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Erster Band.
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Alamannen als den „jenseitigen Anwohner “, das alamannisoheLand als das „in der Mitte liegende“. Aus diesen Gründenverwerfen wir auch die Vermuthung eines Connubiums derBurgundionen mit den Römern, infolge einer von Probusbewerkstelligten Ansiedlung ersterer als Grenzer 1 . Die hierbeihervorgehobene nähere Beziehung der Burgundionen zum rö-mischen linies war lediglich eine geographische, und sie traterst nach dem Zeitpuncte ein, da die Börner von den Alamannena «s dem Grenzlande verdrängt wurden 2 ; ein connubium aberz wischen Burgundionen und Römern konnte sich erst im 5. Jahr-hundert ausbilden, als erstere schon längere Zeit in Gallienangesiedelt waren. Die Vermuthung, dass die Burgundionensich mit Abkömmlingen zurückgebliebener römischer Grenzervermischt und daher als soboles Roinana gegolten hätten, istebenfalls unhaltbar 8 , ingleichen die Deutung der Sage vomrömischen Ursprung der Burgundionen auf die sogen. Ost-burgundionen, welche, eine Colonie ersterer, vormals von denBömern zur Besatzung der Grenzburgen längs der Donau inBienst genommen worden seien 4 . Vollends haltlos ist endlich,V’as von einem Verhältnisse von Römern als Schützlingen derBurgundionen schon zur Zeit des Marcomannenkrieges undvon einem Freundschafts - und Gastverhältnisse, das die Römer

1) Gaupp S. 213. 275 äussert diese Vermuthung mit Bezug auf Am->°ianus Marcell. XXV11I, 5; aus Gaupp schöpft Pfahler S. 33. 82. Matiles - 3 lässt die Burgundiouen mit den Alamannen im Süden Krieg führen,'Ggegen mit den Römern im Westen im Frieden leben und von diesen'üs Bollwerk gegen erstere gebraucht und daher als soboles Romana be-lohnet werden.

2) Stalin I. 121 f.

3 ) Siehe, was Belloguet S. 31 ff., z. Thl. irrig, gegen St. Martin bemerkt,der diese Vermuthung äussert. Belloguet, im Critisieren Anderer stärkera ls im Aufstellen richtiger Ansichten, sucht S. 34 — 41. 217 wahrscheinlichz u machen, die Burgundionen hätten, zu Ende des 3. Jahrhunderts durch

Alamannen geschwächt, um sieh zu verstärken, ihre römischenSclaven befreit und adoptiert, und wegen des hierdurch aufgenommenenri >mischen Elements habe man im 4. Jahrhundert dem Volke römischenbrsproiig. zugeschrieben.

4 ) Mascous Deutung I. 276 N. 2. EHMüller I. 300 f., der sich aufkmhhorn Deutsche St. - u. Rechtsgesch. I. 113 bezieht, lässt die ßurgundenaa der römischen Donaulinie durch Zuzüge von Abenteurern zu einem»euen und selbstständigen Volke worden.