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Dritter Band, zweite Abteilung. Pasikrateia. - Pyxios.
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3099-3100
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3099 Prometheus (in d. Kunst)

in ganz ähnlicher Haltung, wie der Berggottdes Sarkophages, einen Zweig in der Hand,vom Felsen herab dem menschenbildenden P.zuschaut, zeigt das sehr späte MarmorreliefMusee Napoleon 1 , 14.) Furtwängler, DeutscheLit.-Ztg. 1883 S. 781 sieht in der liegendenpergamenischen Figur (Kopf u. Arme fehlen)einen nicht zugehörigen Flufsgott und möchteden Berggott rechts oben ergänzen; an Okeanos denkt Weizsäcker im betr. Art. uns. Lex. Sp. 817f.— Auf dem Gemälde der Villa Pamfili, anwelches sich im Columbarium in bedeutsamemKontrast der Untergang der Niobiden reiht(Stark, Niobe S. 163 f.), steht Athene hinter demSchützen, ihn zur That ermunternd; der zweiteAdler sowie der Tempel auf dem pompejani-schen Bilde sind blofse Staffage. — Bezüglichaller übrigen, mehr nebensächlichen Umständemufs auf Milchh. s eingehende Darstellung ver-wiesen werden.

Die Bronzestatue des P., welche LibaniosEcphr, p. 111» ff. ed. Beiske beschreibt, wichvon dem eben besprochenen Typus des ge-

7) Prometheus, Hephaistos und Okeaniden.Spätrömisches Basrelief (nach -4rcÄ. Ztg. 1856 Taf. 114, 4).

quälten Titanen, wie es scheint, nur in derHaltung der Arme ab; vgl. Milchh. a. a. 0.Anm. 43. 40

13. Ganz verschieden von allen bisherbehandelten Darstellungen des gefesselten P.ist das schöne Relief einer Grablampebei Bartoli luc. sep. 1, 3. Es zeigt den Titanenauf dem Felsen sitzend; nur die Arme, vondenen der linke über das Haupt erhoben ist,sind gefesselt; der Adler, auf dem Schofs desDulders hockend, verwundet ihm die Seite.Eine moderne Wiederholung dieses Bildes er-kenne ich in der von Furtwängler als Arbeitdes 18. Jahrh.s bezeichneten Gemme Berl. In-vent. 9294 (— Tölken 3, 44).

14. Einige antike Gemmenpasten des 1.vor- oder nachchr. Jahrh.s bieten wiederumandere Motive: P., die Hände auf dem Rückengefesselt, sitzt auf dem Felsen (Berl. Inv. 1274= Tölken 3, 45, Winckelm. 3, 10) oder mitausgestreckten Beinen am Boden (ib. 4126);auf dem Rücken liegend, an Händen undFüfsen angeschmiedet zeigt ihn die Paste Berl. 60Inv. 4128 (S. 1943), am Felsen sitzend, dieArme erhoben Cades 16, 39 u. 41, am Felsenstehend Cades 16, 40. Während auf diesen Bil-dern der Adler am Körper hockt, fliegt er auf demStein Berl. Inv. 6849 = Tölken 3, 43 = Winck.

3, 9 zu dem Sitzenden heran. Unsicher istdie Deutung auf P. und den Adler bei derfrührömischen Paste Berl. Inv. 1385. Die Reihe

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der antiken Gemmenbilder, welche die Qualdes P. darstellen, wird erschöpft sein, wennwir noch die Lippertschen Steine Daetyl. 2, 1,4 und Supplem. 1, 3 (Cabinet Strozzi) nennen.Die Befreiung durch Herakles erscheint nochin einer späten (antiken?) Arbeit bei Gravelies,Becueil de pierres grav. 2 t. 42.

15. Über ein aus Villa Altieri stammendesspätröm. Marmor-Basrelief der Blundell-schen Sammlung zulnce bei Liverpool (Fig. 7)(Engravings pl. 108), welches den gefesseltenP. von Okeaniden umgeben zeigt, s. WelcherA.D. 3 S.197, 5 S. 212 und in Schneideiv. Philol.1 S. 345, 0. Jahn, Arch. Ztg. 16, 1858 S. 168f.mit Taf. 114, 4 und bes. Michaelis, Ancientmarbles in Great Britain p. 393 nr. 282; ders.in Arch. Ztg. N. F. 7, 1875, S. 32 mit Ver-weisung auf Arch. Anz. 1864, 220 ff. (Conze)und Arch. Ztg. N. F. 6, 1874, S. 32 (Matz).Das „zusammengeflickte und kaum zur Hälfteantike“ Bild weist mancherlei besondere Zügeauf: P. liegt am Boden, hinter ihm eine bren-nende Fackel; nur die erhobenen Arme sindan den Felsen geschmiedet. Der Adler hocktweiter oben am Gestein, bereit sich auf dieBeute zu stürzen. Hephaistos , bis auf eineMütze nackend wie P., sitzt neben dem Felsen,den Hammer auf einen Ambos stützend; eineder 5 flehenden Okeaniden, denen ein Delphinals Symbol beigegeben ist, umfafst sein Knie.Leider unterliegen gerade P. und Hephaistos dem Verdacht, moderne Zuthat zu sein (Matza. a. 0. fühlt sich durch die Haltung des P.an eine Figur Mich. Angelos — wohl den zumLeben erwachenden Adam der SixtinischenFresken — erinnert).

16. Nicht die Marter selbst , sondern dieVorbereitungen dazu sind auf einem ge-schnittenen Steine (Lippert, Daetyl. Serin.

1 nr. 75, Abb. bei Gravelles, Becueil de p. grav.

2 t. 11 und Müller-Wies. 2 nr. 193) dargestellt.Hephaistos ist beschäftigt, die Fesseln zuschmieden, wobei Eros den Blasebalg bedient;Apollon, Ares, Hermes, Athene und Aphrodite sind zugegen. Vor Heph. sitzt P., das trauriggesenkte Haupt mit dem Arm unterstützend;neben ihm harrt der Adler seiner Beute.

17. Nur litterariseh bezeugt ist ein Marmor-Relief am sog. goldenen Thor zu Kon-stantinopel , einem unter Theodosius d. Gr.erbauten Triumphbogen: Manuel Chrysoloras Vet. et nov. Bomae comp. p. 122 erwähnt unterdem plastischen Schmuck desselben dA-lous-Ήρακλε'ονς άρίβτης καί ^ανμαβίωτάτης τέχνηςκαι Προμη&εως βάοανον — καί τοιαϋταε'τερα άττο μαρμάρου. Vgl. Jahrb. d. arch. Inst.8, 1893, S. 31 ff.

II. Der Raub des Feuers.

1. Ein Terracottarelief an einer Grablampe(Fig. 8 = Müller- Wies. 2, 830 nach Bartoli u.Bellori , Luc. sep. 1, 2) zeigt einen bärtigenMann, der im Laufen den Blick achtsam zuder in der Linken auf einer Art λύχνος ge-tragenen Flamme zurückwendet und mit derRechten wie frohlockend in die Feme voraus-winkt. Sollte der die Flamme tragende Gegen-stand, wie Weiske S. 541 meint, eine Fackel