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»eher Bedürfniß gewesen und ihnen hatte er auchwirklich die meiste Stärkung seiner vielfach inAnspruch genommenen Kräfte zu verdanken. SeinTagebuch liefert daher eine fast unbegreifliche An-zahl kleinerer und größerer Reife», die Schcrrerin jeder Periode feines männliche» und höher»Alters und bei jedem von ihm bekleideten Amte,bald auS wirklichem Auftrage der Obern, bald ausbloßem Diensteifer, bald in Privatgeschäften, baldauch blos um der Veränderung und »»> des Lebens-genusses willen, in verschiedene benachbarte Gegen-den unternahm. Bisweilen ergaben sich für die-selben erst unterweges noch nüzliche Zwckke. Soz. B- nahm er sich diesmal vor, einen geometri-schen Plan der der Stadt zuständigen HerrschaftBürgten z» entwerfen, wofür er nun auch vonder öbcrkcit ordentlich beauftragt und dem dasigc»Sbervogt in Pension gegeben wurde. Bald kehrteor wieder in seine» gewohnten Geschäftskreis zuriik.
Ungewöhnlich stark regte sich in der erste»Hälftedes vorigen Jahrhunderts ein fckticrifchcr Geist inS. Gallen — offenbar als Folge der zunehmende»Erstarrung dcsKirchcnfvstcms. Von Zionswkchtcrn,namentlich geistlichen, darauf aufmerksam gemacht,schritt bald genug der Magistrat ein. So wenigunser Echerrer gerade als Eiferer sich auszeichnete,so nahm er doch an den Vorkehrungen zur Der-