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dem wilden Ungestüm der Franken, sowie ihrer schwerenBewaffnung (Streitbeil und Angon) im Felde zu weichen 1 .Auch gegen die Westgothen und Ostgothen finden wir dieBurgundionen im Kachtheil 2 . Als die Burgundionen von denFranken unterjocht und heerpflichtig gemacht wurden, erhieltensie doch die Vergünstigung einer gesonderten Heeresstellung 3 ;
1) Daher spricht noch im Waltharius v. 58 der BurgimdionenkönigHerricus von den Franken als einer gens fortis, cui nos (die Burgun-dionen) simulare nequimus (Fischer vergleicht dazu Dubos I. 194), undwird im Nibelungenliede das kriegerische Uebergewicht der Franken imSigfried aus Niederland personificiert (Gagern II. 350); auch bemerktnoch Aimoin GFr. II, 4, bei Gelegenheit der Schlacht von Veseronce:Burgundiones more sibi solito animositatem Francorum non ferentes,hostibus terga verterunt. Was dagegen ebenderselbe I, 14 von den Bur-gundionen äussert: Burgundiones namque omnes plus consiliis quam armissuam tutantur rempublicam, ist nur eine verallgemeinernde, falsche Folge-rung aus dem, was die Gesta Francorum im gleichen Zusammenhänge vonder üblichen Berathung der Reichsräthe durch die Burgundionenkönigebemerken (S. 91 Not. 4). Freilich heisst es selbst in den Gesta Fr. c. 12:Audientes haec Burgundiones qui erant consiliarii eius (des Königs Gun-dobad), metuentes valde iram Francorum et Chlodovei, Consilium dederuntGundobado, was Rorico bei Du Chesne SS. HFr. I. 804 ausmalt und dieHistoria monachi S. benedicti (Hugo von St. Fleury) Bern. NS. 90 Säe. XIIso resümiert; burgundiones timidi, ut soliti sunt, hoc consilium dederuntregi suo. Eine laut Vorrede aus lateinischen Quellen geschöpfte altfran-zösische Chronique des roys de France, Bern. HS. 607 Säe. XIII, schreibtdie Aeusserung Aimoins nach, wo sie von den bourgoins sagt: Et sachienque cest une gent. qui melz se deffent par conseil que par armes. Ensicomme lescriture le raconte. Belloguet S. 40 missbraucht die Stelle Aimoins,um sein höchst übertreibendes Urtheil S. 39 f. zu stützen, wonach dasEingangs dieses Capitels angeführte Zeugniss Ammians im Widerspruchmit der ganzen Kriegsgeschichte der Burgundionen stünde. Richtiger ur-theilt Wurstemberger I. 260 von ihrer Kriegstüchtigkeit.
2) Belloguet S. 40 N. 1 citiert für das Unterliegen gegen die West-gothen richtig Sidonius Ep. VIII, 9 (Carm. v. ; 34. 35.); das Unterlieg®gegen die Ostgothen, wofür Belloguet S. 40 |N. 2 Cassiodor. Var. XI> 1unrichtig benutzt, erhellt besonders aus dem Verlauf des Krieges der Jahre507 u. ff., wovon seines Orts das Nähere.
3) Procop. BG. I, 13; vgl. JvMüller I 128 f. und Derichsweiler S. 98.Bei Procop. BG. II, 12, lässt der Frankenkönig Theoderich burgundionisebeTruppen den Ostgothen zu Hülfe ziehen (s. unten VIII. Cap.) und bei l re "degar HFr. contin. c. 48 führt Willibad, unter Dagobert Patricius Burgum