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Porkes
Porkos
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"Vater mitsamt seinen Söhnen den Tod fand,ein Resultat, zu dem auch Engelmann, Arch.Stud. 28, freilich von anderen Erwägungen aus-gehend, gekommen ist. Es gilt freilich nocheinen Einwurf zu entkräften; man wird fragen:Wenn wirklich das αημεΐον, das in Aulis denUntergang Troias verkündete, in Beziehung ge-setzt wurde zu dem αημεΐον, das durch denTod Laokoons und seiner Söhne den Aineias warnte, wo bleibt bei dem letzteren die Angabe lder Zeit, binnen welcher Troias Fall bevorsteht,da doch aus dem Wunderzeichen in Aulis Kal-chas die Folgerung zog ’δεχαετεΐ χρόνω δε lvΤροίαν άλώναι’ ( Apollod . Epit. 3, 15)? Zwarhat man sich eifrig bemüht, das Datum vonTroias Eroberung selbst festzustellen (siehe dieerschöpfende Darstellung von Usenet -, IlionsFall im Archiv f. Religionswissensch. 7 [1904],313 ff.), aber über die Frist, die zwischen demTod der Laokoontiden und der Einnahme Troias 2liegt, giebt es aufser Vergil und Apollodor{Epitome 5, 19), nach denen schon in der dar-auffolgenden Nacht die Griechen in Troja ein-dringen, scheinbar kein bestimmtes Zeugnis.Denn der Auszug des Proklos aus der Ilittpersisberichtet nur, dafs Aineias nach dem Tode deshaokoon und des einen seiner Söhne vor demErscheinen der Griechen die Stadt verlassenhabe. Und wir erwarten doch zur Bekräfti-gung unserer Vermutung eine Notiz, die be- :isagt, dal's die Zahl der Opfer (Laokoon undseine Söhne) hingedeutet habe auf die Zahl derTage, die seit dem Erscheinen der Schlangenbis zum Falle Troias verstreichen. Eine solcheNotiz liegt zwar nicht mit ausdrücklicher An-gabe der Tage, aber doch dem Sinne nachvor in der schon öfter angeführten auf desSophokles Laokoon direkt zurückgehenden Stellebei Dionys. Ilal. a. a. 0.: Aineias rüstet sichzum Abzug nach dem Ida μελλονβρς άλίβχεσ9αι 4τής πόλεα>£, auf Anraten seines Vaters Anchises und άπό των νεωοτι γενομένων περί τονςΛαοχοωντίδας βημείων τον μέλλοντα δλε&ροντής πόΧεως βνντεχμηράμενος. Mit der Zeitbe-stimmung νεωβτί kann unmöglich die kurzeVergManische Frist, die nur Stunden umfafst,ausgedrückt sein, — νεωβτί 'neulich’ weist aufeinen Zeitraum von mehreren Tagen und machtso auch in Bezug auf die Zeit die angenommeneParallele zu den Vorzeichen in Aulis vollständig. 5Oben (Sp. 2762) war die Vermutung geäufsertworden, dafs _B akchylides von einer Verwand-lung des Laokoon und seiner Gattin in Schlangengesprochen habe. Dies mag zunächst befremd-lich erscheinen, lädst sich aber doch wahr-scheinlich machen. Nach Serv. Aen. 2, 201bez. nach Euphorion hatte Laokoon 'piaculumcommiserat ante simulacrum numinis (desApollon) cum . . ,-sua uxore coeundo ’. Des-selben Vergehens haben sich Hippomenes (bez. 6Melanion) und Atalanta schuldig gemacht: siewerden in Löwen verwandelt (Hyg. f. 185. Ov.Met. 10, 686 ff. Apollod. 3, 9, 2; vgl. Eitrem,Philologus 58 [1899], 464. Nach {Robert, Hermes22 [1887], 450 f. kannte schon Hesiod dieseVerwandlung). Medusa vereinigt sich mit Po-seidon im Tempel der Athena in Liebe: ihrschönes Haar wird in Schlangenhaar verwandelt
{Ov. Met. 4, 798 if.). Könnten nicht Laokoonund seine Gattin ihr Vergehen durch eine ähn-liche Strafe, durch Verwandlung in Schlangenselbst, gebüfst haben? Weitere Kombinationen,die sich auf den Zug des in Schlangen ver-wandelten Ehepaares Kadmos und Harmonia gegen ihr Vaterland, auf die Rückverwandlungdes Teiresias, auf die Zerreifsung des Pentheus durch die eigene Mutter stützen könnten, sindbei der kurzen, immerhin problematischenNotiz, auf die sich eine Schlangenverwandlungdes Laokoon stützt, zu unbestimmt, um siehier weiter auszuführen. Höchstens könntendie Namen der Söhne, nicht sowohl Antiphatesund Thymbraios {Hyg. f. 135), als vielmehrMelanthos und Theron [s. Bd. 2 Sp. 1842, 62 ff.;Robert freilich {Hermes 22,459) liest statt Ethro:Αϊ9ρων oder Αί&ίων ] eine Reminiszenz an dieSchlangengestalt der Eltern sein: Melanthosnach der Farbe, Θήρων nach der Gestalt (&ijg)benannt. — Über die Etymologie von Porkesvgl. Porkos a. E. rHöfer.]
