heisst im J. 370 n. Chr. 1 Das Hülfscorps der BurgundionenWurde, wie Ammian berichtet, von den Gaufürsten entsandt;es ging also von der Gemeinde aus und ist keinenfalls un-bedingt als Gefolgschaft zu erklären 2 . Noch viel wenigerWar es ein Auswanderungsschwarm 8 . Als Ausgangspuncttier Unternehmung der Burgundionen hat man die Gegendy on Schwäbisch - Hall, als ihr Ziel Speier anzusehen, wohinder Weg der offenste war 4 . Die damaligen Wohnsitze derburgundionen und Alamannen sind hievor besprochen (S. 47 ff) 5 ,bas von Ammian gemeldete Niederhauen der Kriegsgefangenen
1) Es ist daher irrig, wenn Zumpt S. 186, obwohl mit Berufung auf•Ammian, ersteres Ereigniss, Creuzcr S. 92 N. 5 letzteres in’s J. 371 setzt.Zöpfl I. 48 schwankt zwischen 370 und 373, indem er für letzteres DatumCassiodor eitiert (s. unten). Noch irriger setzt Pauli I. 106 die „Sendung'kr Burgundionen“ an Valentinian gar in’s J. 376 , als sich der Kaiserzu Alzey befunden habe. Baquol-Schnitzler I Tabl. 38 datiert hinwiedern ' 1 t 366, entstellt überdies auch die Sachen. Das richtige Datum habenStalin I. i 35 > Grimm S. 702, Wietersheim III. 400 f. 439, Sievers S. 278Un< l lange vor ihnen schon Sigonius VII. 254 und Du Chesne I. 4.FHMüller I. 319, auf Pfister I. 213 f. sich berufend, sagt in seiner vagenManier: selbst mit den Burgundionen am obern Main soll er (Valentinian 1)Um s h 370 Verbindungen abgeschlossen haben u. s. w.
2 ) ltoth S. 41.
*0 So wähnt nemlieh Gingins S. 199.
4 ) Mone II. 332. Auch aus dem Umstande, dass Macrian erst späterbesiegt wurde (Amm. Marcell. XXIX, 20. 21), schliesst Mone II. 333,
die Burgundionen nicht den Main herabgezogen seien; denn auf dieseme ge hätten sie in Macrians Land kommen müssen und wären wol ohneZweifel gegen ihn benützt worden, was ja vorzüglich im Plane des Kaisersa S- Wietersheim III. 401 lässt, nach seiner falschen geographischen Be-stimmung von Macrians Gebiete (oben S. 237 f. N. 2), die Burgundionen,e uach des Kaisers Plane Macrian nur in der Planke und im Rücken,e Wa von Würzburg und Anspach her, hätten angreifen sollen, durch dasa Gmannische Gebiet nördlich des Mains an den Rhein Vordringen.
®) Nach Gagern II. 111 bewohnten die Burgundionen damals Gegen-, en ^ es heutigen Sachsens und Frankenlandes; nach Gingins S. 191 wohntena ) 6 >jzwischen dem Odenwalde, dem böhmischen Gebirge, dem Main unde ekar, d. h. in der Oberpfalz,“ die Alamannen „südlich“ von ihnen.en so irrig lässt Gingins die Burgundionen „nach verschiedenen°hlappeu“ eiligst heimkehren. Vollends irrthümlicli ist es, wenn Vallarsi
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-ö-ieronymus Opp. VIII. 813 N. b. von einer Niederlage spricht, welche,■Ammian zufolge, die Burgundionen, gleich den Sachsen, erlitten hätten.