Band 
Dritter Band, erste Abteilung. Nabaiothes - Pasicharea.
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1579-1580
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Pareia

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nahe verwandte Göttin der Zurede und desTrostes, deren von Praxiteles verfertigte Statueneben derjenigen der Peitho im Tempel derAphrodite üg&lgig (s. d.) zu Megara stand.Paus. 1, 43, 6; Overbeck, Geseh. d. griech. Plastik2 2 , 28; Baumeister , Denkm. 1301 r. u. Pare-goros neben Aphrodite und Peitho auf derThamyrisvase, Robert, Arch.Jahrb. 1896,38 Anm.,wo Robert auch auf dem a. a. 0. 36 (vgl. Arch.Zeit. 1867 Taf. 224, 2) abgebildeten Aryballosaus Athen (Paris, Eros, Athena ) den der vier-ten Figur beigeschriebenen Namen, von demnur noch die Buchstaben HP erhalten sind,zu ncegllPogog ergänzt. Vgl. Parphasis. ÜberNLxr\ nagijyogog s. d. Art. NikeBd. 3 Sp. 310, 9f.

[Höfer.]

Pareia (Ildgsia), 1) Pareia oder iTapta, Neben-frau des Minos (s. d. Bd. 2 Sp. 2904, 2 ff.).2 ) Auf dem Wege von Sparta nach Arkadien be-fand sich nicht weit von einem Heiligtum desAchilleus A&yv&g . . iitiyihqciv Ilags Lag äyaXgaiv vitald-ga, Paus. 3, 20, 8. Der Beiname istdunkel. Jacobi s. v. Pareia vermutete, dafs dasBild aus parischem Marmor verfertigt ge-wesen sei. Die übrigen Erklärungsversuchebez. Vermutungen sind verzeichnet bei Hitzig-Bluemner zu Paus. a. a. O. u. S. 844: Gerhard,Gr. AD/fÄ. 1,234 Anm. 7 f. liestAgsLag, Schubart,Methodol, 97. Praef. Paus. tom. 1 p. XIV. Tlga-xslag (als Stiftung des Prax [s. d.]), Siebelis Ila-(f.iag; Wide, Lakon. Kulte 60 nimmt Zusammen-hang mit Pareia 1 an; Maa/'s bei Wide a. a. 0.A. 9 fafst üagsicc als Femininum von Hagsvg

nagaaraTris. Ist vielleicht Ilgasictg (vgl. dieEIXsL&vlcu Ilgaslca) oder ücztgiag (Kultnameder Athena in Anaphe, s. Patrioi Theoi nr. 9 a)möglich? [Höfer]

Parentes l)ei oder vielmehr Dei parentes,wie die Stellung regelmäfsig ist, die ver-götterten Seelen der verstorbenen Eltern, auchdei inferum parentum (C. I. L. 1, 1241 = 10,4255) oder divi parentum (si parentem puerverberit, ast olle plorassit, puer divis parentumsacer esto, lex regia hei Festus 230b) ge-nannt, auch im Singular deus parens vor-kommend ubi mortua ero, parentabis mihiet invocabis deum parentem, sagt Cornelia, dieMutter der Gracchen hei Nepos p. 123 Halm

fr. 16 Hist. Rom. fr. S. 222 Z. 34, woSteuding s. v. Inferi Bd. 2 Sp. 244, 43ff. indem deus parens den Geist des Urahnen er-kennt, wälirend es auch möglich erscheint,den Geist der Cornelia selbst darunter zu ver-stehen; vgl. den Art. Pater nr. 3 und dasdort über narfig ffsog Gesagte. Die üblicheForm der Weihung ist Dis Parentibus (abge-kürzt D. P., C. 1. L. 5, 3285. 3287), C. 1. L. 5,3283f. 3286. 3288: [Dis | Parentibus \ P. Te-natius; 3289: Dis . Parentibu j S. Vinnia .Modesta \ v s .1 m; 3290: Düs Parentibus \Augustis | porticum . dedit | L. lunius . M. f.Pauper. Da alle drei Inschriften aus Verona stammen, könnte man vermuten, dafs dieseDedikationen irgend einer lokalen Veran-lassung ihre Entstehung verdanken. R. Peter.]Diis Parentibus suis (Rom ), C. I. L. 6, 9659.Dibus (sic!) Parentibus illiufs] (Devotionstafelaus Minturnae), C. I. L. 10, 8249; zu dem

