder Petasos in den Nacken hinabhängt. Aufserdem angeredeten Peliden hören ihm, währender das Gesuch der Griechen vorträgt, auch diebeiden Mitanwesenden, Phoinix und der Tela-monier Aias, aufmerksam zu. Noch weit wirk-samer und bedeutender ist Od.’ Erscheinung
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