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Oidipus (u. die Sphinx)
Oidipus (u. die Sphinx)
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(Winckelmann , Descr. des pierres gravees ... deStosch 3, 21, 42; Lippert, Daktyl. 2, 26, 79= Dactyl. univers. Chilias 2, 79 p. 61; Toelken2, 141 p. 72) zeigt den Oidipus im Begriff dieSphinx mit seinem Schwerte zu töten, Over-beck Taf. 1, 10 S. 29f.; doch ist die Pastenach Furtwiingler, Beschreib, d. geschnitt. Steineu. s. w. nr. 9442 modern; die erwähnte Pastesowie eine Gemme hei Millin, Gail. myth. 138,505 (s. die beigegebene Abbildung 3) sind ioin der Darstellung auffallend dadurch, dafsOidipus mit Panzer und Helm, der auf derGemme fehlt, sich von hinten über diesteif und regungslos dasitzende Sphinx beugt,indem er sie mit der L. am Kopfe hältund mit der R. das Schwert vor ihr Ge-sicht hält; infolge dieser Regungslosigkeit derSphinx dachte 0. Jahn, Arch. Beiträge 115 aneine Opferung der Sphinx, der sich diese,nachdem Oidipus ihr Rätsel gelöst, darbiete, 20ein Zug, der, wenn auch nicht litterarischüberliefert, doch möglich wäre. Furtwänglera. a. 0. nr. 808 Taf. 11 nr. 808 beschreibt eineantike braune Paste folgendermafsen: Oidipus ,unbärtig, nackt, tötetdie Sphinx, indem ervon oben mit demSchwerte auf sie her-abstöfst wie auf einOpfertier, nicht im 30Kampfe. Genau die-selbe Darstellung wieauf dieser Paste undauf der Gemme beiMillin a. a. 0. findetsich auf einem ge-schnittenen Steine imBrit. Museum ( Cata-logue of engraved gemsin the Brit. Mus. 40(1888), p. 157), der3) Oidipus , die Sphinx tötend, die Inschrift trägtGemme (nach Millin, Gail. myth. APIEMAPIV. Auf
138, 505). einen Kampf des Oidi-
pus mit der Sphinxbezieht Overbeck S. 28 nr. 24 mit de Witte,Catal. Durand 366 auch die Darstellung aufeiner fragmentierten rotfigurigen Vase ausVolci, auf der ein unbärtiger Jüngling inChlamys und Stiefeln, den Reisehut im Nacken, 50mit zwei Lanzen bewaffnet, die vor ihm kauerndeSphinx mit einer Keule bekämpft; anders0. Jahn a. a. 0. Hier sei auch die Darstellungauf einem bei Civitä Castellana gefundenen,jetzt in Parma befindlichen Krater angefügt(abg. Mon. delV Inst. 2,55. Welcher, AlteDenkm.
3 Taf. 11. Gerhard, Äkad. Abh. Atlas 5, 1), dieHeydemann, Mitteil. a. d. Antikensamml. inOber- u. Mittelitalien 48, 46 gegen die etwasabweichende Auffassung von Jahn, Arch. Beitr. 60118 fF. Overbeck S. 60 f. nr. 46 folgendermafsenerklärt: Sphinx mit Strahlenkranz, von einemforteilenden Jüngling (Oidipus) mit einem Steinbedroht; zugegen ist Hermes, ruhig dastehend(trotz des fehlenden Kerykeions sicher).
Weit häufiger aber, sowohl in der Litteraturals in bildlichen Darstellungen, erscheintOidipus als Löser des Rätsels der Sphinx.
