Bcrgdorf.
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Burgdorf , sehr hübsches Städtchen, im K.iBern, auf einer ansehnlichen Höhe, an der Emme,am Ausgange des Emmen - Thaies, in einer schü -1nen und romantischen Lage. ]
Geschichte. Das hiesige Schlots wurde im:TII. Jahrhundert von den Grafen Guntram und.!VP altram erbauet, war der Sitz der Herzoge vort^Zähringen und damals Hauptstadt von Klein-Bur-gund , nachher Sitz der Grafen Burgdorf-Kyburg ,1und kam im J. i 384 unter die Hoheit der StadtBern . Seitdem deckte tiefes Dunkel diese Stadt. •Pestalozzis Lehranstalt. Pestalozzi hatsie auf einmal berühmt gemacht. Die Unterrichtsr.Anstalt, welche dieser edle, von dem reinstenEifer für Menschenwohl beseelte Mann hier indem alten Schlosse, welches ihm von der helveti*sehen llegierung zu diesem Zwecke zugestandenward, gegründet hat, ist der gebildeten Welt vonganz Europa bekannt. Die Widersacher mögenlein oder plump schreiben, und sagen was siewollen, der unbefangene und unpartheyische Be-obachter seit 20 Jahren wird bekennen miifsen,dafs der wahre Elementar - Unterricht für dieKinder aller Bürgerldassen bisher durchaus man-'gelte, und dafs die reine E’estsetzung desselben aufdie einfachsten psychologischen Grundsätze, unddessen glückliche Ausführung, (also die Hauptsache,welche Biele so wenig beachten) das unentreifsbareund unvergängliche Verdienst Pestalozzi’s ist *).
*) S. Pestalozzi’s Schriften: Lienhard und Gertrud. —■/ 1'/c Gertrud ihre Kinder lehrt. Bern 18 0 1■ — Amt-licher Bericht über Pestalozzi's Unterrichtsmethode vonH. Dekan Ith. Bern 1802. — Pestalozzis Elementar -Bücher 1803.