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Erster Band.
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der Nation, dessen Ausdruck man im Volksnamen irrig gesuchthat (S. 20 N. 5), gibt sich am Deutlichsten in den die Könige alsKämpfer und Helden ehrenden Königsnamen 1 . Auch warendiese Namen kein leerer Schall: Gundahar lebt in der deut-schen Heldensage als Günther; Gundeuch wirkte bei ChälonsZn r Besiegung Attilas mit und demiithigte, vereint mit den^ T estgothen, zu Gunsten Borns die Sueven in Spanien; mitihm zog sein Bruder Hilperich, der später für die Börnerauch gegen die Westgothen stritt und daher römischerseits,gemäss seinem Namen (der Hilfreiche), als victoriosissimusv ir bezeichnet wird 2 ; ein italischer Bischof preist aus deinhlunde Italiens die Waffenthaten Gundobads, als ehemaligenSchutzherrn des Landes 3 . Auch behauptete Gundobad, ob-8 chon anfänglich durch den Verrath seines Bruders unterliegend,itas Beich gegen den gewaltigen Chlodwig. Sigismund zwarmachte seinem Namen im Beide wenig Ehre 4 ; dagegen zeigtes ich selbst der letzte Burgundionenkönig, Godomar (Gundomar),hes alten Kriegsruhmes der Nation nicht unwürdig, indem er*^ as geschwächte Beich noch zehn Jahre gegen die vereintenAngriffe der Brankenkönige behauptete und kämpfend unter-fing. Obwohl anfänglich nicht weniger tapfer und unter-nehmend als die Branken, pflegten die Burgundionen später,z - Thl. infolge verweichlichenden Einflusses der Bomanisierung,

1) So in Gundahar, Gundeuch und Gundobad, von gunth oder gundja,® c hlacht, Krieg; vgl. Pfakler S. 680, Derichsweiler S. 147 f. und beson-ders Wackernagel S. 335 f. 348 f., der auch Godomar und Godegisel nach denSchreibungen Gundomares und Gunthegiselus kerbeizicht, freilich im Wider-druck mit S. 390 ob. Ueber die mit gund zusammengesetzten germanischenEigennamen im Allgemeinen vgl. Eckhart I. 870 f.

a ) Sidonius Ep. V, 6.

3 ) Ennodius Vit. 11. Epiphanii, Opp. S. 404: Quoties pro me . . ferra-1101 pectus hostibus obtulisti? u. s. w.

4) Doch scheint die Passio S. Sigismundi c. 5 seine Fürsorge für daser zu rühmen, indem sie sagt: patriae exereituique suo videbatur esse

s °Uicitus. Mit exercitus ist jedoch hier das Dienstgefolge der Optimatesgemeint, von welchen es im Vorhergehenden heisst: qualem se . . suis opti-ijmtibus praebuerit . . lectio succedens docebit. Binding S. 281 vermisst10 Erfüllung dieses Versprechens; sie liegt aber in obiger Stelle. Ueber^ercitus, Hofbeamtenschaft (Dienstgefolge) im spät- und nachrömischenPraehgebruuohe vgl. Valesiana S. 79 f.