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Erster Band.
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angeschlossen 1 , breiteten sie sieh in den Hügelgebieten desheutigen Bayerns 2 und Württembergs bis gegen Jaxt undKocher aus 3 . Diese Stellung der Burgundionen wird in demVerzeichnisse, welches, die barbarischen Grenzvölker des rö-mischen Reiches enthaltend, dem von Mommsen 4 herausge-gebenen Provinzenverzeichnisse aus den Jahren 297 — 342angehängt ist, folgendermassen angedeutet: — cati burgunzionesalamanni 5 . In der bezeichneten Stellung verharrten dennauch die Burgundionen während des ganzen vierten Jahr-hunderts, und es bezieht sich auf dieselbe die von obigerKotiz nur scheinbar abweichende Angabe in den Excerptenaus Jul. Honorius 6 , wonach die Burbundiones (sic) nach denSuebi (Suevi), Langobardi und Tutuncii (Juthungi, Volk desAlamannenbundes, über der obern Donau, an der Ostseite derAlamannen, südlich von den Burgundionen) und vor den Armi-lausini (Armalausi der Tabula Peut., östlich der Suevia, ander obern Donau, frühere östliche Rachbam der Alamannen)und Marcomanni aufgeführt sind 7 . Dass die Burgundionenum die Mitte des vierten Jahrhunderts zu beiden Seiten der

1) Nicht in ihrem Gebiete, wie Cluver III. 148. 149 Ammian. Mar-cellinus XXVIII, 5 und Procopius BG. I, 12 missversteht.

2) Keineswegs aber in der südlich der Donau gelegenen bayerischenLandschaft Burgau, welche Wersebe (citiert von FHMüller I. 301) undTürk II. 8 als zum Stammlande der Burgundionen gehörend betrachten,indem sie dieselben für Yindeliker halten (S.36N.) und die burgi des Orosiusam Donau-Limes suchen.

3) Durchaus irrig lässt Wurstemberger I. 187 die Burgundionen sich„am westlichen Ufer des Rheins südwärts des Mains“ festsetzen und inden Jahren 359 und 370 am „Mittelrhein, Main und Neckar“ 3,1die Alamannen grenzen. Ueber ihre Stellung in jenen Jahren s. hienachim Texte.

4) Abh. d. Berl. Akad. 1862, II. 489 ff.

5) Ygl. ebendaselbst S. 492, dazu Müllenhoff S. 521 f.

6) Am Pomponius Mela ed. Gronov. a. 1685, S. 13; vgl. Müllenhoß"VYKA. S. 6 N.**, wogegen Pallmann II. 159 nicht in Betracht kommt-

7) Yergl. Troya I, 2. 892 f., Müllenhoff WKA. S. 7 f. und a. 0-S. 522 ff.; speciell über die Armalausi Zeuss S. 308 f. 313 und Stalin b117, über die Juthungen (Amm. Marc. XYII, 6) Zeuss S. 312 f., FHMüll erI. 308 und Stalin I. 122. Dass die Gebiete der Burgundionen, Frankenund Sachsen sich im 4. Jahrhundert im Lahngebiete berührt haben, ist ein®von Beauvois S. 454 in der alten Edda gemachte Entdeckung !