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F. M. Stapff:
©= + 0-1°. In 37 Min. ausgefahren, bei 22-78Ü—l-94°(Mittel 15-96°).Vor Portal; 7 h 45 m ; t = 35-41°; SD = — 1-30°. Abends 10 h 20 m bei15-28°: t = 35-94°; $D = — 0-63°.
Diese Beobachtungen scheinen mir darauf hinzuweisen, dass Stärkeund Dauer der Abkühlung ebensowohl von der vorhergegangenen An-strengung als von der hohen Temperatur abhängen.
Während der Kälteperiode fühlt man sich nicht unwohl, aber müde;verspürt starken Durst, schwachen Appetit; der Puls wird ganz matt,oft kaum fühlbar, während seine Frequenz bald über, bald unter dernormalen ist.
Um die Beziehungen zwischen Temperatur der umgebenden Luftund der Anstrengung, womit man in derselben arbeitet, einerseits, dergleichzeitigen Erhöhung der Eigenwärme andererseits zu ermitteln, be-gann ich zuerst an Tunnelarbeitern Temperatur-Beobachtungen, welchewohl über Einzelheiten Aufschluss gaben, aber für die Berechnung un-brauchbar waren. Abgesehen von Störungen in der Arbeit und anderenpraktischen Schwierigkeiten, gab das Einschieben des Thermometers unterdie Zunge der Arbeiter unsichere Kesultate, weil die Kugel bald mehrbald weniger bedeckt, der Mund auch nicht immer ganz geschlossenwurde. Ferner stellte sich bald heraus, dass zur richtigen Beurtlieiluugder Erscheinungen nötliig sei, dasselbe Individuum fast ununterbrochentagelang zu beobachten, sowohl im Tunnel als aussen.
Ich begann deshalb Ende Februar Temperaturbeobachtungen anmir selbst, und setzte sie durch den ganzen März fort, sowohl zu Airolo als zu Gesehenen. Leider wurde mir das Verfahren von He Imhol tz,die innere Wärme durch Temperaturmessungen des Urins zu bestimmen,erst bekannt, als meine meisten Beobachtungen schon gemacht waren.Um die directe Vergleichbarkeit derselben nicht zu erschweren, schienes mir deshalb am räthlichsten, den einmal ein geschlagenen Weg weiterzu verfolgen. Stets wurde die Temperatur unter der Zunge bei ge-schlossenem Mund gemessen. Anfangs diente dazu ein sehr empfind-liches in 1 / 5 ° getheiltes physiologisches Thermometer, welches mittelseines kleinen Handspiegels abgelesen wurde, ohne aus dem Mund ge-zogen zu werden. Später benutzte ich genau calibrirte, zu Kew ver-glichene, englische Thermometer ( 1 / 3 ° F.), welche wegen grosser Gefässeso träge waren, dass man sie anstandlos aus dem Mund nehmen undablesen konnte. Um die langen Beobachtungszeiten abzukürzen, wurdendiese Thermometer vor jedem Versuch ein wenig über den voraussicht-lichen Temperaturgrad erwärmt, dann unter die Zunge gelegt, bis kein