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grünem Grunde mit hellgelben Adern durchzogen,von sehr feinem Korn und fettiger Politur), womitmehrere Kirchen, besonders die Jesuiten -Kirchegeziert ist. S . Aernen. — Bey H. Wagner Krystall-magazin — Eine halbe Stunde von Brieg , am Aus-gange des Gradezer -Thaies warme Bäder von derEigenschaft der Bäder zu Leuk , die ehemals sehrbesucht waren. Die Gegend ist Stürmen und Erd-beben sehr ausgesetzt. Brieg wurde den g. Dez.1755 bey dem grofsen Erdbeben zu Lissabon schrecklich mitgenommen. Brieg liegt an der Al-penstrafse über den Simplom, und wird dadurchbelebt. Der Ort hat in dem Kriege der Ober-Walliser gegen die Franzosen in den J. i ”98 undgg entsetzlich gelitten; den 11. May 1799 drangendie Oesterreicher über den Simplon bis Brieg vor.
Pflanzen. Die eingeschlofsne Gegend vonBrieg ist ausserordentlich warm, und es wachsenhier Pflanzen, die nur in südlichem Gegendeneinheimisch sind. Es wird viel Wein und Safrangebaut. Man findet hier die dem W^alliser- Lande eigen-tümlichen Pflanzen : Anchj ala lanala. Echinops sphac-rocephalus (Kugeldistel). Tragopogon majus. Ausserdiesen wachsen Carduus helcnioides und heterophsllus (dieschöne Distel). Onopordon acanlhium (Krebsdistel).Silene armeria. Centaurea benedicla an den Bächen.
Mineralogie. Bey und um Brieg , in Ent-fernung von 2 Sr. finden sich: Wasserbley, rothesllauschgelb, Serpentin, Chloritschiefer, sehr schönergrüner gemeiner Talk, Strahlstein. Ueber denUrgyps und Urkalkstein zwischen Glimmerschiefer;streichend, 1 St, oberhalb Brieg , s. Simplom.