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Erster Band.
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habe 1 . Endlich bemerkt Le Blant 2 , dass, obgleich bestimmteAnhaltspuncte zur Zeitbestimmung der im Osten des altenGalliens gefundenen Schnallen fehlen, doch Anzeichen vorhan-den seien, welche an ihnen zwei bestimmte Epochen erkennenlassen. So roh auch die Zeichnung auf denselben sei, soverrathe sie doch eine des Zeichnens nicht ganz unkundigeHand 3 ; es gebe sich darin ein fester Typus, eine Schule undTradition kund, die freilich der Umwandlung unterliege. Di 0Kotitia dignitatum erwähne auf drei Puneten im östlichenGallien Künstler in Bearbeitung und Verzierung von Metallen(S. 226 ST. 2), und hundert Jahre später verleihe die LexBurgundionum den Goldarbeitern einen besondem Schutz(S. 213 H. 5); die Zierbeschläge der Maxima Sequanoruinbieten uns nun ohne Zweifel Producte dieser Künstlersuceession 4 -Aus Obigem erhellt, dass die ornamentarische Technik,welche uns in den beschriebenen Kunsterzeugnissen altbur-gundischer, später fränkisch-burgundischer Länder entgegen-tritt, sich seit ihren Anfängen im fünften Jahrhundert bisin’s zehnte Jahrhundert erhalten hat. Dies war aber nurdann möglich, wenn die romanisierten Burgundionen baldgelernt haben, ihre römischen Lehrmeister nachzuahmen; dennnur so konnte sich jene Technik in den betreffenden Ländernaus spätrömischer Zeit bis in’s carolingische Zeitalter fort'pflanzen. So erklärt es sich jetzt auch, dass burgundionischeRunenschrift auf einem Schnallenbeschläge von Charnay vor-

1) MDG. VII. 5 ff.

2) II. 504.

3) Baudot S. 3G und Labarte I. 476 verkennen dies.

4) Im Einzelnen macht Le Blant darauf aufmerksam , dass drei An-zeichen die mit Bildwerk und Inschriften versehenen Schnallen verschie-denen und weit aus einander liegenden Zeiten zuweisen: erstens die Ver-schlechterung der ursprünglich zwar rohen, aber noch nicht in der Art des6. und 7. Jahrhunderts entstellten Schrift, die auch auf barbarisch-römischenMünzen vorkommt (hierüber speciell II. 3); zweitens das spätere Abhan-denkommen von Formeln, welche noch dem alten Style der christlichenEpigraphik angehören; drittens das gehäufte Detail von Objecten, die an-fänglich einfach behandelt erscheinen. Keinenfalls darf man aber mitWackernagel S. 378 die Bronzescbnallen, auf welchen figürliche Darstellungen Vorkommen, desswegen für jünger halten, als diejenigen mit einfachen Bandverschlingungen.