725 Oidipus (u. die Sphinx)
Oidipus (Ehe, Kinder) 726
tel und Stöcke tragen, durch Reisetracht —auf der r. Schulter zusammengehaltene Chla-mys, im Nacken hängenden Petasoa und hoheStiefel —, sowie durch Bewaffnung — Schwertund zwei Speere, auf die er sich stützt —,streng unterschieden und als Oidipus charak-terisiert. Vergleicht man mit dieser Darstel-lung, was Schol. Eur. Phoen. 45 berichtet’ΑαχΧηπιάδης (fr. 21) Χέγε ι, τους Θηβαίουςεις έχχΧησ ίαν «αίτ εχάατην ά&ροέξε-α&αι_ διά το δυσαίνιγμα τής Σφιγγός. Χόγιονγάρ ήν αντοϊς μη απαΧΧαγήσεσ&αι των χάχωνπριν αν τους Σφίγγας Χνσειαν χρησμούς, οπότεδε μη συν ίοιεν, άρπαξε ιν αυτήν όντιν αάν βούΧοιτ ο των ποΧιτών, und Apollod. 3,5, 8 χαϊ σννιόντες (die Thebaner) είς αυτόποΧΧάχις εξήτουν τι το Χεγόμενόν έστι, soliegt die Vermutung nahe, dafs Hermonax den-jenigen Augenblick hat darstellen wollen, woder auf der Wanderschaft befindliche Oidipuszufällig zu einer solchen Versammlung derThebaner kam und die von diesen so langegesuchte Lösung fand. Schwieriger schon istOidipus herauszufinden auf 66) der Hamilton-sehen Vase ( Tischbein 3, 34. Overbeck Taf.2, 2 S. 41 nr. 42), wo Overbeck S. 42 den un-mittelbar vor der Sphinx sitzenden Jüngling,Blümner, Arch. Zeit. 25 (1867), 117f. den hin-ter diesem stehenden Epheben für Oidipus hält, während Jahn, Arch. Beitr. 114 allePersonen für Thebaner ansieht, ferner 67 ) aufder Hydria von Anzi in Potenza ( OverbeckTaf. 1, 14 S. 38 nr. 43, Heydemann, Annali1867, 378 f.), auf der beide Gelehrten einenandern als Oidipus bezeichnen. 68) Kylix(Dubois, Catal. Canino 188. Overbeck S. 31nr. 30): die Sphinx sitzend zwischen zweistehenden Männern. 69 ) Kylix ( Dubois, Catal.i Canino 189), auf der Overbeck S. 36 ff. nr. 42j gleichfalls noch den Oidipus herauserkenneni will, während Jahn a. a. 0. 114 es in Abrede' stellt, und 70 . 71 ) Auf zwei Lekythen derarchaeologischen Gesellschaft in Athen ( Col-lignon, Catal. des vases peints etc. p. 89, nr. 362.363) findet sich die Sphinx zwischen zwei aufKlappstühlen sitzenden Jünglingen, die bemühtsind, das Rätsel zu lösen, Heydemann, Griech.Vasenb. a. a. 0. Taf. 8, Fig. 3, 10c. 72 — 75 ) Mün-chener Vase (Jahn, Vasensamml. König Lud-wigs 352 p. 110. Overbeck S. 31 nr. 33), aufder sich zweimal dieselbe Darstellung wieder-holt: der auf breiter Säule sitzenden Sphinxsitzt zu jeder Seite ein Jüngling im Mantelund mit Stab zur Seite, der eine r. erhebt die
R. , der zweite sieht sich im Fortgehen um;vgl. die ähnlichen Darstellungen auf denMünchner Vasen 424. 677. 1313. Overbeck
S. 31 nr. 31. 32. Schliefslich sei erwähnt76) die Neapeler Amphora (abgeb. Annali 1871Tav. d’ agg. M. Michaelis ebend. 186ff. Heyde-mann, Neapeler Vasensamml. 3254 p. 579),deren Darstellung insofern den Aschenurnenvon Volterra (oben nr. 1 und 2) gleicht, alsdem Oidipus gegenüber hinter der Sphinx eine
: Erinys steht, auf dem Haupte zwei kleineSchlangen, mit beiden Händen auf eine Lanzegestützt, die Beine gekreuzt. Overbeck S. 58hatte bei Besprechung der Aschenurnen von
