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Erster Band.
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finden wollen, die, schon an altgrichischen Architectur-Sculp-turen bemerkbar, in der Einrahmung römischer Mosaikbödenerscheine 1 . Es ist jedoch genau zu unterscheiden sowohlzwischen dem belebten und dem unbelebten Bandschlingwerke,als zwischen der secundären und dominierenden Darstellungdes letztem. Ersteres zeigt sich, wie an altgrichischerArchitectur-Sculptur, so auf römischen Mosaikböden nirgends;dagegen erscheint allerdings einfache oder doppelte Band-durchschlingung in altgriechischer Architectur häufig als Ver-zierung von Säulenbasen und Sofitten 2 ; ebenso ist auf römischenMosaikböden zierliches Bandschlingwerk oder Knotengeflechtnebst dem isolierten Doppelknoten, dem sogen. Zweifelstricke,zu Randornamenten öfters angewendet 3 . Es ist jedoch offenbarein grosser Unterschied zwischen der untergeordneten mass-vollen Anwendung jenes Ornaments auf Mosaikböden und derauf den fraglichen Metallarbeiten vorherrschenden DarstellungVon Bandschlingwerk, welches, selbst wenn es unbelebt ist,an ungeheuerliche Schlangenwindungen gemahnt. Man könntenun zwar diese Ornamentik auf Rechnung des schlechten,einseitig übertreibenden Geschmacks der spätrömischen Kunstsetzen wollen. Allein es besteht ein unverkennbarer Zusam-menhang zwischen dieser Art Ornamentik und derjenigenwelche das Bandschlingwerk zu Schlangen und Drachen belebt,und zwar scheint erstere in spätrömischer Zeit desswegenin Schwang gekommen zu sein, weil sie letzterer am nächstenkam und desswegen dem Geschmacke der germanischen Bar-baren am Meisten zusagte 4 .

1) Worsaae Nation. Alterthumskunde in Deutschi. S. 28. 38. 42 undKrieg S. 138 und N. 2.

2) Rosengarten Die archit. Stilarten, 2. Aufl. S. 70. 82. Schon 1 ,elden Assyrern kommt einfache Banddurchsclilingung, und zwar als Wagen-,Köcher- und Schwertverzierung, vor. Ygl. Layard A pop. account of discov-at Niniveh, Lond. 1858, S. 27. 98.

3) Krieg S. 138 und N. 2, Lersch Das Cölner Mosaik S. 23, OverbeckDie röm. Villa b. Weingarten S. IG und speciell über den DoppelknotenBernd S. 172 f. Taf. XII, 49.

4) Seihst der isolierte Doppelknoten, der sogen. Zweifelstrick, wie elauf römischen Mosaiken erscheint, kommt noch auf späten germanische'Sehnallenbesehlägen und Fibeln als ITauptornament sehr häutig vor. his