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wurde natürlich auch das römische Rechnungssystem in Solid 1und deren Unterabtheilungen (Semissen und Tremissen) undin Goldpfunden angenommen 1 . Eine Verordnung Maioriansvom J. 458, welche den gallischen Solidus von schlechteren 1Golde verruft, fand im Rechtsbuche der Burgundionen Nach-ahmung 2 . Der Gebrauch des Solidus hinderte aber nicht,dass auch nach Siliquen, 24 Stück auf den Solidus, gerechnetund solche in Silber ausgemünzt wurden 3 . — Es war übrigenseine Nachwirkung des römischen Patriciats der Burgundionen-könige, dass die fränkischen Könige, welche über Burgundienherrschten, den königlichen Statthaltern, welche das transju-ranische Burgundien und andere Theile des ehemaligen Reichesmit herzoglichen Befugnissen verwalteten, den Titel einesPatricius verliehen 4 .
In der Gesetzgebung zeigt sich, bei aller Anhänglichkeitan alte Volkssitte, römischer Rechtseinfluss in einem wesent-lichen Puncte des Wergeidsystems (S. 72), in dem ung er 'manischen Testamentwesen 5 , in der Capitalstrafe für eigeu-mächtige Pfändungen 6 und in Anderem mehr 7 , wie denn das
1 ) Le Blanc S. 38, Müller Deutsche Münzgesch. I. 240. 285 N. 3. 349 ö-(Preisangaben aus LB.) und Soetbeer a. 0. I. 287 f. (ebenfalls mit Preis-angaben aus LB.) 568.
2) Novell, de curialibus § 14 und LB. Addit. II § 6 ; vgl. MüU erDeutsche Münzgesch. I. 240 und Soetbeer a. 0. I. 287. 553. 568. 590 N. L
3) Soetbeer a. 0. I. 288.
4) Valesius Bfr. VI. 301 f., Buinart zu Gregor. Tur. HFr. IV,
S. 164, Dubos VI, 10 T. IV. 262 1., Boehat II. 180, Fauriel I. 527 f-»Giesebrecht zu Greg. Tur. (HFr. 111,24) 1.178 N. 3 und Bornhak S. 288 f- N- 2 ’
5) LB. T. 43 § 1, T. 60 § 1 ; vgl. die Noten zu Heineecius Ü> *§ 10 S. 678, Maseou II Anm. III S. 10, CancianilV. 30 f., Troya 1,3. 1^0^und Pfahler S. 568. Troya I, 4. 452 f. II, 2 . 931 f. III, 1 . 116 findet 1,11Gebrauche der Testamente bei den Burgundionen Sitte der Gothen, ^ elwelchen, im Gegensätze zu den übrigen Germanen, das Testamentwesen 10Uebung gewesen sei.
6 ) LB. Tit. 105, wo in einigen HSS. auf Const. I. cod. Theod-pignorib. ( 2 , 30) hingewiesen ist; vgl. Maseou a. 0., Binding undBlob ® 6in Sybels HZ. 1869. I. 238.
7) Die Noten zu Heineecius a. 0., dieser selbst II. 1 § 14 S.Savigny II. 5 ff. 393, Türk II. 49 ff., Guizot I. 280 f. und Bluhme
S. 73 N. 87. Pardessus I, 1 . 354 übertreibt, indem er der Lex B ulnplurimas romani iuris sententias zu schreibt.