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wurde 1 , so war letzteres auch bei den Burgundionon in Hebung;denn indem Sidonius 2 von dem vorerwähnten Syagrius sagt ;novus Amphion in citharis, sed tricordibus temperandis amaris?meint er mit den citharae tricordes die dreisaitigen Cithernder Burgundionen 3 . Beides aber zusammen, Heldengesang mitCitherbegleitung, schreibt Sidonius den Burgundionen offenbarzu, indem er 4 in den Worten: •— barbaricis abacta plectrisspernit senipedem stylum Thalia, die barbarica plectra demsonipes stylus entgegenstellt 5 . Ihre eigenen Helden mochtenbisweilen Gesang mit der Cither oder einem andern Instrumentebegleiten, wie wir im Nibelungenliede den Fidler und SängerVolker, einen Burgunder von Alzei, unter den Helden imGefolge der Burgunderkönige finden 6 . Es wird daher
wol richtig bemerkt 7 : „Die Burgundionen besassen wenigsten»
in erster Anlage ein schönes und gewaltiges Nationalepos,nemlich das Lied der Nibelungen, deren Name, scheint es,identisch mit demjenigen der burgundionischen Dynastie g e "wesen ist, wie derjenige der Amalungen 8 die Dynastie der
1) Jordanis a. 0. und Cassiodorus Var. II, 31, wo es heisst, Gesangund Spiel des Citharöden, den Chlodwig von Theoderich sich erboten hatteund dieser jenem sandte, sollen den Ruhm von Chlodwigs Macht feiern.Vergl. Sartorius S. 313 und W. Grimm S. 381. Lieder mit HarfenbC'gleitung schreibt Venantius Fortunatus den Germanen zu, Opp. Praefat. ■sola saepe bombicans barbaros leudos (Lieder) harpa relidebat; speciellHeldengesang mit Harfonbegleituug meint ebenderselbe Opp. P. I L.
e. 8 (ad Lupum ducem) — plaudat tibi Barbaras harpä. Vgl. ThicrryIIA. III. 277 f.
2) Epist. V, 5. .
3) So Valesius Bfr. III. 138, von Neueren Kaufmann im NSM. V *
S. 28 und Derichsweiler S. 109. 182 N. 35. — Khenanus II. 204 und Savat°zu Sidonius a. 0. S. 311 beziehen diese Worte irrig auf die von Sidoniusebendaselbst berührte mehrfache Spraehkunde des Syagrius. Dubos IV, 4
T. III. 13. 18 missdeutet die Worte des Sidonius durch Eückbeziehuug'auf das Vorhergehende: novus Burgundionum Solon in legibus disserendis,in dem Sinne, wie wenn Sidonius sagte: leur loi n’etait tpi’une ly rcmal montde.
4) Carm. XII. 9. 10.
5) Fauriel I. 551 übersetzt die Stelle ungenau.
6) J. Grimm Ueb. d. altd. Meistergesang S. 131. Man vergieß 0den homerischen Achilles II. 9, 186—-189.
7) Daguet S. 37.
8) Amalcn bei Jordanis EG. c. 5. 14. 60.