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Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
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665-666
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665 Odysseus (in d.bild. Kunst: Palladionraub) Odysseus (in d.bild. Kunst: Palladionraub) 666

an dem Vorgang, seine Stellung und vor allemder Ausdruck seines Gesichts (to atgvqjvov nalsygrjyogös nach Philostratos , Imag. 2,7; s. o.)sind selbst in diesen flüchtigen Zeichnungenso aufserordentlich charakteristisch, dafs wirihn nicht blofs auf den vier Monumenten, wosein Kopf vollkommen erhalten ist, sondernauch auf den drei übrigen, wo er verstümmeltoder ganz verloren ist, unbedenklich annehmendürfen ( Schlie a. a. 0. 136 f.; vgl. auch Bibbcck395 f. 400 f.).

Auf die Spionage des Od. bezieht sichdas zwar nicht erhaltene, aber von Plin. 35,137 beschriebene Bild von Polygnots BruderAristophon ( 0. Jahn, Arch. Ztg. 1847 S. 127;vgl. Art. Helena Bd. 1 Sp. 1945 u. 1969). Triffthier Od. offenbar mit Helena Abrede für denRaub des Palladions, so ist dieser be-kanntlich auch selbst häufig dargestellt, bis-weilen zwar als That des Diomedes allein (sovielleicht schon auf dem Gemälde Polygnots:

der Scene in die Stadt ist gegeben auf demBilde der Neapler Vase nr. 3235 ( OverbeckT. 24, 19; Chavannes nr. 6): Diomedes mit demPalladium wendet sich zu der mit der Rechtengebieterisch winkenden Helena um, währendOd. (OSevaoev s) beide scharf beobachtet. Ge-spannter noch ist die Stimmung auf einerdritten apulischen Vase ( Heydemann nr. 3231;Ann. d. I. 1858 Taf. M; Chavannes nr. 5). Vonder anwesenden Helena unterstützt, hat Dio-medes das Götterbild geraubt und entfernt sicheben mit ihm aus dem Athenetempel, als Od.,am Pilos kenntlich, erscheint und voll Ingrimmgegen eine fliehende Frauengestalt (die Prie-sterin Theano) den Speer schwingt; von obenbegünstigen das Unternehmen Athene , Nikeund Hermes. Zu spät kommt Od. auch nachder Darstellung eines Marmorreliefs im PalazzoSpada ( Overbeck T. 24, 23; Chavannes nr. 19).Seine erregte Haltung verrät Unwillen underinnert an einige andere Scenen des Odysseus -

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6) Odysseus , Philoktetes und Neoptoleraos; etrusk. Aschenkiste (nach Brunn, XJ. E. 1 Taf. 72, 7).

Paus. 1 , 22, 6; siehe jedoch unten; dann auchin vorhandenen Bildwerken, vgl. Chavannesa. a. O. nr. 3. 4. 15 BGHIL), meist aberunter Mitwirkung des Od., die schon be- 50zeugt ist für das aufgelötete Relief einer Silber-schale des unter Nero lebenden ErzkünstlersPytheas {Plin. 33, 156) und in einer für denrührigen Laertessohn besonders charakteristi-schen Weise durch zahlreiche erhaltene Monu-mente zur Anschauung kommt. Am einfachstenist die Fassung auf einem Neapler Vasenbild(Heydemann nr. 179; Chavannes nr. 9): dembartlosen Diomedes mit dem Palladium folgtder bärtige Od., dessen Haupt der Pilos be- 60deckt (vgl. auch Chavannes nr. 12. 21). örtlichfixiert wird diese Darstellung auf der TabulaIliaca, wo in Übereinstimmung mit Sophokles Lakonerinnen fr. 338 Nck. 2 ; Sthol. Ar. Vesp.351 und Serv. Aen. 2, 166 die Helden offen-bar aus einer Schleuse hervortreten {Jahn-Michaelis, Oriech. Bilderchroniken Taf. 1).Eine Erweiterung der Situation mit Verlegung

mythus {Chavannes S. 24 A. 1; Helbig, Samml.Borns 2, 173); vgl. auch eine Glaspaste mitganz ähnlicher Scene {Braun, Zwölf BasreliefsS. 12, abgebildet unter Diomedes Bd. 1 Sp. 1026);ferner das Relief eines lykischen Sarkophags( Mitt. d.Arch. Inst, in Athens Taf. 11; Chavannes nr. 22), sowie endlich ein Stuccorelief von dervia Latina {Mon. d. I. 6, 51D; Chavannesnr. 20, s. Abb. 7). Aus demTempel,wo die zuletztaufgezählten Darstellungen spielten, werdenwir an die Stadtmauer versetzt auf den Bildernmehrerer geschnittener Steine, besonders aufder berühmten Gemme von der Meisterhanddes Felix (Overbeck T. 24, 21; Brunn,Künstler-geschichte 2, 503), dessen Werke wahrschein-lich das Gemälde Polygnots in der Pinakothekder Propyläen als Vorbild gedient hat (Paus.1, 22, 6; Bobert, Sarkophagreliefs 2, 149): wäh-rend Diomedes von der Mauer der im Hinter-grund sichtbaren Burg herab auf einen Apollo-altar gesprungen ist, wird er als alleinigerRäuber des Palladiums von Od. mit sichtbarem