Paris (= Alexandros)

beigefügten Genetiv vgl. Varro d. I. I. 6, 23:diem parentum Accae Ijarentinaen&ch Mommsens(Rom . Forsch. 2, 3) Emendation. Die Feste fürdie Dei Parentes, die dies parentales, fandenvom 13. Februar an statt, s. d. Art. ManesBd. 2 Sp. 2323 und die dort gegebene Litte-ratur, ferner Preller-Jordan 2, 98. W. Caland,Uber Totenverehrung bei einigen der indo-germanisch. Völker, Verhandel. der koninkl.io Akad. van Wetensch., Afdeeling Letterkunde17 (1888), IV S. 74f.; vgl. auch Rohde, Psychel 2 , 254, 1. 2 2 , 205, 5. Wissowa, Religion u.Kultus der Römer 187. [Höfer.]

Paretlios? (Ildgg&og?), Sohn des Dionysos und der Ariadne , Bruder des Thoas, Staphylosund Oinopion, Apollod. frgm. Sabb. 1, 9. DerName scheint verderbt. Bücheier (vgl. Wagner,Die Sabbait, Apollodor fr gm. 17 = Rhein . Mus.46, 392. 184, 6) schlägt ΪΙεπάοη&ος vor, so dafsso Peparethos der Eponyme der durch ihren Wein-bau (Soph. Phil. 548f. Peparethos hiefs nachPlin. hist. nat. 4, 12, 33 früher Evoivog ) be-rühmten gleichnamigen Insel wäre, eine An-nahme, die durch die Namen seiner BrüderStaphylos und Oinopion empfohlen wird.

[Höfer.]

Pargaios (nagycciog) lautet bei Clem. Rom5, 13 p. 184 Migne der bei Diod . Sic. 5, 55Σ7teιgτalog bez. HagTatog überlieferte Name desso Sohnes der Himalia (s. d.). | Höfer.]

Parios (Π dgiog), Sohn des Iasion, Gründervon Parion am Hellespont in Mysien , Arrian.bei Eustath. zu Dion. Per. 517 und zu Hom.p. 1528, f6; Steph. B. v. Tlagiov. Bei Hyg.Poet. Astr. 2, 4 ( Müller, fr. hist, gr. 4 p. 472)heilst der Gründer von Parion Pareas, Sohn desPhilomelos, Enkel des Iasion (s. d. Bd. 2Sp. 63, Z. 8 ff). Vgl. Pareantes. [Eine Münzevon Parion zeigt das jugendliche Haupt desio Parios mit der Umschrift Pario Condit[ori|,Wroth, Catal. of the greek coins of Mysia 102nr. 83 pl. 22, 9. Nach P. Kretschmer, Einlei-tung in die Gesch. der griech. Sprache 184ist Parion vielleicht nach einem Tlagig be-nannt; s. Sp. 1586, 4. Höfer.] [Stoll.]

Paris (Ilägig), mit demNebennamen Alexan-dros (AXi^avögog), der beliebig für Paris ein-gesetzt wird. Bisweilen wird auch die Ver-bindung Paris Alexander angewendet, wie50 bei Hyginus . Alexandros ist wohl als diegriechische Bezeichnung aufzufassen, durchwelche der einheimische Name Paris , mag ereinen Gott oder einen Helden bedeuten, irgend-wie erläutert werden sollte (vgl. TloSdgxr^g ύy.Xy&slg Ποίαιιος Apollod. 3,12, 5, 1 = Wagn. 3,147 mit Umkehrung des anzunehmenden ähn-lichen Sachverhalts, ebenso "Εχτω g = Aagslog,s. Kretschmer, Einl. in d. Geschichte d. griech.Sprache S. 184). In der Ilias entspricht frei-60 lieh die vorherrschende Auffassung des P. nichtmehr dem Namen Alexandros als eines wehr-haften Mannes. Uns erscheint die Gestalt desP. nur innerhalb eines sehr entwickelten Sagen-gefüges, in dem sich die ineinander verfloch-tenen Bestandteile nur mit Mühe noch unter-scheiden lassen; die ursprüngliche jenseit dergriechischen Sage liegende Bedeutung desphrygischen P. tritt nicht mehr hervor. Wenn