Porkis? {Πορχίς?). Nach v. Wilamoivitz, J)eLycophronis Alexandra (Ind. lect. Greifswald 1883/84) p. 14 ist bei Lykophr. 857 für πόρτις,worunter nach dem Zusammenhang und derErklärung der Scholien Thetis zu verstehenist, Πορχίς — Tochter des Porkos (s. d.) = Ne-reus zu lesen, während v. Holzlager zu Lykophr.a. a. 0. p. 296 das überlieferte πόρτες = χάρε)für vollständig ausreichend erklärt. Vgl. Por-kos. |Höfer.)
Porkos {Πόρχος), vgl. Hesych. Νηρενς- 9a-λάββιος δαίμων. ΑΧχμάν {fr. 150 Rergk 3 4 , 77)χαΙΠόρχον ονομάζει. Nach Bloch Bd. 3 Sp.2431,34 if. ist Πόρχος = Φόρχος {Φόρχνς), ebensonach v. Wilamoivitz, De Lycophronis Alexandra(Ind. lect. Greifswald) p. 14. Homer . Untersuch.33. Euripides Herakles 2,129; vgl. Tümpel, Be-merkungen zu einigen Fragen der griech. Reli-gionsgesch. (Progr. Neustettin 1887) S. 8. AuchSchoemann , Opus. acad. 2, 183 vertritt die An-sicht, dafs man bei Hesych. a. a. 0. unter Por-kos nicht Nereus, sondern Phorkys zu verstehensei, wie umgekehrt Φόρχος bei Ijykophr. 477in der alten Paraphrase durch Νρρενς erklärtwerde. Es hätte vielleicht auch auf das etrus-kische Purcius verwiesen werden können, das,auf dem etruskischen Spiegel (bei Gerhard δTaf. 68; vgl. S. 87) demVater der getötetenMe-dusa beigeschrieben, dem griechischen Φ>όρχνς-νος entspricht (vgl. auch Hub. Schmidt, Obserc.arch. in carm. Hesiod. [Diss. Hai. XII ] p. 147).Nun findet sich Πόρχος noch an einer anderenStelle des Alkman oder es bezieht sich auf ebendiese Stelle die oben angeführte Notiz desHesych. Soviel ich sehe, hat zuerst Blafs,Hermes 13 (1878), 18 erkannt, dafs im Parthe-nion (vgl. Bergk, P. L. 3 4 S. 37) v. 19 παίδκΠόρχω zu lesen ist, und ihm sind die neuerenHerausgeber {Jurenka,SertaHartel.36. Sitzungs-ber. d. phil.-hist. Klasse der kais. Akad. d. W?ss.in Wien 135 [1896], I, 6. Weil, Journal desSavants 1896, 510. Diels, Hermes 31 [1896], 345)gefolgt, wenn auch, wie es der verstümmelteTest natürlich macht, mit abweichendenErgänzungen. Alkman warnt vor frevelhaftemÜbermute: Keiner der Sterblichen soll in den