Band 
Erster Theil.
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Wie viel Zeit zu der Reise erfodert wird. 47

der würde einige Ja live dazu brauchen; denn dieVerschiedenheiten darinii sind ausserordentlich man-nigfach. Die liebte Art, diesen Zweck zu errei-chen, wäre , sich in dem Hauptort jedes Kantonsaufzuhalten , und von liier nach allen Seiten des-selben kleine Reisen zu machen; auf diese Weiseallein würde man sich eine vollständige Kenntnifsvon Allem, was in diesem Lande merkwürdig ist,verschaffen.

Wer nur auf 2 4 Monate nach der Schweitz kömmt, dem würde ich rathen , seinen Reiseplaunur auf die allerinteressantesten Theile einzu-schränken , damit er Zeit übrig behält, sich hieund da aufzuhallen, und die Einwohner kennenzu lernen , welches doch jedem vernünftigen Rei-senden überall wichtig seyn mufs. Ich habe michoft gewundert, wie es möglich sey, von derLandstrafse ins Wirthshnus, und aus dein Wirths-hause auf die Landstrafse zu eilen, ohne eineeinzige Bekanntschaft zu machen, ohne andreMenschen als Fuhrleute, Lohnbediente u. s. w. zusprechen. Und doch ist die Anzahl derer, welcheauf diese Art reisen, sehr grofs. Ohne Empfeh-lungsschreiben wird es den Fremden schwer, Be-kanntschaften und Eingang in die Gesellschaftenzu erhalten. Deswegen ist es liotlnvendig, sichdamit zu versehen; wenn man nur einige für eineder ersten Städte hat, so kann man sich dannvon da Empfehlungen für die andern Theile derSchweitz verschaffen. Wenn ein Fremder dieBäder und Kurörter, als Gais , Schinznach ,Pfejfers, Lenk , Gurnigel, Weissenburs;, Baden %besucht, so wird es iluu leicht werden, interes-