Volterra bemerkt: „Über die Bedeutung (derErinys ) läfst sich kaum etwas Näheres sagen,als dafs sie überall zu erscheinen pflegt, woes sich um Mord, Tod und Verderben han-delt.“ Michaelis a. a. 0. weist auf Pind. Ol.2, 41 f.: Ιδοΐαα δ ’ όζει’ Έριννύς έ'πεφνέ οί(dem Oidipus) συν άΧΧαΧοφονία γένος άρήϊον,und llberg a. a. Ο. 24, 3 meint, dafs dasVasenbild geradezu von des Euripides Ver-sen (Phoen. 1503ff.: Έρινΰος, ά δόμον ΟΙδι-πόδα πρόπαρ ώΧεσε, τάς άγριας οτε δυσζννετονξυνετός μέΧος έ'γνω Σφιγγός) inspiriert sei.Κ. Hilthey, Arch. Zeit. 31 (1873), 89 erinnertan Stat. Theb. 1, 66 (vgl. 11, 482 ff.), wo Oidi-pus zu Tisiphone sagt: Sphingos iniquae calli-dus ambages te pr aemonstr ante resolvi, undnimmt für unser Vasengemälde und die Versedes Statius dieselbe griechische Dichterquelle,wenn auch nicht unmittelbar, in Anspruch:vielleicht ist es eben Euripides . SchonK. 0. Müller, Aeschylos’ Eumeniden 170 hatteerkannt, welche wichtige Rolle im Oidipus -mythos die Erinys spielt: „Oidipus , sagt er,ist ganz und gar ein Geweihter der Erinys ,geboren, um durch seinen Fluch das Geschlechtzu verderben.“ Ich verweise aufser den bereitsangeführten Stellen auf folgende: dem Oidi-pus hinterlässt die Mutter gar viele Schmerzen,oaaa τε μητρος Έρινννες εχτεΧέονσιν, Hom.Od. 280. Teiresias sagt zu Oidipus : xai σ’άμφιπΧήί ; μητρός τε xai του σου πατρός έλαποτ εχ γης τήςδε δεινόπονς άρά, Soph. Oed.Β. 417f. Dem Mörder des Laios folgen δείνα lΚήρες άναπΧάχητοι, ebend. 471 f. Zu Adrastossagt der Chor: έρημα σ’ ά ποΧΰστονος ΟΙδί-ποδα δώματα Χιποϋα’ ηΧ&’ ’Ερινΰς, Eur.Suppl. 835 f. Polyneikes klagt dem Oidipus sein Schicksal: ων εγώ μάΧιατα μεν την σήνΈρινύν αίτίαν είναι Χέγω, Soph. Oed. Col. 1299.
Ehe. Kinder.
Dafs im alten Epos die Ehe des Oidipusmit seiner Mutter kinderlos war, ist obenSp. 701 bemerkt worden. Die Oidipodienannte als zweite Gattin des Oidipus undMutter der vier Kinder (Antigone , Ismene,Eteokles und Polyneikes) die Euryganeia,die Tochter des Hyperphas, Paus. 9, 5, 11;Peisand. im Schol. Eur. Phoen. 1760 p. 414, 29(Ενρυγάνη παρ&ένος); Pherekydes (fr. 48) imSchol. Eur. Phoen. 53, der sie Tochter desPeriphas nennt; bei Apollod. 3, 5, 8 heifst sieTochter des Teuthras (0. Müller, Orchomenos 226, 6 versteht unter diesem Teuthras denKönig von Thespiai , während Welcher 2, 314, 3;Schneidewin 165, 1; Bethe 24, 36 mit AegiusTeuthras in Hyperphas ändern); vgl. Schol.Eur. Phoen. 13: xai τον Οίδίποδα δέ φααιν’Επιχάατην τε την μητέρα γεγαμηχέναι χαϊΈΰρυγάνην. Der Maler Onasias, ein Zeit-genosse Polygnots (Paus. 9, 4, 2), hatte imTempel der Athena Areia in Plataiai gemaltχατηφή την Ενρυγάνειαν έπϊ τή μάχη τωνπαίδων, Paus. 9, 5, 11, im Anschlufs, wie ausPaus. a. a. 0. hervorgeht, an die Oidipodie,Müller, Orchomenos 226; Bethe 25. Nacheinigen war Euryganeia eine Schwester derIokaste , Schol. Eur. Phoen. 53. So kennt das