Dieses lautete nach Asklepiades (fr. 21) in denτραγωδού μένα (= Schol. Für. Phoen. 50; Athen .10 p. 456 b ; Anthol. Palat. 14, 64; Tzetz. ad Lyk.7 p. 282; Hypoth. Für. Phoen. 243f. Schwarte)·,εοτι δίπονν επί γής καί τετράπον, ον μία φωνή,καί τρίπον" άίλάοαει δε φνήν μόνον οαα’ επίγαΐαν ερπετά γίνονται άνά τ’ αιθέρα καί κατάπόντον, αλί’ όπόταν πλεόνεβΰιν έρειδόμενονποβϊ ßaivg, ένθα μένος γνίοιοιν άφανρότατονπέλει αυτόν. Vgl. auch den in Prosa mit-geteilten Wortlaut des Rätsels bei Apollod.3, 6, 8; Schol. Hom. Od. 11, 271; Diod . 4, 64;JJypothes. Aesch . Sept. p. 44 Dind. Die Lösunglautete nach Schol. Eur. Phoen. 50: κίνθι καιουκ έθέλονβα, κακόπτερε Μούσα θανόντων,φωνής ήμετέρης, σής τέλος άμπλακίής. άνθρω-πον κατέλεξας, og, ήνίκα γαΐαν έφέρπει, πρώτονεφυ τετράπονς νήπιος εν, λαγάνων (ein hierauf-folgendes Distichon ist, wie Munzel sah, aus-gefallen), γηραλέος δε πέλων τρίτατον πόδαβάκτρον έρείδει αυχένα φορτίξων γήραϊ καμπτό-μενος. Oft wird die Weisheit, die Oidipus bei der Lösung des Rätsels bethätigte, hervor-gehoben: Find. Pyth. 4, 263 (468); Soph. Oed,B. 393 ff.; Eur. Phoen. 48. 50. 1506. 1730;doch wird die Lösung auch göttlichem Bei-stand (Soph. Oid. B. 38) oder auch dem Zu-fall zugeschrieben, indem Oidipus auf sichgezeigt habe (Schol. Eur. Phoen. 50); noch'anders Dio Chrysost. or. 10 p. 166 Dind. Inverwandtschaftliche Beziehung mit Oidipusbringen die Sphinx Lysimachos fr. 5 im Schol.Eur. Phoen. 26, nach dem sie eine Tochterdes Laios war, und die euhemeristische Sagebei Paus. 9, 26, 8f., nach der sie gleichfallseine Tochter des Laios, aber eine unehelichewar; durch ihren Vater war sie allein vondessen unehelichen Kindern über einen altendelphischen Orakelspruch unterrichtet undbestrafte diejenigen ihrer Geschwister, die ihrdie Herrschaft streitig machen wollten undden Spruch nicht kannten (vgl. Sokrates fr. 13im Schol. Eur. Phoen. 45; vgl. 1760 p. 415, 3f.;Hypoth. Eur. Phoen. 395, 19 Nauck), mit demTode, bis Oidipus kam, der durch einen Traumden Orakelspruch erfahren hatte, vgl. v. Wilamo-witz, Hermes 34 (1899), 77. Die Sphinx tötetesich nach erfolgter Rätsellösung (μανεΐααάνεΐλεν αυτήν, Hypoth. Aesch . Sept. p. 44 Dind.),genauer wird angegeben, dafs sie sich selbstzerfleichte (έαντήν διεσπάραζεν, Schol. Eur.Phoen. 50. 1505) oder sich in den Abgrundstürzte, Apollod. 3, 5, 8; Diod . 4, 64; Hypoth.Eur. Phoen. 396, 17 Nauck; eine Schwefelpastebei Tassie-Baspe 8608 stellt nach Overbeck 66nr. 67 dar, wie Oidipus , eine Lanze in derRechten, nachdem er das Rätsel gelöst hat,die Sphinx sich von dem Felsen herab-stürzen sieht. Oder hat Oidipus selbst sieherabgestürzt? Es scheint auch diese Versionder Sache gegeben zu haben. Wer unbefangendas ithyphallische Empfangsgedicht auf Deme-trios Poliorketes (Bergk 3 4 . Carm. popul. 46,32 ff. p. 676) liest, wird zu dieser Annahmegezwungen: hier wird der Feind, die Aitoler,mit der Sphinx verglichen, der wie diese επίπέτρας καθήμενος . . . τά σώμαθ’ ήμων πάντάναρπάαας φέρει, und nun wird Demetrios