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Erster Band.
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erwähnter Goldbracteat de« Königs Gundioch (S. 69), das eine Regierung vor diejenige Gundobads fällt, als vielmehrdie wahrscheinlich aus dem Anfänge des sechsten Jahrhundertsherrührende Runenschrift auf einer Gürtelplatte aus den beiOharnay entdeckten Burgundionen - Gräbern (a. O.) 1 . Ist nungleich, ausser den bei mehrerer Aufmerksamkeit auf burgun-dionische Gräber sich leicht in grösserer Anzahl ergebendenRunen-Inschriften, keine geschriebene Probe burgundionischerSprache auf uns gekommen, so verdanken wir dagegen dereinstmaligen burgundionischen Nationalpoesie das schönsteepische Sprachdenkmal deutscher Zunge 2 .

3. Gesang und Poesie.

Dass vorerst bei Sidonius in den Worten 3 : quod Bur-gundio cantat esculentus, das Besingen der Grossthaten derAltvordern zu verstehen sei 4 , ist desswegen wahrscheinlich,'veil Gesang bei den Germanen schriftliche Aufzeichnung undGeschichtschreibung ersetzte 5 und hauptsächlich die Heldender Ration feierte 6 . Wie sodann der Ileldengesang in der Regelmi t Saitenspiel, bei den Gothen mit Citherspiel begleitet

der

1) Le Blant a. 0. benutzt auch dieses Fundstück, um den Gebrauch

blos

germanischen Runenschrift in Gallien zu beweisen.

2 ) Dies hat Fauriel 1. 537 übersehen.

3 ) Carm. XII. 6.

4 ) So deutet Daguet S. 32 die Stelle. Derichsweiler S. 109 denkta U die „heimischen Gesänge“; ebenso Tliierry LHFr. VI. 70: leurs

c hansons nationales, und Troya I, 3. 1292 : le patrie eanzone.

5 ) Taeitus Germ. e. 2 und Jordanis RG. c. 4.

®) Taeitus Germ. c. 3 und Annal. II, 88, Ammian. Mareell. XXXI, 7,ordanis RG. c. 5, Paulus Diaconus GL. I, 27 und noch Eginhard Vit.nroli M. <*. 29. Vergl. Ozanam S. 206 f. , Wattenbach S. 27 f. 113,■ Wirth I. 480, Pfahler S. 729 (nach W. Grimm), Thierry IIA. II. 274 fl'.

Deauvois S. 452 f. Thierry. HA. II. 361 ff. weist Aehnliehes bei denp nn en Un( j Magyaren nach, bei ersteren aus der classischen Stelle des■nscus fr. 8 = Excerpt. legat. S. 52 Hoeschel. Wir erinnern an dieTh eC ^ l<! n Homers und Hesiods, II. 9, 189 , Od. 8, 73, Hymn. 32, 18. 19,Anp° g ° n ’ 99 ~ 101 - Peberhaupt aber bezeichnet der Heläengeaang died nge der Geschichte, nicht bloss in Europa, sondern in allen Welttheilen;® • Buckle Gesch. d. Civ. in Engl. I, 1 S. 252 ff.