tauchen dort schon am Ende der ersten Eisenzeit (bis um450 n. Chr.) und in der zweiten (450 — 600) auf, um dannin der dritten (600—1000) vorherrschend zu werden * 1 .
Es sind jetzt noch die Architecturrechte zu betrachten,die, in ehemaligen burgundionischen Landen vorkommend, di edort in Metallarbeit nachgewiesene Verschmelzung römisch-christlicher Symbolik mit germanischer Ornamentik ebenfallsaufweisen. Zur Erklärung hievon ist Folgendes zu bemerken:wir haben aus der Zeit des ersten Königreiches Burgundiendie; poetische Beschreibung einer vom Bischöfe Patiens z uLyon erbauten Basilica, die mit dem Luxus römischer Archi-tectur ausgestattet war und sogar mit Glasgemälden prangte 2 ;auch fehlt es nicht an späteren Nachrichten von anderenähnlichen Kirchenbauten 3 * S. . Wenn daher die spätrömische
1) Leitf. z. nord. Alterthumskunde S. 63 f.; Vald. Schmidt Le Dänemarkk l’Expos. univ. de 1867, Par. 1867, S. 136 von den dem Ende d er
1. Eisenzeit angehörenden Fundstücken aus dem Kragchul-Moore: „quant a
rornementation, nous voyons apparaitre les lignes contournees et les tetc*de dragons qui jouent un röle assez marque dans la deuxieme et font
caractere de la troisieme periode du fer.“ Speciell über Goldbracteaten,die neben den darauf vorkommenden Schlangenwindungen z. Thl. Nach-
ahmung römischer und byzantinischer Münzen verrathen, vgl. Worsaae a. 0.
S. 28 und Dietrich a. 0. S. 5. Es ist jedoch eine Verwechselung der Technik mitder durch sie dargestellten Ornamentik, wenn ersterer a 0. S. 28. 38.40.42 J* cMotive des Zierschlingwerks (also auch des belebten) für ursprünglich römischhält und die Cultur, die sich in demselben gefiel, erst im 5. oder 6. Jahr-hundert nach dem Norden gekommen glaubt. Dies kann nur von der be-treffenden Technik in Metall behauptet werden. Ein merkwürdiges Belegnordischer Technik in Silber - Damascierung des Eisens ist die jüngst auseinem spätheidnischen dänischen Hügelgrabe erhobene Eisenaxt, derenSilber-Damascierung da3 so beliebte heidnisch-germanische Ornament gräu-licher Schlangenwindungen aufweist. Vgl. Worsaae La sepulture de Mammenin Memoires de la soc. roy. des antiquaires du Nord. Nouv. Sör. Copenbag-1869, S. 231 f. 234 f.
2) Sidon. Ep. II, 2; vgl. Sirmond Not. S. 53. 54, Boissieu S. 564 ff-und Le Blant I Prüf. S. CVI. 114 f.
3) Avitus Fragm. Hom. V Opp. S. 161 (Aedes) multiformi opifi cUiningenio nitens cet. und Epist. 2 bei Baluz. Miscell. I. 358 expolire prae-coniis marmorum dignitatem, quibus gemmarum nomen sola magnitudin 13tollat invidia, collectum quodam modo atque inclusum industria diem clilülumento metallorum splendentium luce vegetari cet.