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finden wir bei den Burgundionen das kurze einschneidigeSchwert als Nationalwaffe, dagegen selten die Lanze, dasStreitbeil, das lange zweischneidige Schw r ert und den Schild.Uebrigens kämpften die Burgundionen, gleich den anderenGermanen 1 , meist zu Buss; doch bildete, wie bei jenen, z. B.fien Alamannen, Ostgothen und Pranken, der Adel eine aus-gesuchte Reiterei, mit dem König an der Spitze 2 . Im Gan-z en kam so das burgundionische Heerwesen demjenigen derGothen am Nächsten, -welche sich der Pfeile und andererWurfgeschosse weniger als der Schwmrter bedienten 3 und infiie tüchtige Handhabung derselben im Nahkampf die Stärkedes Fussvolks setzten, das bei ihnen ebenfalls die Hauptmachtdes Heeres bildete 4 .
Das Nähere der Bewaffnung der Burgundionen, sowie dieBeschaffenheit ihrer Kriegertracht erhellt theils aus gleichzei-tigen Angaben, theils aus Grabfunden; hierüber auf die be-treffenden Stellen dieses Theiles der Einleitung 5 verweisend,geben wir hier noch zur Bestätigung dessen, w r as hievor überdie der fränkischen Bewaffnung w r eit nachstehende der Bur-ghndionen gesagt ist, eine vergleichende Hebersicht des ge-wöhnlichen Waffenbefundes in den beidseitigen Grabstätten 6 .
!) Procop. BG. 11,25 und Agathias II, 5 von den Franken; vgl. Türk
Dl. 126 .
2 ) Proeop. BG. II, 25 von den Franken.
3 ) Pie tela und iaoula, welche Avitus Ep. 40 den Burgundionen zu-s °hreibt, sind nur rhetorische Phrase.
4) Wenn Isidorus Hisp. Capitul. ehron. Goth. sagt, die Westgothen,
®chon gute Fussgänger, hätten besonders den Reiterkampf mit Wurf-
s Piessen geübt, so ist dies wol kaum mit Troya II, 2. 896 von der Massedes rr 1
«■eeres, sondern von der königlichen Elite zu verstehen; s. hievor.
5 ) Cap. I und IX, 4.
-j, 6 ) Per Verfasser verdankt diese Uebersicht seinem Freunde^ Herrn
, r ° n Cr- von Bonstetten, dem bewährten Alterthumsforscher; sie lautet
seinen eigenen Worten folgendermassen:
Francs.
Gncc arme nationale, la jd ua treüuente.*
t'aehe commune.
*Cochet Sepult. ane. p- 218.
Burgondes.
coutelas arme nationale,- la plusgünürale.*
1 a n c e moins en nsage que chez lesFrancs **.
*Baudot Süpult. desBarbares etc.p.20.**Baudot 1. c. p. 23 note.