Br.nRTHEiLUNG der Reiseeeschreibungen. »85
Der zwölfte, im Sommer 1791. aus dem Kloster aufdem grofsen St. Bernhard geschrieben : Sehr schön. Dersiebzehnte: Das Schlofs Blonay bey Vevay , und Reisedurch Saanen . Der achtzehnte: Der Schauplatz vonRousscau’s Heloise. Der neunzehnte: Aufenthaltdes Dichters von Salis zu Grandclos bdy Aigle. Derzwanzigste bis fünf und zwanzigste (bis auf den letztenvon ijy\ ) alle von 1795: Einladung zu einer Reise nachdem Wallis ; Reise nach Freyburg ; überden blinden(Genfer-) Naturforscher Huber. Zürich : Füfsli.Ueber Gefsners Familie und seinen litterarischen undartistischen Nachlafs. Reise nach Bündten zu Salis.Erntatingen am Bodensee . Winke für Reisende durchdie Sehweite. Anfang einer Reise von Bern nach Ko penhagen . Der letzte, ein und vierzigste endlich (nachdes Verf. Rückkehr von Kopenhagen , im Sommer 179.4.)Bern . Wanderungen nach dent Stockhorn und der Peters- Insel . — Aus obigem kurzem Abrisse sieht man, dafsdiese Briefe keinerley Ganzes ausmachen; desto reich-haltiger ist jeder derselben insbesondere, theils an vor-treflichen, mit keinem uuächten Schmuck* überladnenNaturbeschreibungen, theils an den mannigfaltigstenZügen aus dem Leben und den Sitten mehr und min-der bekannter Menschen. In mehrern linden sich nichtunwichtige botanische Notizen. Das Ganze ist klassischdeutsch geschrieben. Noch eine Zierde dieser Briefesind, nebst etlichen artigen Vignetten, zwey Profilevon Bonnet und Gefsner, die sich durch vorzüg-liche Kenntlichkeit auszeichnen.
1. Karl von Bonstetten, Briefe, auf meh-rern Reisen in der Schweitz geschrieben.
(In dem deutschen Magazin des Herrn vonEggersin den Jahrgängen 1797, 98 und 99 *)
Viele Thäler werden hier zum erstenmal beschrie-ben; denn sie wurden vorher nicht besucht, undwaren, ausser ihrer Namen, fast nicht bekannt. DasInteresse der Neuheit wird aber noch durch die Viel-seitigkeit der Beobachtungen, durch die höchste Ge-nauigkeit und durch die geistvolle Darstellung des