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Erster Band.
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datiert wird 1 . Wieder Andere, obschon den Sachverhalt nachAmmian richtig darstellend, unterscheiden dennoch nicht dieZeugen erster und zweiter Hand 2 .

Solchen Irrthiimern und Ungenauigkeiten gegenüberist es am Gerathensten, sich an den Bericht des Ammianusüber die rheinische Expedition der Burgundionen zu haltenund im Betreff ihrer numerischen Stärke lediglich die Angabedes Hieronymus zu Hülfe zu nehmen.

Mit Bezugnahme auf diese Angabe ist jetzt, bevor wirin der Geschichte der Burgundionen seit dem J. 370 vorwärtsschreiten, ihre damalige Yolkszahl annähernd zu bestimmen-Man hat zwar die römischen Angaben über die Stärke desburgundionischen Hülfscorps für übertrieben ausgegeben 3 -

1) Bei Guielienon I. 13 dringen die Burgundionen im J. 408 miteiner Armee von 80,000 Mann in Gallien ein. Nach Matile S. 3 beliefsich die gesammte Nation der Burgundionen im J. 413 auf 80,000 Männer,gefolgt von ihren Weibern, Kindern und Knechten. Hisely S. 4 gibt <h eZahl der zu Anfang des 5. Jahrhunderts in Gallien eingedrungenen Bur-gundionen auf 80,000 Mann an. Die gleiche Ziffer gibt Burckhardt wASG. IV. 51 den Burgundionen, die 407—413 über den Rhein gekommenseien; ihm schreibt dies Brosi S. 76 N. 2 nach. Ohne nähere Zeitangabemeint Daguet S. 32: „La nation entiere des Burgunden ä leur entreedans la Gaule ne depassait pas 80,000 hommes,“ immerhin noch richtigerals Guizot I. 220: la nation entiere des Bourguignons ne depassait p aS60,000 hommes, welche Zahl Bornhak I. 39 eine imposante nennt. Ga nZin die Irre geht Wurstembergcr I. 187: indem er die Nachricht des Orosiusauf eine erste, wenn gleich nur vorübergehende Niederlassung der Bur-gundionen in Gallien deutet, setzt er dieses Ereigniss mit einem unbe'greiflichen Anachronismus vor die von Claudius Mamertinus Panegyr-Maximiano Hercul. d., c. 5 erwähnte, im J. 287 durch Maximianus bewirkteVertreibung der mit den Alamannen in Gallien eingedrungenen Bur gun-dionen (S. 44 f.). In gleicher Weise missbraucht Bünau den Hieronymus,ohne jedoch die Volkszahl der Burgundionen aus ihm zu bestimmen(S. 45 N. 4). Das Richtige hat ebenderselbe I. 452.

2) So Gingins S. 191 N. 2, der Hieronymus, Orosius und Ammian uSMarcellinus als Zeugen gleicher Geltung aufführt, und P. Schmitt I-der, obschon ebenfalls dem Ammian in der Hauptsache folgend, im Betrder Zahl der Burgundionen statt des Hieronymus die secundären Gewährsmänner Cassiodorus und Paulus Diaconus citiert.

3) So Derichsweiler S. 14, der mit „mehr als 80,000 Bewaffne 1 ®die Vulgärschreibung bei Orosius befolgt, während er S. 157 N. 34 S te