Band 
Erster Theil.
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Wie viel Zeit zu der Reise erfodert wird. 45

halt in den Städten nicht mehr gerechnet, alsnölhig ist, um das Interessanteste zu sehen. Esist wirklich selten, wenn man 5 Wochen hinter-einander heitres, trocknes Wetter geniefst. DieVeränderlichkeit desselben ist sehr grofs; selbst inden beständigsten Monaten fällt bisweilen währendg 4 Tagen Regenwetter ein; man kann deswegenzu diesen vier AloUaten allerwenigstem noch 14Tage hinzusetzen, an denen man durch Hegenund Sturm gezwungen ist, zu bleiben, wo mangerade sich befindet. Ich bin aber überzeugt,dafs niemand sich des Glücks rühmen kann, bin-nen einer fast viermonatlichen Reise nur vierzehnTage schlechtes Wetter gehabt zu haben. Nichtblofs bey Regenwetter, sondern schon bey vielenWolken, welche tief an den Bergen herabhängen,verliert der Reisende, obgleich nicht den ganzen,doch den vorzüglichsten Genufs, indem dadurchdie Höhen, Formen, Gestalten und Gruppirungender Gebirge dem Anblick entzogen werden; manwandert daher in einem Thal, in einer Bergge-gend, und man lernt sie nicht kennen; denn dieGebirge und Felsen sind es, welche jeder Gegendihren Charakter geben, das Interessanteste, Grofse,Ausserordentliche und Merkwürdige derselben be-stimmen, und immer der Hauptgegenstand desBetrachtens, Erstaunens und Bewunderns jedesWandrers sind. Ehe das Wetter im Sommer sichfestgesetzt hat, und nach eingefallnem Regen,hängen die Wolken fast immer sehr tief, und imletztem Falle dauert es oft 3 10 Tage , ehe siesich wieder über die Gipfel der Felsen erheben.Wer also nur einet) einzigen Sommer in der