Band 
Zweyter Theil.
Seite
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Appenzell.

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nach Weisbad. Hier quillt ein seifenartiges Mi-neralwasser von milchlichter Farbe, welches gegenalle Arten von Flüssen und Gliederreissen gebrauchtwird. Von Weisbad theilt sich der Weg: Ent-weder man steigt auf dem Geifswege gerade hin-auf zu dem Kantor in 2 Stunden, oder manwählt den Weg westlich nach dem Wild-Kirchlein.

Merkwürdigkeiten des W i 1 d - K i rc h -lei ns. Bey der Laos - Mühle fängt man an zusteigen , auf einem steinigten und rauhen Wege1 Stunde, bis an eine hölzerne Brücke, welche,unmittelbar über einen gräfslichen Abgrund schwe-bend, nach einein offnen Häuschen hinüher führt.So schauderhaft diese Brücke für sehr viele Per-sonen seyn mag, so ist doch mit einem gutenFührer keine Gefahr zu besorgen. Die senkrechtabgeschnittene Felswände unter der Brücke sind250' hoch , und das Ganze dieser Gegend bildeteine wilde und melankolisch pitoreske Nalurszene.Nach Süden öfnet sich ein prächtiges Schauspiel;aus der dunkeln tiefen Seealp glänzen der Seealp-See und die Sitter, welche letztre sich zwischenHügeln und Thälern fortschlängelt. Von demHäuschen am Ende der Brücke gelangt man so-gleich zu dem Wild-Kirchlein. Gleich hinter dem-selben öfnet sich eine Felsenhöhle, deren Wändemit Bergntilch überzogen sind, und in welcherein Altar steht. Im J. 1656. baute Alman aus Ap-penzell das Kirchlein und bezog diese Berghöhle.Seit dieser Zeit wohnt hier den ganzen Sommerdurch ein Eremit in der zweyten Höhle. Die Aus-sicht aus dem Fenster derselben ist herrlich. DasGeschäft des Einsiedlers ist, täglich fünfmal di©