Band 
Erster Theil.
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Nothwendige Regeln eür Bergreisende. 65wo man bisweilenplötzlich einem schneidend kal-ten Winde assgesetzt wird, der, wenn er glück-licher Weise nichts schadet, doch unausstehlichempfindlich ist. Gegen üble Folgen davon schützteine solche flanellne Weste gänzlich.

ifc) In manchen Gegenden sind die Alpenbe-wohner äusserst mifstrauisch auf jeden Reisenden,den sie zeichnen sehen, welches sie das Landabreissen nennen. Wo man dies bemerkt, unter-lasse man es sogleich, um sich keinem Verdrufsauszusetzen.

ig) Wer zu Pferd durch die Gebirge reist, derverlasse sich gänzlich auf den sichern Gang seinesRosses; inan lasse es nur gehen, wie es will,ohne es lenken zu wollen. Die Maulthiere undPferde in den Gebirgen werden zum Transportder Waaren gebraucht; sie gehen daher auf denFelsenwegen beständig, sind sie durchaus gewohntund kennen sie genau. Es ist zum Erstaunen,wie sie klettern können, und wie sicher, fest undgenau sie gehen. Da sie meistens als Packpferdegebraucht werden, so sind sie des Zaums unddes Lenkens ganz ungewohnt; deswegen legt manihnen auch keinen an, wenn sie zum Reiten ge-braucht werden. Man bekömmt daher im Allge-meinen nichts in die Hand, als einen Strick, derdurchs Maul des Rosses geht, oder eine elendeHalfter. Die Gebirgswege laufen öfters dicht anhohen Felsenwänden fort; da nähern sich diePferde fast immer dem Rande der Strafse, weilsie, gewöhnlich mit Gepäcke beladen, gezwungensind, so zu gehen, damit sie nicht an die Felsen-wand anstofsen. Sind nun am R.ande des Weges