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eben vermöge dieser Missdeutung, aus Hieronymus gefolgerteNachricht über das feindliche Fussfassen der Burgundionenam Rheinufer eine Quelle vielfachen Irrthums auch bei mo-dernen Historikern geworden. Man glaubte nemlich demOrosius, die Burgundionen seien unter Yalentinian I mit einerArmee von 80,000 Mann am Rhein erschienen und hättenSl °b daselbst festgesetzt 1 . Von neueren Geschichtschrei-bern geht selbst ein namhafter 2 insofern fehl, als er die Bur-Sundionen zu den deutschen Völkern zählt, gegen welcheYalentinian I die von ihnen bedrohte Rheingrenze vertheidigthabe 3 . XJnd wenn gleich Orosius selbst diesen weitern IrrthumSicht getheilt, sondern ihn nur durch seine Darstellung ver-anlasst hat: man bezog seine -Nachricht sogar auf die ersteNiederlassung der Burgundionen in Gallien 4 . Andere miss-biauchen den Orosius zur Bestimmung der Streitkräfte oderS a r der männlichen Bevölkerung der Burgundionen bei ihremEintritte in Gallien, wobei dieser mehr oder weniger falsch
Sundionen hätten sich neben den Alamannen, ira heutigen Hessen, nieder-gelassen. Die Missdeutung der Nachricht des Hieronymus, wonach dieurgundionen im J. 375 in den Rheinlanden eine schwere Niederlage er-en un d bei 80,000 Menschen eingebüsst haben sollen (so deutet Wur-®teuiberger I. 188 N. 6), ist geradezu unbegreiflich, wiewohl schon dieoria Franeorum oder vielmehr universalis in Bern. HS. 22 Saec. XIIIuch irrt, indem sie sagt : Item ualentinianus LXXX milia burgundionum
supra
ri ppam reni hello pordomuit.
0 So Du Chesne I. 4, der das Bündniss Valentinians mit den Bur-8undionen von ihrem Zuge an den Rhein unstatthaft trennt, und JvMüllerder mit einem „man will wissen“ irrig 376 datiert und überdiesn nahar (Gundicar, Günther) zum Heerführer der Burgundionen machtCin urger Anachronismus, an welchem freilich Orosius unschuldig ist.2 ) Kortüm S. 447.
a ) Im gleichen Irrthume ist Baquol-Schnitzler I Tabl. 38. Matile S. 3
lässt die
Burgundionen gegen Ende des 4. Jahrhunderts unter ihrem Könige
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. r Bendin (s. hiegegen S. 79) an das rechte Rheinufer wandern undBloh daselbst festsetzen.
od ^ ■* > b J l 1 l er 82 f- nach Baupp S. 276: „Gegen Ende des 4.den lm ‘^ n l' ail S' des 5. Jahrhunderts gingen auch die Burgundionen übern Rhein und setzten sich in der Gegend von Mainz und Worms fest,“° 2U 0r °s- VII, 32 citiert ist.