frrchitectur mit ihrem künstlerischen Apparate auch auf die^urgundionen überging, so geschah dies in der Weise, dassS1G sich in der Ornamentik der Sculptur, wie die Metallarbeit,dem germanischen Geschmacke z. Thl. accommodierte. Beispieledßr daherigen Verschmelzung von Kunststylen sind die zuSaume im Waadtlande und zu St. Maurice im Wallis ent-deckten Architecturreste, auf welchen das altchristliche Symboldei' Bebe in einer Einfassung von solchem Bandschlingwerkeer scheint, wie es auch isoliert auf burgundionischen Archi-tecturresten vorkommt (S. 206)h Derartige ArchitecturresteSln d auf die altburgundionische Zeit mit mehr Sicherheit zu-ri| ckzu führen, als die vielen Thürme und Burgen, welche der° r sten burgundionischen Dynastie zugeschrieben werden 2 .dödess ist es immerhin schwieriger, den Monumenten Bur-Sondiens, welche christliche Symbolik mit germanischer Orna-'ßontik verbinden, einen bestimmten Zeitraum anzuweisen,a d s es bei den analogen Metallarbeiten der Eall ist, da jeneVerschmelzung in der kirchlichen Architectur und SculpturSIC h fortpflanzte, während die christliche Symbolik in der demd*rivatluxus dienenden Metallarbeit bald nach der Bekehrungs-Epoche abnahm (S. 226). Wo jedoch geübtere Technik an den^glichen Sculpturwerken Burgundiens erscheint, ist auf diefrüheste nachrömische Zeit zu schliessen. Koch sicherer ge-dieht dies beim Vorkommen von Rcminiscenzen gallo-^°miseher Ornamentik. Wie nemlich bei den Burgundionenle ° rn amentarische Technik in Metallarbeit ursprünglich vong fro-Römern geübt worden, so ist es auch mit derjenigen inEinsculptur der Fall gewesen. Dies beweist das bisweiligeVe ttaischte Vorkommen von gallo - römischer und christlich-
Taf ^ Ver ^- Anzeiger f Schweiz. Gesch. und Alterthumskunde 1862, Nr. 1^ ' V 1, wo der Text S. 22 irrig auf das 11. Jahrhundert räth, und-Haf IV. b. 1, wo der Text S. 73 das Fragment von Baume einerden 6111 richtig zuweist, dagegen dasjenige von St. Maurice irrig fürlieh ^ estan< ^ t ' le fl eines Bacchusalters hält, der mit Bezug auf das christ-che Symbol der Bebe zu kirchlichen Zwecken verwendet worden sei.
Orb ^ V ° n dÜnvignac S. 24 f., der namentlich den runden Thurm zudin 6 zieht. Nach Krieg S. 183 f. N. 1 stammt aber dieser aller-
(jj mer kwürdige Thurm nicht einmal aus merovingischer Zeit, sondern
ans dem 13. Jahrhundert.