Band 
Erster Band.
Seite
153
JPEG-Download
 

153

Der politische Einfluss war zunächst ein persönlicher,insofern vornehme und gebildete Römer eine bedeutende Rollem Regierungsangelegenheiten spielten, wie es übrigens auchbei den Pranken der Pall war 1 . Als eine solche Personhaben wir Syagrius schon kennen gelernt (S. 149). Weiterls t hier Laconius, der Vertraute und Wortführer Gundobads,zu erwähnen 2 . Eine Hauptperson genannter Art war aber^-Ddius (Aredius), Gundobads kluger und treuer Rathgeber,dem der König die Rettung aus Chlodwigs Gewalt und denmschwung seines Glücks zu danken hatte 3 . Als bevorzugte

j _ ■*■) Löbell S. 142 f., Koth S. 82 f. N. 156, Bornhak S. 220 f. und^erichsweiler S. 114 f. Nach Fauriel I. 273 und II. 503 wären zwar vongor von Tours u. A. die Geschicklichkeit und Treue der römischenen , auch an Chlodwigs Hofe, gegenüber der rohen, geistig unbeholfenenra der treulosen Barbaren absichtlich hervorgehoben; s. jedoch Löbell429 N. 1 und Troya II, 1. 435.

2) Von ihm sagt Ennodius Vit. S. Epiphanii, Opp. S. 406 f. cui etest* 1111 Terborum üdes ih° ( von Gundobad) semper tute niandata> quem et praerogativa natalium et avorum curules per magistrae pro-da S . lnsl ^ D i a suhlimavere, und Anderes mehr, aus welchem hervorgeht,j, aSS laconius auch in geistlichen Dingen berathen wurde und einen guten^wfluss auf den König ausübte; vgl. Sirmond Not. ad Ennod S. 17,L r ° ya . II> 1- 379 f., Bluhme WBItR. S. 65. 71 und Binding I. 223.^*c°ni us versah an Gundobads Hofe die Stelle eines Quästors (Wortführers)jj ®Pätromischeu Sinne des Wortes; vgl. Sirmond zu Ennod. S. 66. Beig . riobs " e ller S. ns ist Laconius Canzler am Hofe Gundobads. An Laconiusreibt Ponodius Epist. II, 5. III, 16. V, 24.a tqu^ GrC-gor von Tours HEr. II, 32, wo er als vir illustris . . , strenuusin », Sa P lens bezeichnet ist; ebendas, heisst es von ihm: erat . . iocundusp re( j 11113 > strenuus in consiliis, iustus in iudiciis et in commisso fidelis.jjj ° ar HFr. epit. c. 23 schreibt in iudicio, und für commisso hat beihtzte 61116 P ar * ante commissionibus. JvMüller I. 108 N. 18 b citiertdarin 16 aus dom sogen. Toromach, d. h. aus Eredegar, und findet

Üch” ^ aS beste -h 0 * 3 eines Staatsmannes; er bezeichnet übrigens Arediusd er a ^ s einen Itönaer; ebenso Petigny II. 408, Troya II, 1. 435. 617 f.,ln -d-Wdius einen Nachfolger des Laconius vermuthet, und Bröcker S. 24.letzte aä £ e £ eu Waekernagel bei Binding I. 332. 341. 348. 358 undTour rCr ^ 325 Aridiuü (Aredius) zum Burgundionen, den bei Gregor von£u c . r l £ S er "’ähnten S. Aredius zum Franken machen möchten, so be-

8S r ^ r ’ dass des Letztem Vater Jocundus hiess (s. den Tractatus deTur r° Vi 0 ensib u s bei Labbeus I. 631 und vergl. Euinart zu Gregor,ßejvis ^ ^ m® 1 ' 1 - II, 39 und zur Vita S. Aridii Abb. S. 1283 f.), alsoss kein Franke war; auch spricht gegen die germanische Nationalität